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Hier passt was rein

23.10.2018 - Die Bezeichnung Kombi bedeutet nicht immer, dass ein Fahrzeug auch geräumig ist. Schön, wenn es wie beim Kia Ceed Sportswagon das Gegenteil zutrifft.

  • Der neue Kia Ceed Sportswagon ©

    Der neue Kia Ceed Sportswagon © Kia

  • Im Kombi ist ordentlich Platz ©

    Im Kombi ist ordentlich Platz © Kia

  • Ein Blick in den Kofferraum ©

    Ein Blick in den Kofferraum © Kia

  • Das Cockpit des Sportswagon ©

    Das Cockpit des Sportswagon © Kia

  • Der Kia Sportswagon ist seit Ende September erhältlich ©

    Der Kia Sportswagon ist seit Ende September erhältlich © Kia

SP-X/Frankfurt. Die Kia Ceed-Familie der dritten Generation wächst. Nachdem bereits im Sommer die fünftürige Limousine debütierte, erweitert seit Ende September die Sportswagon genannte Kombiversion das Angebot. Mindestens 16.990 Euro müssen Interessenten für den kompakten Lademeister in Verbindung mit dem 74 kW/100 PS starken Vierzylinder-Benziner anlegen. Für die 1.000 Euro Aufpreis im Vergleich zum Fünftürer gibt es ein Plus in der Länge von fast 30 Zentimetern und jede Menge Stauraum. Der Ceed-Kombi sieht wie der Fünftürer flott aus. Kein Wunder, gleichen sich die zwei Modellvarianten bis zur B-Säule. Die Proportionen des Sportswagon wirken ebenfalls harmonisch; das Fahrzeug fällt auf, aber ohne modisch zu sein. Einen ganz „altmodischen“ Ansatz hatten die Designer bei der Umsetzung der Kombiidee: Der 4,60 Meter lange Ceed bietet reichlich Stauraum und -volumen. In der Grundstellung stehen 625 Liter zur Verfügung, klappt man die Lehnen der Rückbank um, steigt der Wert auf knapp 1.700 Liter. Praktisch: Mittels Hebelzug an der Seite des Kofferraums lassen sich die Rücksitzlehnen einfach umlegen, es entsteht ein ebener Kofferraumboden. In den höheren Ausstattungslinien gehören noch gute Ideen zur Ladungssicherung zum Serienumfang. So gibt es ein Trennnetz, das entweder hinter der ersten oder zweiten Sitzreihe gespannt werden kann. Außerdem sichert ein verschiebbares Schienensystem im Boden das Transportgut vor dem Verrutschen. Trennnetz und auch die Kofferraumabdeckung können bei Nichtgebrauch platzsparend im Kofferraumboden verstaut werden. Die Ladekannte wurde im Vergleich zur zweiten Generation um fast neun Zentimeter abgesenkt, so dass das Be- und Entladen nun deutlich rückenfreundlicher vonstatten gehen. Bleiben wir im Fond: Da die Dachlinie nicht modisch abfällt, steht für die Hinterbänkler reichlich Kopfraum zur Verfügung, so dass der Kombi auch als Personentransporter eine gute Figur abgibt. Ansonsten unterscheidet sich das Interieur nicht vom Fünftürer. Die wenigsten Fahrzeuge dürften den Hof des Händlers zum Basispreis verlassen. Die am meisten nachgefragten Ausstattungsniveaus Vision und Spirit starten bei 21.190 Euro beziehungsweise 25.090 Euro. Abhängig von der gewählten Ausstattungsstufe werden die Insassen mit allerlei Komfort wie Klimaautomatik, Sitzheizung, beheizbares Lenkrad, Infotainmentsystem mit großem Display, Rückfahrkamera, elektrisches Glasschiebedach und Leder verwöhnt. Dazu gibt es viele Assistenten, darunter ab Werk einen aktiven Spurhaltehelfer und einen Fernlichtassistent. Gegen Aufpreis offeriert Kia außerdem einen Stauassistenten (Serie in der höchsten Ausstattung), der Beschleunigen, Lenken und Bremsen bis Tempo 130 übernimmt. Außerdem haben die Koreaner unter anderem noch einen Parkassistenten sowie einen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung im Angebot. Für den Vortrieb stehen wie beim Fünftürer drei Benziner und zwei Diesel zur Wahl. Alle Motoren sind nach der Abgasnorm Euro 6d-temp klassifiziert. Das Gros der Kunden wird sich für ein Triebwerk aus der Benzinerpalette, ein Sauger mit 74 kW/100 PS sowie zwei Turbobenziner mit 88 kW/120 PS und 103 kW/140 PS, entscheiden. Das stärkste Aggregat, ein Vierzylinder, mobilisiert 242 Nm und dürfte mit seiner Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h am ehesten