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Gladbach will Aufholjagd in Rom starten - Stindl reist nach

23.10.2019 - In der Bundesliga Spitzenreiter, in der Europa League nur Schlusslicht. Borussia Mönchengladbach benötigt den ersten Sieg in der Gruppenphase. Der Gegner ist kein Leichtgewicht: AS Rom stand 2018 im Champions-League-Halbfinale.

  • War vorerst nicht mit an Bord Richtung Rom: Lars Stindl. Foto: Federico Gambarini/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    War vorerst nicht mit an Bord Richtung Rom: Lars Stindl. Foto: Federico Gambarini/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vor der ersten heißen Saisonphase ist Trainer Marco Rose trotz einiger Personalprobleme nicht bange. Einen Tag vor dem wichtigen Duell mit AS Rom in der Europa League (Donnerstag, 18.55 Uhr/DAZN) bleibt der Coach von Borussia Mönchengladbach gelassen.

«Wir jammern nicht, denn wir haben einen guten Kader dabei und wollen ordentlich Fußball spielen», sagte Gladbachs Trainer am Mittwoch in Rom. Mit fünf Spielen in drei Wettbewerben in den nächsten 14 Tagen steht für den Bundesligaspitzenreiter eine Menge auf dem Spiel. «Mit geht es vor allem darum, dass wir die gute Leistung aus den letzten beiden Spielen abrufen», meinte der Coach.

Verzichten muss Rose neben den schon länger angeschlagenen Spielern auf Abwehrchef Matthias Ginter, für den ein Einsatz nach der Schulterverletzung noch zu früh kommt , und Torjäger Alassane Pléa (Oberschenkel). Auch Kapitän Lars Stindl war beim Unternehmen Aufholjagd zunächst nicht dabei. Der Gladbacher Kapitän hat kurzfristig wegen der bevorstehenden Geburt seines zweiten Kindes auf den Flug mit der Mannschaft verzichtet und soll am Donnerstag in die italienische Hauptstadt nachreisen. «Das ist eine private Geschichte. Er wird morgen dazukommen», erklärte Rose knapp.

Ob Stindl, der nach sechsmonatiger Pause bereits am Samstag beim 0:1 im Bundesligaspiel in Dortmund mit einem Kurzeinsatz sein Comeback feierte, noch ein Kandidat für die Startelf ist, bleibt fraglich. «Er ist unser großer Rückhalt. Es ist gut, wenn er uns helfen kann», meinte Patrick Herrmann, der hofft, dass der Kapitän rechtzeitig nachkommt.

Wie Rose die vorderste Reihe besetzt, wird er wohl nach dem Abschlusstraining am Mittwochabend entscheiden. Pléas Ausfall wiegt schwer, da der französische Nationalspieler mit bislang vier Treffern und fünf Assists der effektivste Angreifer im Team ist. Raffael ist auch noch nicht fit, bleibt noch Herrmann. «Ich will immer spielen und hoffe, dass ich von Anfang an Gas geben kann», sagte Herrmann.

Der Flügelflitzer erinnert sich noch gut an den letzten Auftritt der Gladbacher 2013 in der Europa League bei Lazio Rom. «Das war eine fantastische Stimmung, als uns 10 000 Fans im Olympiastadion unterstützt haben. So etwas vergisst man nicht», sagte Herrmann. Allerdings verloren die Borussen die Partie mit 0:2

Die Ausgangslage ist klar: Mit bislang nur einem Punkt stehen der Bundesliga-Tabellenführer in der Gruppe J hintendran. «Wir müssen in Rom unbedingt punkten, sonst kann schon alles vorbei sein», sagte Abwehrspieler Tony Jantschke vor dem ersten von zwei Duellen innerhalb von 14 Tagen mit dem dreimaligen italienischen Meister. Jantschke vertrat Ginter zuletzt in der Innenverteidigung und soll auch in Rom neben Nico Elvedi für Sicherheit in der Defensive sorgen.

Mittelfeldspieler Christoph Kramer meint, man müsse den Druck aushalten. «Damit können wir als Mannschaft umgehen. Wir wollen das Spiel gewinnen und damit die Chance wahren, im Europapokal zu überwintern», sagte der Weltmeister von 2014.

Auch mit einem Remis wäre den Borussen schon geholfen - wenn die Mannschaft dann im Rückspiel nachlegen kann. Unverwundbar sind die Römer sicherlich nicht. Trainer Paulo Fonseca, der wie Rose zu Saisonbeginn das Traineramt übernahm, muss eine ganze Reihe von wichtigen Spielern ersetzen, darunter auch den Ex-Dortmunder Henrich Mchitarjan. Bestens bekannt aus der Bundesliga ist Mittelstürmer Edin Dzeko, der für die Niedersachsen in 111 Spielen 66 Tore erzielte.

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