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Für Trapattoni war die Sprache ein knallharter Gegner

15.03.2019 - «Ich habe fertig». Mit seiner Wutrede von 1998 wurde Giovanni Trapattoni zur Kultfigur

  • Der ehemalige italienische Nationaltrainer Giovanni Trapattoni wird 80. Foto: Daniel Dal Zennaro © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der ehemalige italienische Nationaltrainer Giovanni Trapattoni wird 80. Foto: Daniel Dal Zennaro © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Giovanni Trapattoni 2005 als Trainer des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart. Foto: Ronald Wittek © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Giovanni Trapattoni 2005 als Trainer des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart. Foto: Ronald Wittek © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Der damalige Bayern-Trainer Giovanni Trapattoni 1998 in München. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der damalige Bayern-Trainer Giovanni Trapattoni 1998 in München. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Für den Italiener Giovanni Trapattoni war die Sprache die größte Herausforderung während seiner Zeit als Fußball-Trainer in Deutschland.

«Ein wahrlich knallharter Gegner, den ich unterschätzt hatte», sagte der ehemalige Coach des FC Bayern der Deutschen Presse-Agentur. «Ohne die richtigen Ausdrücke habe ich es nicht geschafft, so wie ich wollte, mit der Mannschaft zu kommunizieren. Und das hat viele Probleme mit sich gebracht.»

Trapattoni - der am Sonntag 80 Jahre alt wird - ist vor allem mit seiner Wutrede bei einer Pressekonferenz 1998 in München in die Geschichte eingegangen. Damals schimpfte er auf Spieler wie Thomas Strunz, Mario Basler oder Mehmet Scholl («Schwach wie eine Flasche leer», «Was erlauben Strunz?», «Ich habe fertig»).

Dass er mit der Rede zur Kultfigur würde, hätte er nie gedacht. «Wie kann ich stolz auf einen Wutausbruch sein, in dem ich einen Haufen grammatikalischer Fehler gemacht habe. Ehrlich gesagt hätte ich mir nie vorstellen können, dass so eine Pressekonferenz auch noch nach 20 Jahren so populär ist», sagte Trapattoni, der in Deutschland auch den VfB Stuttgart trainierte. «Eine Erklärung könnte der tragikomische und unerwartete Aspekt der Pressekonferenz sein. Niemand hat jemals eine solche Reaktion eines Trainers der Bayern erwartet.»

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