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Aus «Alt» wird Neu: Würdigung von Gil Scott-Heron

26.02.2020 - Gil Scott-Heron war mit sozialkritischen Texten und einem ungewöhnlichen Gesangsstil seiner Zeit voraus. Nun würdigt ein britisches Label das letzte Album des US-Kultstars, der Jazz, Soul und Hip-Hop verschmolz.

  • Gil Scott-Herons letztes Album «I'm New Here» ist in einer Anniversary-Edition neu aufgelegt worden. Foto: Mischa Richter/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Gil Scott-Herons letztes Album «I'm New Here» ist in einer Anniversary-Edition neu aufgelegt worden. Foto: Mischa Richter/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Makaya McCraven hat sich in Gil Scott-Herons Album «I'm New Here» versenkt. Herausgekommen ist «We're New Here». Foto: Eddie Otchere/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Makaya McCraven hat sich in Gil Scott-Herons Album «I'm New Here» versenkt. Herausgekommen ist «We're New Here». Foto: Eddie Otchere/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Stilvolle Würdigung des großen Soul- und Jazz-Poeten Gil Scott-Heron: Zum zehnten Jahrestag seines letzten Werks «I'm New Here» hat das Londoner Label XL Recordings nicht nur das Original in erweiterter Fassung veröffentlicht, sondern auch eine tolle Neuinterpretation.

Diese Platte vervollständigt gewissermaßen das Bild des US-Kultstars und sozialkritischen Visionärs, dessen berühmteste Textzeile «The Revolution Will Not Be Televised» aus dem Album «Pieces Of A Man» (1971) seiner Zeit weit voraus war. «We're New Here - A Reimagining By Makaya McCraven» enthält 18 Tracks und Skizzen aus und zu Scott-Herons Abschiedsplatte - er starb gut ein Jahr nach deren Veröffentlichung, im Mai 2011, mit nur 62 Jahren.

Der Chicagoer Modern-Jazz-Musiker Makaya McCraven, ein derzeit höchst angesagter Schlagzeuger und Produzent, hat sich der Sache angenommen und wirklich alles aus der Vorlage herausgekitzelt. Der raue (Sprech-)Gesang von Scott-Heron, der schon in den 1970er Jahren einer der Vorläufer des jazzigen Hip-Hop war, wird mit alternativen Arrangements in neue Zusammenhänge gestellt.

Zu der Vielzahl von jüngeren Jazz-Könnern, die auf der «Reimagining»-Platte auftauchen, gehört beispielsweise der Improvisations-Gitarrist Jeff Parker, früher bei den Post-Rockern Tortoise. Er hatte mit seiner Band The New Breed kürzlich seinerseits das in Fachkreisen gefeierte Album «Suite For Max Brown» (International Anthem) herausgebracht.

Originale, improvisierte und elektronisch verfremdete Parts verschmelzen auf «We're New Here» zu einer respektvollen, berührenden Hommage an einen legendären Musiker. Das Ganze klingt noch zwingender und authentischer nach verqualmtem Jazz-Club als die erste Neuauflage von Jamie xx aus dem Jahr 2011.

Das Originalwerk vom Februar 2010 veröffentlichte XL Recordings, das Label des glühenden Scott-Heron-Fans Richard Russell, zeitgleich in einer «10th Anniversary Expanded Edition». Diese Version kommt mit einer zweiten CD, auf der Material aus den Aufnahmesessions zu hören ist, das es nicht auf das eigentliche Album schaffte.

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