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Donezk zu stark: Wolfsburg verliert Geisterspiel

12.03.2020 - Der VfL Wolfsburg steht in der Europa League vor dem Aus. Der Bundesligist verliert sein Achtelfinal-Heimspiel gegen Schachtjor Donezk vor leeren Rängen mit 1:2. Wann und ob das Rückspiel in der Ukraine stattfinden kann, ist noch völlig offen.

  • Donezks Marcos Antonio machte die Wolfsburger Heimpleite perfekt. Foto: Darius Simka/VfL Wolfsburg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Donezks Marcos Antonio machte die Wolfsburger Heimpleite perfekt. Foto: Darius Simka/VfL Wolfsburg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Wie auch in Frankfurt galt auch in Wolfsburg: Zuschauer müssen draußen bleiben. Foto: Darius Simka/VfL Wolfsburg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wie auch in Frankfurt galt auch in Wolfsburg: Zuschauer müssen draußen bleiben. Foto: Darius Simka/VfL Wolfsburg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Júnior Moraes (M) brachte Schachtjor in Wolfsburg in Führung. Foto: Darius Simka/VfL Wolfsburg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Júnior Moraes (M) brachte Schachtjor in Wolfsburg in Führung. Foto: Darius Simka/VfL Wolfsburg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Wolfsburg-Torjäger Wout Weghorst sorgte vom Elfmeterpunkt für den Ausgleich. Foto: Sebastian Priebe/VfL Wolfsburg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wolfsburg-Torjäger Wout Weghorst sorgte vom Elfmeterpunkt für den Ausgleich. Foto: Sebastian Priebe/VfL Wolfsburg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Europareise des VfL Wolfsburg droht ein vorzeitiges Ende.

Der Fußball-Bundesligist verlor am Donnerstagabend im Achtelfinal-Geisterspiel gegen den spielstarken ukrainischen Serienmeister Schachtjor Donezk mit 1:2 (0:1) und muss nun abwarten, wie es mit der Europa League in Zeiten des Coronavirus weitergeht. Noch ist das Rückspiel in der Ukraine für den kommenden Donnerstag angesetzt. Deutlich wahrscheinlicher ist aber, dass der europäische Verband UEFA den Wettbewerb vorher aussetzt.

Wann auch immer es zum Rückspiel kommt, die «Wölfe» müssen sich etwas einfallen lassen. Zwar glich Verteidiger John Anthony Brooks in der 49. Minute den frühen Rückstand durch Junior Moraes (16.) noch einmal aus. Doch die mit gleich sieben gebürtigen Brasilianern in der Startelf angetretenen Ukrainer waren dem zuletzt so formstarken Bundesliga-Club fußballerisch weit überlegen. Marcos Antonio belohnte das in der 73. Minute mit dem 2:1 und beendete damit eine Wolfsburger Serie von acht Pflichtspielen ohne Niederlage.

«Das ist enttäuschend», sagte Torjäger Wout Weghorst. «Wir haben uns schwer getan.» Schon nach dem ersten Tor nach einem Patzer von Brooks vergab Donzek vor den leeren Rängen in der Volkswagen-Arena mehrere Großchancen. Dazu gehörte auch ein Handelfmeter, bei dem VfL-Torwart Koen Casteels den Schuss von Viktor Kowalenko mühelos parierte (22.).

Wolfsburg verschoss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ebenfalls einen Strafstoß, als Weghorst beim Anlauf wegrutschte und den Ball meterweit über das Tor jagte (45.+2). Vor beiden Elfmetern griff der Videoassistent ein und empfahl Schiedsrichter Damir Skomina aus Slowenien, sich die Handspiele von Maximilian Arnold (Wolfsburg) und Mikola Matwijenko (Donezk) auf seinem Bildschirm am Spielfeldrand anzusehen. Die vergebene Großchance war Pech für den VfL. «Das half uns natürlich nicht», sagte Weghorst. Ein Wolfsburger Ausgleich wäre nach so einer einseitigen Halbzeit aber auch nicht verdient gewesen.

VfL-Trainer Oliver Glasner («Wir wollen unsere Europareise so lange wie möglich fortzusetzen») hatte seine Spieler schon vor der Partie vor den technischen Qualitäten des Gegners gewarnt. Doch erst nach der Pause fanden die Niedersachsen darauf zeitweise eine Antwort. Wolfsburg war nun agiler und störte den Spielaufbau der Ukrainer mit einem wirkungsvolleren Pressing. Was fehlte, waren ein dauerhafter Druck nach vorn sowie klare Chancen. Schon bei dem Ausgleichstreffer profitierte Brooks von einem Fehler des Torwarts Andrej Pjatow.

Donezk bekam das Spiel nach 65 Minuten wieder in den Griff und siegte völlig verdient. Nach dem UEFA-Cup-Sieg von 2009 hatten sich Brasilianer wie Fernandinho (Manchester City), William (FC Chelsea) oder der ehemalige Bayern-Profi Douglas Costa (Juventus Turin) bei Schachtjor für eine Karriere bei weitaus namhafteren Clubs empfohlen. Die neue Generation besteht aus den jungen Tete (20), Marcos Antonio (19) oder dem in der Winterpause beim FC Bayern München gehandelten Dodo (21). Für Wolfsburg waren sie schon am Donnerstag zu stark.

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