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Vom Spaßmobil bis zum Tesla-Jäger

30.01.2019 - So groß wie bei konventionellen Autos ist das E-Mobil-Angebot noch lange nicht. Trotzdem ist es schon jetzt durchaus bunt und vielfältig.

  • Der Nissan Leaf ist weltweit sehr erfolgreich - in Deutschland aber nur mäßig ©

    Der Nissan Leaf ist weltweit sehr erfolgreich - in Deutschland aber nur mäßig © Nissan

  • Der E-Golf ist die Stromvariante von Deutschlands Bestseller ©

    Der E-Golf ist die Stromvariante von Deutschlands Bestseller © VW

  • Der Kia e-Niro kommt sehr weit ©

    Der Kia e-Niro kommt sehr weit © Kia

  • Klein und günstig - der Renault Zoe ist ein praktisches E-Auto ©

    Klein und günstig - der Renault Zoe ist ein praktisches E-Auto © Renault

SP-X/Köln. Die Zahl der Elektroautos auf dem deutschen Markt wächst stetig. Unter den mehr als 30 aktuelle Modellen sind einige besonders interessant. Eine Auswahl.

Zum dran Gewöhnen: VW E-Golf
Neuartige Mobilität im Gewand des traditionellen Automobils – wer sich beim Umstieg auf das E-Auto möglichst wenig umstellen möchte, wählt Deutschlands Dauerbestseller in der E-Variante. Der Strom-Golf ist gewohnt durchdacht und gut gemacht, auch wenn leichte Schwächen wie die fehlende aktive Akkukühlung Vielfahrer nerven könnten. Allerdings ist der 100 kW/136 PS starke Kompakte ein Auslaufmodell, wird spätestens 2020 vom VW Neo abgelöst. Der ist zwar komplett neu konstruiert, dürfte vom Käufer aber in guter VW-Tradition ebenfalls recht wenig Umgewöhnung verlangen. Die Preise für den E-Golf starten bei 35.900 Euro, die Reichweite ist mit 231 Kilometern angegeben (WLTP).

Der Bestseller: Renault Zoe
Preiswert, schnell aufladbar, einfach in der Handhabung und auch noch durchaus ansehnlich – Renaults E-Kleinwagen Zoe ist nicht umsonst der beliebteste Stromer in Deutschland. Für die Stadt ist die schwächere Variante (68 kW/92 PS) mit kleiner Batterie (22 kWh) ideal, über Land lassen sich Überholvorgänge mit der stärkeren Ausführung (80 kW/108 PS) risikoloser und entspannter absolvieren. Beruhigend ist auch die größere Stromreserve (41 kWh), die für bis zu 316 Kilometer Fahrt ausreicht (WLTP). Die Preise starten bei 21.900 Euro zuzüglich Batteriemiete.

Der Weltbestseller: Nissan Leaf
Was der Renault Zoe für Europa, ist der Nissan Leaf in globalem Maßstab: ein Erfolgsmodell für die Elektromobilität. In Deutschland konnte sich der mit Fokus auf den US-Markt entwickelte Kompakte nie wirklich durchsetzen, was nicht zuletzt an der gewöhnungsbedürftigen Optik liegen dürfte. Technisch gibt es bis auf die hier ebenfalls fehlende Batteriekühlung wenig zu meckern. Das Topmodell leistet 160 kW/217 PS und bietet eine Reichweite von 385 Kilometern. Das ist alltags- und autobahntauglich. Mit einem Preis zwischen 32.000 Euro und 46.500 Euro dürfte es der Nissan aber gegen VW Neo und Tesla Model 3 schwer haben.

Der Klassiker: Peugeot Ion/Citroen C-Zero
Die beiden Franzosen sind eineiige Zwillinge des Mitsubishi EV, der 2010 unter dem Namen i-MiEV das Elektro-Zeitalter startete. Alt, aber nicht veraltet, sind Ion und C-Zero mit einer Reichweite von 100 Kilometern (WLTP) und einer Leistung von 49 kW/67 PS reine Kurzstreckenautos für die Stadt. Im Gegenzug ist jedoch der Preis mit 21.800 Euro durchaus attraktiv. Als der mittlerweile hierzulande nicht mehr erhältliche Mitsubishi nach Europa kam, mussten Käufer noch rund 35.000 Euro investieren. Aber auch Ion und C-Zero sind Auslaufmodelle: Für das kommende Jahr werden die ersten eigenen Elektroautos der beiden PSA-Marken erwartet.

