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Bowie leckte seine Gitarre: Doku würdigt Mick Ronson

24.07.2018 - David Bowie kennt jeder - sein toller Gitarrist Mick Ronson hingegen blieb im Hintergrund. Wie wichtig dieser früh gestorbene Musiker für den Superstar und andere Rock-Größen war, zeigt eine neue Dokumentation.

  • Mick Ronson und David Bowie waren ein starkes Pärchen. Foto: Getty/Jack Kay/Hulton Archive © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mick Ronson und David Bowie waren ein starkes Pärchen. Foto: Getty/Jack Kay/Hulton Archive © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es gibt da dieses berühmte Bild: Ein rothaariger David Bowie im Ziggy-Stardust-Look leckt die Gitarre von Mick Ronson. Die beiden Männer verband eine enge künstlerische Partnerschaft, die sich auch im Titel einer neuen Dokumentation niederschlägt.

«Beside Bowie: The Mick Ronson Story» (Universal) heißt die im Juli auf DVD und Blu-ray erschienene Künstler-Biografie. Die Retrospektive wirbt zwar etwas aufdringlich mit dem viel berühmteren Namen Bowie und nutzt das Charisma des 2016 mit 69 Jahren gestorbenen Superstars auch reichlich. Aber immerhin würdigt der Film von Jon Brewer endlich mal ausführlich einen großartigen Rock-Musiker und Arrangeur, der zu den wichtigsten der 70er Jahre gehörte und wegen seines Könnens und seiner Integrität auch danach ein begehrter Sidekick blieb.

Als Ronson 1993 mit nur 46 Jahren in seiner Geburts- und Heimatstadt Hull an Krebs starb, war das für viele Zeitgenossen und musikalische Wegbegleiter ein Schock. Und doch wird seine Bedeutung für Bowies frühe Karriere Anfang/Mitte der 70er noch oft unterschlagen. «Als Rockduo waren wir so gut wie Mick (Jagger) und Keith (Richards), oder Axl (Rose) und Slash», lobte der Frontmann der Spiders From Mars seinen genialen Gitarristen. «Ziggy und Mick waren die Personifizierung dieses Konzepts eines sich perfekt ergänzenden Duos im Rock 'n' Roll.»

Jon Brewer, bekannt durch seine Arbeit an « BB King: The Life of Riley» oder «Jimi Hendrix: Guitar Hero»,erhielt als Erster den freien Zugang und die Nutzungserlaubnis für das Material aus Ronsons Leben. Der blonde Musiker arbeitete seit Mitte der 70er als Produzent und Gitarrist auch mit Künstlern wie Lou Reed, Morrissey, Ian Hunter und Mott The Hoople oder Bob Dylan - doch «Beside Bowie...» beschäftigt sich vor allem mit Ronsons Beitrag zur - auch sexuell - schillernden Glamrock-Ära.

Der Film enthält zahlreiche berührende Interview-Beiträge von Ronson selbst, seiner Ehefrau und seiner Schwester, von Bowie, Keyboarder Rick Wakeman (Yes), Joe Elliott (Def Leppard), Roger Taylor (Queen), Ian Hunter (Mott The Hoople), Bowies erster Ehefrau Angie und vielen anderen. Das Soundtrack-Album - digital, auf CD, auf schwarzem Vinyl und als exklusive Limited Edition auf farbigem Vinyl - besteht aus 14 Tracks, darunter drei mit Bowie, aber auch seine virtuosen Auftritte für Elton John und Ian Hunter sowie Songs aus seinen unterschätzten Soloalben.

Ronsons Live-Aufnahmen mit Bowie und Queen - 1992 in London kurz vor seinem Tod mitgeschnitten («All The Young Dudes» und «Heroes») - sowie eine liebevolle Hommage von Bowies Keyboard-Sidekick Mike Garson («Piano Tribute To Mick Ronson») runden eine angemessene Würdigung ab. Dieser Musiker war ein ganz Großer - der «Rolling Stone» etwa führt Ronson als Nummer 41 unter den 100 besten Gitarristen aller Zeiten.

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