noch den Anspruch des „Sports-wagon“ entsprechen. Es kann alternativ zum Sechsgang-Schaltgetriebe auch mit einem Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Fahrstufen (Aufpreis: 1.600 Euro) geordert werden. Wer sich für das agile Triebwerk begeistert, muss mindestens 23.090 Euro ausgeben. Zwei Diesel (85 kW/115 PS und 100 kW/136 PS) runden das Motorenangebot ab. Der stärkere Diesel dürfte für Vielfahrer interessant sein. Mit 280 Nm ist sein Antritt kraftvoll, der Spurt von 0 auf 100 km/h gelingt in 10,8 Sekunden. Seine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h reicht für Autobahnfahrten. Der Motor überzeugte bei ersten Testrunden durch seine Laufruhe und durch seinen zurückhaltenden Umgang mit Treibstoff. Bei einem Mix aus flotten Landstraßentouren und ebensolchen Autobahnabschnitten zeigte der Bordcomputer einen Verbrauch von fünf Litern an, und damit 0,7 Liter mehr als der Normwert. Der große Diesel kostet ab 24.990 Euro. Alternativ übernimmt auch hier ein DSG das Schalten. Der Selbstzünder kommt nächstes Jahr noch als sparsamer 48-Volt-Diesel-Mildhybrid auf den Markt. Mit dem Kombi ist die Familienplanung übrigens noch nicht abgeschlossen. Nur in der höchsten Ausstattungslinie und mit den Topmotorisierungen folgt 2019 der ProCeed genannte Shooting-Brake. Hier steht nicht die optimale Kofferraumnutzung im Vordergrund, sondern der Trend zur schräg abfallenden und modisch schicken Dachlinie. Vermutlich setzen die Kia-Designer noch einen weiteren Trend um und bringen eine weitere Karosserievariante des Kompaktmodells: einen SUV. Kia Ceed Sportswagon - Technische Daten: Fünftüriger, fünfsitziger Kompaktwagen, Länge: 4,60 Meter, Breite: 1,80 Meter (mit Außenspiegeln: 2,04 Meter), Höhe: 1,45 Meter, Radstand: 2,65 Meter, Kofferraumvolumen: 625 – 1.694 Liter Benziner 1,4-Liter-Vierzylinderbenziner, 74 kW/100 PS, maximales Drehmoment: 134 Nm bei 3.500 U/min, Vmax: 183 km/h, 0-100 km/h in 12,9 s, Normverbrauch: 6,4 l/100 km, CO2-Ausstoß: 145 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-temp, Effizienzklasse: C, Preis: ab 16.990 Euro 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner, 88 kW/120 PS, maximales Drehmoment: 172 Nm bei 1.500 - 4.000 U/min, Vmax: 190 km/h, 0-100 km/h in 11,3 s, Normverbrauch: 5,5 l/100 km, CO2-Ausstoß: 126 g/km, Euro 6d-temp, Effizienzklasse: B, Preis: ab 20.090 Euro 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner, 103 kW/140 PS, maximales Drehmoment: 242 Nm bei 1.500 - 3.200 U/min, Vmax: 210 (206) km/h, 0-100 km/h in 9,1 (9,4) s, Normverbrauch: 5,9 (5,7) l/100 km, CO2-Ausstoß: 135 (129) g/km, Abgasnorm: Euro 6d-temp, Effizienzklasse: B, Preis: ab 23.090 (24.690) Euro Werte in ( ) Siebengang-DSG Diesel 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel, 85 kW/115 PS, maximales Drehmoment: 280 Nm bei 1.500 - 2.750 U/min, Vmax: 192 km/h, 0-100 km/h in 11,1 s, Normverbrauch: 4,0 l/100 km, CO2-Ausstoß: 104 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-temp, Effizienzklasse: A+, Preis: ab 22.490 Euro 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel, 100 kW/136 PS, maximales Drehmoment: 280 Nm bei 1.500 – 3.000 U/min, Sechsgang-Schaltgetriebe, Vmax: 200 km/h, 0-100 km/h in 10,8 s, Normverbrauch: 4,3 l/100 km, CO2-Ausstoß: 111 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-temp, Effizienzklasse: A+, Preis: ab 24.990 Euro 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel, 100 kW/136 PS, maximales Drehmoment: 320 Nm bei 2.000 – 2.250 U/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Vmax: 200 km/h, 0-100 km/h in 11,8 s, Normverbrauch: 4,3 l/100 km, CO2-Ausstoß: 111 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-temp, Effizienzklasse: A+, Preis: ab 26.590 Euro Kia Ceed Sportswagon - Kurzcharakteristik: Warum: ein richtiger Kombi mit viel Platz Warum nicht: man benötigt nicht so viel Platz Was sonst: VW Golf Variant, Skoda Octavia Combi; Opel Astra Sports Tourer, Renault Mégane Grandtour Wann kommt er: seit Ende September erhältlich