Die Modischen: Hyundai Kona Elektro/Kia E-Niro
Zeitgenössischerer Karosserie-Style, gepaart mit zukunftsträchtiger Technik – die Mini-Crossover Hyundai Kona Elektro und sein weitläufig verwandter Konzernbruder Kia e-Niro tragen die Elektromobilität in die Mitte der automobilen Gesellschaft. Mit einer Reichweite zwischen gut 300 und fast 500 Kilometern (WLTP) je nach Akku- und Motorvariante, ansprechenden Fahrleistungen und hoher Schnelllade-Tauglichkeit (bis 100 kW Ladeleistung) zählt das Duo aktuell zu den ausgereiftesten Angeboten jenseits der Premiumhersteller. Die Preise starten bei knapp 35.000 Euro.

Der Möchtegern-Revolutionär: Tesla Model 3
Der kalifornische Newcomer Tesla lässt die etablierten Autohersteller in Sachen E-Mobilität seit Jahren alt aussehen. Eroberte er mit Model S und Model X zunächst den Premiummarkt, soll das Model 3 auch Otto-Normalverbraucher ansprechen. Mit einem Startpreis von zunächst 58.000 Euro dürfte das allerdings nur eingeschränkt gelingen. Auch wenn eine Reichweite von 530 Kilometern (WLTP) und eine Leistung von 335 kW/456 PS ordentlich Gegenwert bieten. Ein wirklicher Revolutionär dürfte die Mittelklasselimousine aber erst mit den angekündigten Basisvarianten werden, die in Deutschland wohl knapp 40.000 Euro kosten werden.

Der Avantgardist: BMW i3
Wenn man der deutschen Autoindustrie vorwerfen will, beim E-Auto lange gepennt zu haben, muss man BMW davon ausnehmen. Mit dem komplett um den neuen Antrieb herum gebauten Kleinwagen i3 waren die Münchner 2013 in vielfacher Hinsicht Avantgarde – etwa mit Extrem-Leichtbau und neuartigen Vertriebsmodellen. Auch wenn der Schwung der Pionierjahre bei BMW mittlerweile versandet scheint, wurde der i3 über die Jahre sorgfältig frisch gehalten. Mittlerweile bietet er eine reisetaugliche Reichweite von bis zu 359 Kilometern (NEFZ) und bis zu 135 kW/184 PS Leistung. Die Preise für die Top-Variante sind mit mindestens 41.150 Euro für einen Kleinwagen allerdings gesalzen. Selbst das schwächere Basismodell mit kleiner Batterie kostet immer noch 37.550 Euro.

Das Spaßmobil: Citroen E-Méhari
Zunächst eher für die Fahrt an der Cote d'Azur entlang gedacht, ist der Citroen e-Méhari mittlerweile auch für unsere Breiten geeignet. Seit Anfang 2018 nämlich gibt es den elektrischen Strand-Buggy nicht nur als Cabrio, sondern auch Wunsch auch mit festem Dach. Gleichzeitig wurden moderne Sicherheitssysteme und Komfort-Extras wie eine Zentralverriegelung an Bord eingeführt. Ein ernsthaftes Alltagsauto ist aus dem Plastik-Mobil dadurch natürlich nicht geworden. Ein charmanter Hingucker und ein unkomplizierter Begleiter für die Freizeit ist der Viersitzer aber allemal. Die Preise für das 50 kW/68 PS starke Strandauto starten bei 25.270 Euro plus Batteriemiete, die Reichweite ist mit 195 Kilometern angegeben (NEFZ).

Der Tesla-Jäger: Audi E-Tron
Mit einem großen Elektro-SUV will Audi im Frühjahr die Jagd auf Emporkömmling Tesla starten. Der E-Tron ist dabei weniger ein Visionär als vielmehr ein passgenau auf das Model X gemünzter Eroberer. Die Rahmendaten sind entsprechend ähnlich: Der Allrad-Stromer verfügt über bis zu 300 kW/409 PS Leistung, fährt circa 400 Kilometer weit (WLTP) und kostet eine Stange Geld. Während es für den Tesla kaum Extras in der Preisliste gibt, ist der Optionskatalog des Audi ellenlang, so dass die 80.000 Euro Einstiegspreis sich mit leichter Hand auf sechsstelliges Model-X-Niveau bringen lassen. Auch wenn der E-Tron nicht der ganz große Wurf ist, dürften das gute Markenimage und die hochwertige Verarbeitung nicht nur Tesla-Verächter ins Autohaus ziehen.

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