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Für Langstrecke und Rennstrecke

29.02.2020 - Die Autos der BMW M GmbH sind knallharte Sportgeräte. Die SUV-Geschwister X5 M und X6 M können aber auch anders.

  • BMW schickt die Powervarianten von X5 und X6 ins Rennen ©

    BMW schickt die Powervarianten von X5 und X6 ins Rennen © BMW

  • Beim Competition kommt noch die ansonsten aufpreispflichtige Sportauspuffanlage hinzu, außerdem Laserlicht, Leder-Alcantara-Ausstattung und kleine Optik-Extras wie Sicherheitsgurte mit farbiger M-Naht oder ein schwarzer Nierenrahmen....

    Beim Competition kommt noch die ansonsten aufpreispflichtige Sportauspuffanlage hinzu, außerdem Laserlicht, Leder-Alcantara-Ausstattung und kleine Optik-Extras wie Sicherheitsgurte mit farbiger M-Naht oder ein schwarzer Nierenrahmen. © BMW

  • Beim Competition kommt noch die ansonsten aufpreispflichtige Sportauspuffanlage hinzu, außerdem Laserlicht, Leder-Alcantara-Ausstattung und kleine Optik-Extras wie Sicherheitsgurte mit farbiger M-Naht oder ein schwarzer Nierenrahmen....

    Beim Competition kommt noch die ansonsten aufpreispflichtige Sportauspuffanlage hinzu, außerdem Laserlicht, Leder-Alcantara-Ausstattung und kleine Optik-Extras wie Sicherheitsgurte mit farbiger M-Naht oder ein schwarzer Nierenrahmen. © BMW

  • Beiden Ausführungen gemein ist der 4,4 Liter große Grundmotor, ein Achtzylinder mit zwei Turboladern, die beide im „heißen“ V zwischen den Zylinderbänken platziert sind ©

    Beiden Ausführungen gemein ist der 4,4 Liter große Grundmotor, ein Achtzylinder mit zwei Turboladern, die beide im „heißen“ V zwischen den Zylinderbänken platziert sind © BMW

  • Optisch unterscheiden sich die M-Modelle durch die üblichen optischen Highspeed-Insignien von den bereits nicht unbedingt dezenten Standard-Varianten ©

    Optisch unterscheiden sich die M-Modelle durch die üblichen optischen Highspeed-Insignien von den bereits nicht unbedingt dezenten Standard-Varianten © BMW

  • Der Spurt von null auf 100 km/h dauert schon mit dem schwächeren Auto nur 3,9 Sekunden (Competition: 3,8 s), keine zehn Sekunden später steht die 200 auf dem Tacho ©

    Der Spurt von null auf 100 km/h dauert schon mit dem schwächeren Auto nur 3,9 Sekunden (Competition: 3,8 s), keine zehn Sekunden später steht die 200 auf dem Tacho © BMW

  • Über die beiden Schalter am Lenkrad lassen sich die programmierten Fahrprofile aktivieren ©

    Über die beiden Schalter am Lenkrad lassen sich die programmierten Fahrprofile aktivieren © BMW

SP-X/Phoenix. In voller Lautstärke werden nur Amerikaner die stolze V8-Fanfare des BMW X5 M zu hören bekommen. Die USA mit ihren liberalen Geräusch- und CO2-Emissionsstandards sind mit einem prognostizierten Verkaufsanteil von 30 Prozent einer der Hauptmärkte für die Hochleistungsvariante des großen SUVs, die es auch mit der Karosserie des Coupé-Ablegers X6 gibt. Für Deutschland erwarten die Münchner nur eine relativ geringe Nachfrage nach dem bis zu 460 kW/625 PS starken Allrader, lediglich rund 5 Prozent der Fahrzeuge werden wohl ein „D“ im Kennzeichen tragen. Das dürfte unter anderem auch am stolzen Preis der neuen M-Modelle von mindestens 128.100 Euro liegen.

Der X5 und der X6 sind schon in den zivilen Varianten weitgehend identisch und unterscheiden sich auch in den sportlichen Ausführungen lediglich am Hinterwagen. Der ist beim Sechser-Modell coupéhaft ausgeführt, was eine schöne Silhouette und ein vergleichbar schlankes Heck ergibt, gleichzeitig aber das Platzangebot im Fond etwas einschränkt. Den X5 M gibt es wahlweise in einer Standardausführung mit 600 PS oder als auf 625 PS erstarktes und mit ein paar Zusatz-Extras bestücktes „Competition“-Modell. Dann kostet er 13.300 Euro mehr, kommt also auf 141.400 Euro. Den höher positionierten X6 M gibt es ausschließlich in der starken Variante, die ab 144.200 Euro zu haben ist.

Allen Ausführungen gemein ist der 4,4 Liter große Grundmotor, ein Achtzylinder mit zwei Turboladern, die beide im „heißen“ V zwischen den Zylinderbänken platziert sind. Der bereits aus diversen anderen M-Fahrzeugen bekannte Benzindirekteinspritzer liefert in beiden Leistungsstufen ein Drehmoment von 750 Nm, das im breiten Band von 1.800 bis fast 6.000 Umdrehungen zur Verfügung steht. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit mindestens 12,8 Litern an, was einem CO2-Ausstoß von 291 Gramm pro Kilometer entspricht.

