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Vodafone: Unitymedia-Übernahme vereinbart

09.05.2018 - Vodafone hat mit dem US-Kabelkonzern Liberty Global vereinbart, die Kabelnetze seiner deutschen Tochter Unitymedia sowie die Liberty-Global-Netze in der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien für 18,4 Milliarden Euro zu übernehmen. In Deutschland würde Vodafone durch die Übernahme zum wichtigsten Konkurrenten der Deutschen Telekom werden.

  • Vodafone-CEO Hannes Ametsreiter will nach der Unitymedia-Übernahme 25 Millionen Gigabit-Anschlüsse schaffen ©

    Vodafone-CEO Hannes Ametsreiter will nach der Unitymedia-Übernahme 25 Millionen Gigabit-Anschlüsse schaffen © Vodafone

Der Zusammenschluss steht unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Die Liberty-Global-Tochter Unitymedia ist der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber in Deutschland und hält die meisten TV-Kabelnetze in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. In den restlichen 13 Bundesländern ist Vodafone seit der Übernahme von Kabel Deutschland schon der größte TV-Kabelnetzbetreiber.

Vodafone: Unitymedia-Übernahme ermöglicht 25 Millionen Gigabit-Anschlüsse

„Wir bauen 25 Millionen Gigabit-Anschlüsse für 50 Millionen Menschen bis 2022. Das ist gut für den Verbraucher, gut für den Wettbewerb und gut für Deutschland”, so Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland. „Wir helfen so auch der Bundesregierung, ihre Gigabit-Ziele für 2025 noch schneller zu erreichen. Schon in vier Jahren wollen wir bereits zwei Drittel aller Deutschen mit Gigabit-Geschwindigkeiten versorgen.“

Vodafone: Unitymedia-Übernahme bringt Milliarden-Investitionen

Mit der Zusammenführung von Breitband, Mobilfunk, Festnetz und TV-Diensten unter einem Dach möchte Vodafone nach eigenen Angaben einen „massiven Schub in digitale Innovationen“ ermöglichen. Die größte Dynamik soll dabei aus den vereinten und aufgerüsteten Kabelnetzen kommen. Zur Finanzierung hat Vodafone vorgesehen, in den nächsten vier Jahren insgesamt etwa zwölf Milliarden Euro in Deutschland zu investieren.

Mit der Unitymedia-Übernahme würde Vodafone in Deutschland zum wichtigsten Wettbewerber der Telekom werden. Auch mehr als 20 Jahre nach der Liberalisierung des alten Postmonopols beherrschen die Bonner nach Angaben des Branchenverbandes VATM noch 75 Prozent aller Endkundenanschlüsse im Zugangsmarkt. Vodafone und Unitymedia zusammen kommen auf einen Marktanteil von 21 Prozent.

Nach der Aufteilung des Kabelnetzes durch die Telekom Anfang der 2000er-Jahre in neun Regionalgesellschaften kann nun erstmals eine ernsthafte Konkurrenz entstehen. Auf die Kritik der Telekom an der geplanten Unitymedia-Übernahme reagierte Vodafone-Rechtsvorstand Christoph Clément gelassen.

Vodafone: Unitymedia-Übernahme gut für Wettbewerb

Durch die Unitymedia-Übernahme durch Vodafone würde ein Unternehmen entstehen, das in Deutschland im Jahr 2017 zusammengerechnet einen Pro-Forma-Umsatz von 13 Milliarden Euro erreicht hat. Das fusionierte Unternehmen hätte rund 31 Millionen Mobiltelefon-, sieben Millionen Breitband- sowie 14 Millionen TV-Kunden auf seiner eigenen Infrastruktur.

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