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Goodbye Golden State: NBA-Saison zum Vergessen

14.11.2019 - Die NBA-Saison ist noch keinen Monat alt, da ist schon klar: Nach fünf Final-Teilnahmen in Serie dürften die Golden State Warriors dieses Mal mit der Titelentscheidung nichts zu tun haben. Die Klatsche bei den Los Angeles Lakers unterstreicht das.

  • Lakers-Superstar LeBron James (M) zeigte Golden State die Grenzen auf. Foto: Ringo Chiu/ZUMA Wire/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Lakers-Superstar LeBron James (M) zeigte Golden State die Grenzen auf. Foto: Ringo Chiu/ZUMA Wire/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

LeBron James erlaubte sich beim klaren 120:94-Sieg gegen die Golden State Warriors sogar Kunststücke.

Der Basketball-Superstar der Los Angeles Lakers entschied sich beim 120:94 gegen die Golden State Warriors mehrfach für Pässe hinter seinem Rücken sowie Dribblings und Würfe, deren einzige Rechtfertigung die Unterhaltung seiner Fans im riesigen Staples Centre sein konnte. Diese feierten James' Einlagen entsprechend begeistert.

Für die ohne ihren verletzten Superstar Stephen Curry hoffnungslos unterlegenen Gäste dagegen waren die Aktionen des 34-Jährigen ein weiterer Beleg dafür, wie wenig furchteinflößend sie gerade sind. Und dass man mit ihnen als Gegner derzeit, wie James, auch schon im ersten Viertel für die Galerie spielen kann, ohne damit einen Sieg aufs Spiel zu setzen. Denn die Golden State Warriors aus San Francisco, in den vergangenen fünf Jahren immer im Finale der NBA und dabei drei Mal auch Meister, erleben eine Horror-Saison.

Zwar darf man gegen die Lakers ohne schlechtes Gewissen verlieren. Einen besseren Saisonstart als die nun neun Siege aus elf Spielen hatte das Team um James, Danny Green und dem wegen Schulterproblemen geschonten Anthony Davis zuletzt vor neun Jahren. Nur: Für Golden State war es schon die zehnte Pleite dieser NBA-Spielzeit und die fünfte in Serie. Kein Team in der nordamerikanischen Profi-Liga ist derzeit schlechter.

«Das ist nicht einfach», sagte Warriors-Trainer Steve Kerr nach der Klatsche in Los Angeles. In seinem zerknittertem weißen Hemd und mit den Händen an der Hüfte holte er kurz Luft und meinte: «Verlieren stinkt mir.» Dabei ist dem 54-Jährigen völlig klar, dass Golden State in dieser Saison erstmals seit Jahren wieder mehr Spiele verlieren als gewinnen dürfte. Daran haben selbst die Optimisten unter den Basketball-Experten keine Zweifel.

Von dem dominierenden Team der vergangenen Jahre ist kaum noch etwas übrig. Kevin Durant spielt inzwischen für die Brooklyn Nets. Klay Thompson hat sich in der verlorenen Finalserie gegen die Toronto Raptors im Frühsommer ein Kreuzband gerissen und Superstar Curry, brach sich am 31. Oktober die Hand. Die beiden erfahrensten, ältesten und besten Spieler sind vor dem Frühjahr daher kein Thema mehr. Den Betrieb am Laufen halten müssen Draymond Green als einziger verbliebener Star, Willie Cauley-Stein, Alec Burks, und neun Spieler, die 23 Jahre oder jünger sind.

Derzeit ist der Kader damit überfordert. Gegen die Lakers zeigten Kerrs Männer erneut, warum sie die schlechteste Defensive der NBA sind. «Wenn du nicht in der Lage bist, irgendwann im Spiel dem Gegner drei Mal nacheinander den Ball zu nehmen, dann gewinnst du kein Spiel», sagte Kerr. «So einfach ist das.»

Für die Fans der Warriors wird die Saison hart, aber sie hat trotz allem auch einen Vorteil. Im US-Sport ist es üblich, dass die schlechtesten Teams als erstes auswählen dürfen, wenn im Sommer die jungen Talente auf die Mannschaften verteilt werden. Golden State bringt sich also gerade in eine vielversprechende Position. Und in der kommenden Saison sind Thompson und Curry wieder gesund.

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