Dass ein 2,3 Tonnen schweres Auto mit einer Stirnfläche wie ein Kleintransporter viel Sprit verbraucht, wundert nicht. Eher schon, welche Fahrleistungen BMW aus den fast fünf Meter langen Allradern kitzelt. Der Spurt von null auf 100 km/h dauert schon mit dem schwächeren Auto nur 3,9 Sekunden (Competition: 3,8 s), keine zehn Sekunden später steht die 200 auf dem Tacho, Schluss ist erst bei elektronisch festgelegten 250 km/h. Wer mag, kann die serienmäßig Softwaresperre deaktivieren lassen und fährt dann bis zu 290 km/h schnell.

Noch erstaunlicher als die nackten Daten aber ist, wie sich die größten M-Modelle auf der Straße anfühlen. Beide verstecken ihr Gewicht so locker, dass man sich fast am Steuer einer normalen Limousine fühlen könnte. Nicht nur die Leichtigkeit, mit der die SUV nach vorne schieben, beeindruckt. Auch, wie wenig Unwucht in der Kurve, beim Abbremsen und Beschleunigen entsteht. Dabei helfen der prinzipiell hecklastig ausgelegte Allradantrieb mit vollvariabler Momentverteilung und die Hinterachssperre, die ebenfalls die komplette Kraft bei Bedarf von der einen auf die andere Seite wirft – so dass sich das große SUV bereitwillig in jede Kurve wirft.

Trotzdem schaffen die SUV den Spagat zwischen extremer Sportlichkeit und mehr als einem Rest Alltagstauglichkeit. Wer im Standardmodus unterwegs ist, kann X5 M und X6 M durchaus als Alltagsauto für den Brötchenkauf oder den Familienausflug nehmen – selbst in der für die Testfahrt zur Verfügung stehenden Varianten mit den 22-Zoll-Rädern. Auch Gasannahme und Lenkung sind nicht allzu spitz ausgelegt. Wer bei einem „Competition“-Modell von BMWs M GmbH fürchtet, ein reines Track-Tool zu bekommen, kann bei den SUV-Zwillingen aufatmen: die beiden packen auch die Langstrecke problemlos. Wilder wird es jedoch, wenn der Fahrmodus-Schalter auf „Sport“ gestellt ist. Dann geht es spürbar zackiger und engagierter voran, die elektronischen Fahrhilfen halten sich im Hintergrund. Alternativ lassen sich Motor, Lenkung und sogar die Bremse an die persönlichen Vorlieben anpassen. Für Fahrten abseits öffentlicher Straßen steht darüber hinaus noch ein „Track“-Modus zur Verfügung, bei dem ESP und Co. komplett deaktiviert bleiben.

Optisch unterscheiden sich die M-Modelle durch die üblichen optischen Highspeed-Insignien von den bereits nicht unbedingt dezenten Standard-Varianten. Zu den weiteren Besonderheiten zählen ein adaptives Fahrwerk mit elektrischer Wankstabilisierung, mindestens 21 Zoll große Felgen, aerodynamisch optimierte Außenspiegel, Heckspoiler und Leder für den Innenraum. Beim Competition kommt noch die ansonsten aufpreispflichtige Sportauspuffanlage hinzu, außerdem Laserlicht, Leder-Alcantara-Ausstattung und kleine Optik-Extras wie Sicherheitsgurte mit farbiger M-Naht oder ein schwarzer Nierenrahmen.

Technische Daten - BMW X5M (X6 M):
X5 M: Fünftüriges, fünfsitziges SUV mit Allradantrieb, Länge: 4,92 Meter, Breite: 2,00 Meter (Breite mit Außenspiegeln: 2,22 Meter), Höhe: 1,75 Meter, Radstand: 2,98 Meter, Kofferraumvolumen: 650 bis 1.860 Liter

X6 M: Fünftüriges, fünfsitziges SUV-Coupé mit Allradantrieb, Länge: 4,94 Meter, Breite: 2,00 Meter (Breite mit Außenspiegeln: 2,22 Meter), Höhe: 1,70 Meter, Radstand: 2,98 Meter, Kofferraumvolumen: 580 bis 1.530 Liter

Motorisierung:
X5 M: 4,4-Liter-V8-Biturbobenzier; 441 kW/600 PS, maximales Drehmoment: 750 Nm bei 1.800 – 5.600 U/min, Allradantrieb, Achtgang-Automatik, 0-100 km/h: 3,9 s, Vmax: 250 (optional 290) km/h, Normverbrauch: 12,8 – 13 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 291 - 296 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-Temp, Effizienzklasse: k.A., Preis: ab 128.100 Euro.

X5 M Competition: 4,4-Liter-V8-Biturbobenzier; 460 kW/625 PS, maximales Drehmoment: 750 Nm bei 1.800 – 5.800 U/min, Allradantrieb, Achtgang-Automatik, 0-100 km/h: 3,8 s, Vmax: 250 (optional 290) km/h, Normverbrauch: 12,8 – 13 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 291 - 296 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-Temp, Effizienzklasse: k.A., Preis: ab 141.400 Euro.

X6 M Competition: 4,4-Liter-V8-Biturbobenzier; 460 kW/625 PS, maximales Drehmoment: 750 Nm bei 1.800 – 5.800 U/min, Allradantrieb, Achtgang-Automatik, 0-100 km/h: 3,8 s, Vmax: 250 (optional 290) km/h, Normverbrauch: 12,5 – 12,7 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 284 - 289 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-Temp, Effizienzklasse: k.A., Preis: ab 144.200 Euro.

Kurzcharakteristik – BMW X5 M/X6 M:
Warum: weil das große SUV brachiale Sportlichkeit und Reisetauglichkeit verbindet
Warum nicht: hoher Preis, hohes Gewicht, hoher Verbrauch
Was sonst: Audi RS Q8, Mercedes-AMG GLE 63. Lamborghini Urus

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