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Training statt Tour: Ackermann und Degenkolb schauen nur zu

19.07.2019 - Die Tour ist der Jahres-Höhepunkt für die Radprofis. Doch für die deutschen Sprinter Pascal Ackermann und John Degenkolb gibt es 2019 andere Pläne. Dabei feierten sie die bislang letzten großen deutschen Siege bei Rundfahrten.

  • Trainieren und Regenerieren statt bei der Tour zu schwitzen: Pascal Ackermann (r) und John Degenkolb. Foto: Arne Dedert © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Trainieren und Regenerieren statt bei der Tour zu schwitzen: Pascal Ackermann (r) und John Degenkolb. Foto: Arne Dedert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Beim deutschen Radklassiker saßen sie Seite an Seite auf dem Siegerpodium, auch bei der Deutschland-Tour werden sie wieder um Sprinterfolge kämpfen: Jungstar Pascal Ackermann und Routinier John Degenkolb stehen mit großer Endgeschwindigkeit und Raffinesse für bedeutende deutsche Siege.

Genau die blieben bei der diesjährigen Tour de France bislang aus. Und was macht das Duo? Ackermann befindet sich im Training und regeneriert nach dem schweren Giro d'Italia, auch Degenkolb verfolgt das Prestigerennen in seinem Höhentrainingslager nur am Fernseher.

«Jeder will bei der Tour dabei sein, aber ich bin auch froh, ein wenig Pause zu haben. Die Wochen vor dem Giro, der Giro selbst, und auch danach, waren sehr intensiv», sagte der 25 Jahre alte Ackermann der Deutschen Presse-Agentur. Der deutsche Meister von 2018 ist in diesem Jahr mit zwei Giro-Tagessiegen in die Riege der Top-Sprinter aufgestiegen. Bei seinem Bora-hansgrohe-Team stand aber früh fest, dass er als große Sprintwaffe in Italien aufgeboten und das Tour-Aufgebot ohne ihn auf Dreifach-Weltmeister Peter Sagan aus der Slowakei zugeschnitten wird.

Doch Ackermann ist so stark und so explosiv geworden, dass seine Mannschaft 2020 bei der Tour-Planung wohl kaum ohne ihn auskommen kann. Teamchef Ralph Denk sagte am Rande der Tour: «Die nächsten Jahre sehe ich Pascal hier. Bei Jumbo-Visma haben drei verschiedene Sprinter Etappen gewonnen. Gehen tut alles.» Demnach sei auch ein Duo Sagan/Ackermann möglich. «Wir sind ja auch sonst schon gemeinsam Rennen gefahren und haben uns gegenseitig unterstützt», betonte Ackermann.

Pikant ist, dass die besten Tour-Sprinter wie der Italiener Elia Viviani oder der Australier Caleb Ewan auch schon beim Giro dabei waren. Dort unterlagen sie im Sprint Ackermann, der auch die Punktewertung gewann. Kurz zuvor hatte der Pfälzer auch Frankfurt-Eschborn gewonnen. Mit jedem Sieg steigen natürlich auch seine Ambitionen. «Natürlich ist die Tour mein großes Ziel. Ich weiß nicht, ob es nächstes Jahr schon klappt, darüber haben wir im Team noch nicht gesprochen, aber ich wäre natürlich gerne schon nächstes Jahr dabei», sagte Ackermann.

Der 30 Jahre alte Degenkolb wurde in diesem Jahr bei seinem Team Trek-Segafredo für die Tour geopfert, weil der Fokus voll und ganz auf Klassement-Fahrer Richie Porte aus Australien liegt. In Italien zu trainieren statt in Frankreich das größte Radrennen der Welt zu fahren, ist für «Dege» natürlich nicht einfach. «Natürlich kribbelt es in den Beinen! Ich ertappe mich sogar, wie ich vor dem Fernseher versuche, den Jungs beim Schließen der Lücken zu helfen. Ich bin eben Rennfahrer durch und durch und würde am liebsten jeden Tag Rennen fahren», erzählte Degenkolb der Münchner «Abendzeitung».

Er sei mit der Entscheidung des Teams dennoch «im Reinen», betonte der Klassikerspezialist, dessen Vertrag ausläuft. Wie es weitergeht, ist noch unklar. In diesem Jahr bleiben Degenkolb nur die Erinnerungen an seinen ersten Tour-Tagessieg in Roubaix im Vorjahr: «Wenn ich mich an diese Etappe zurück erinnere, habe ich sofort wieder Gänsehaut. Die Emotionen sind sofort wieder da. Das war der perfekte Tag und das perfekte Rennen.»

Dass seine deutschen Profi-Kollegen bei der Tour bisher sieglos sind, will Degenkolb nicht überbewerten. Radsport sei ein Teamsport und die deutschen Teams Bora-hansgrohe und Sunweb fahren für den Routinier eine erfolgreiche Tour. «Wenn Bayern München Meister wird, fragt auch niemand, wie gut die Deutschen im Team waren», verglich Degenkolb.

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