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Jetzt auch für Sieben

30.05.2018 - Für Amerika hat Lexus den RX gestreckt, doch der Siebensitzer kommt auch nach Deutschland. Die dritte Reihe ist allerdings für Kinder reserviert.

  • Für Amerika hat Lexus den RX gestreckt, doch der Siebensitzer kommt auch nach Deutschland ©

    Für Amerika hat Lexus den RX gestreckt, doch der Siebensitzer kommt auch nach Deutschland © Lexus

  • Die Entscheidung für den Motor nimmt Lexus den Kunden der Langversion ab: Sie ist ausschließlich in der Hybrid-Version 450h erhältlich ©

    Die Entscheidung für den Motor nimmt Lexus den Kunden der Langversion ab: Sie ist ausschließlich in der Hybrid-Version 450h erhältlich © Lexus

  • Die Hybrid-Technik ist bekannt: Ein 3,5-Liter-V6-Benziner wuchtet 193 kW/262 PS auf die Kurbelwelle, die E-Motoren werfen 123 kW/167 PS (vorn) und 50 kW/68 PS (hinten) in die Waagschale ©

    Die Hybrid-Technik ist bekannt: Ein 3,5-Liter-V6-Benziner wuchtet 193 kW/262 PS auf die Kurbelwelle, die E-Motoren werfen 123 kW/167 PS (vorn) und 50 kW/68 PS (hinten) in die Waagschale © Lexus

  • Was man dafür bekommt? Elf Zentimeter mehr Länge (jetzt glatte fünf Meter), die allein dem gewachsenen hinteren Überhang zu verdanken sind, und zwei zusätzliche Plätze im Fond ©

    Was man dafür bekommt? Elf Zentimeter mehr Länge (jetzt glatte fünf Meter), die allein dem gewachsenen hinteren Überhang zu verdanken sind, und zwei zusätzliche Plätze im Fond © Lexus

  • Der RX L steht ab 67.000 Euro bei den deutschen Händlern ©

    Der RX L steht ab 67.000 Euro bei den deutschen Händlern © Lexus

  • Head-up-Display, das große Infotainment-System mit dem etwas umständlichen Joystick auf dem Mitteltunnel, High-End-Soundystem, LED-Licht oder Rund-um-Assistenten gibt’s auch im RX L ©

    Head-up-Display, das große Infotainment-System mit dem etwas umständlichen Joystick auf dem Mitteltunnel, High-End-Soundystem, LED-Licht oder Rund-um-Assistenten gibt’s auch im RX L © Lexus

  • Per Knopfdruck klappen die zusätzlichen Plätze aus dem Kofferraumboden aus oder ein ©

    Per Knopfdruck klappen die zusätzlichen Plätze aus dem Kofferraumboden aus oder ein © Lexus

  • Bis zu 1.656 Liter passen hinter die elektrisch betätigte Heckklappe, wenn man alle Sitze in den Reihen zwei und drei flach legt ©

    Bis zu 1.656 Liter passen hinter die elektrisch betätigte Heckklappe, wenn man alle Sitze in den Reihen zwei und drei flach legt © Lexus

Mit gerade mal dreitausend jährlich verkauften Fahrzeugen fristet Lexus hierzulande immer noch ein Nischendasein, in den USA dagegen spielt Toyotas-Nobeltochter mit deutlich über 300.000 Einheiten pro Jahr in einer Liga mit den deutschen Premium-Marken. Kein Wunder also, dass die Japaner die Wünsche der US-Kundschaft ernst nehmen – dazu gehören sieben Sitze. Die gibt es bereits in den bei uns nicht erhältlichen SUV GX und LX und ab sofort auch in der Langversion des RX. Der RX L findet auch den Weg über den großen Teich und steht ab 67.000 Euro bei den deutschen Händlern.

Gegenüber der Kurzversion beträgt der Aufschlag auf den ersten Blick gut achttausend Euro, allerdings fährt das Standard-Modell in der Basis mit Stoffsitzen vor, der Siebensitzer immer mit Leder-Gestühl und mit einer besseren Audio-Anlage. In den beiden höheren Ausstattungen Executive und Luxury sinkt der Aufschlag auf rund 3.500 Euro. Was man dafür bekommt? Elf Zentimeter mehr Länge (jetzt glatte fünf Meter), die allein dem gewachsenen hinteren Überhang zu verdanken sind, und zwei zusätzliche Plätze im Fond, die per Knopfdruck aus dem Kofferraumboden ausklappen oder dort wieder verschwinden. Wirklich viel Platz bieten die Extra-Sitze allerdings nicht, auch im Lexus RX L sind sie vor allem für Kinder vorgesehen. Immerhin: Um etwas mehr Kopffreiheit zu gewinnen, verläuft das Heck nicht ganz so schräg wie bei der Kurzversion und die Plätze in Reihe zwei sind etwas höher montiert als üblich, damit die Drittbänkler die Füße unterbringen.

Für den Einstieg nach ganz hinten lassen sich die Sessel in Reihe zwei vorschieben und umklappen, ein bisschen artistisches Talent schadet aber trotzdem nicht, um sich durch die enge Lücke zu zwängen. Wer keine Gäste an Bord hat, kann sich in der Langversion über etwas mehr Stauraum freuen: Bis zu 1.656 Liter passen hinter die elektrisch betätigte Heckklappe, wenn man alle Sitze in den Reihen zwei und drei flach legt. Das sind 40 Liter mehr als beim kurzen RX. Sind dagegen alle Plätze besetzt, schrumpft das Ladevolumen auf 211 Liter.  

Die Entscheidung für den Motor nimmt Lexus den Kunden der Langversion ab: Sie ist ausschließlich in der Hybrid-Version 450h erhältlich, den Nur-Benziner reservieren die Japaner für den Kurzen. Die Hybrid-Technik ist bekannt: Ein 3,5-Liter-V6-Benziner wuchtet 193 kW/262 PS auf die Kurbelwelle, die E-Motoren werfen 123 kW/167 PS (vorn) und 50 kW/68 PS (hinten) in die Waagschale. Macht zusammen 230 kW/313 PS. Vom Benziner und vorderen E-Motor kommen jeweils 335 Newtonmeter Drehmoment, der Hinterachs-Antrieb steuert 139 Newtonmeter bei. Einfach zusammenzählen lassen sich die Werte zwar nicht, beim beherzten Tritt aufs Gaspedal merkt man aber, dass einiges an Kraft unter dem scharfkantigen Blech steckt. Allerdings müssen auch weit über zwei Tonnen bewegt werden, die in nicht weniger als acht Sekunden auf Tempo 100 schnellen. Erstaunlich: Die Höchstgeschwindigkeit ist bei der Langversion auf Tempo 180 beschränkt, der normale RX läuft 200 km/h. Lexus lässt allerdings durchblicken, dass sich das auch beim L noch ändern könnte.

Während die meisten neuen Teilzeit-Stromer inzwischen mit einer konventionellen Wandler-Automatik und als Plug-in kommen, setzt Lexus weiterhin auf ein stufenloses Getriebe, das den Verbrenner beim Beschleunigen zu hohen Drehzahlen zwingt, und verzichtet auf den Steckdosenanschluss. Zwar sprechen die Japaner vollmundig vom „selbstladenden Hybrid“, wirklich Stromern lässt sich mit der nur aus Rekuperation gewonnen Energie aber nicht – schon nach wenigen Metern springt der Verbrenner zur Unterstützung an. Auf den Verbrauch wirkt sich die E-Unterstützung trotzdem positiv aus: Wer den RX L normal bewegt, kommt mit acht bis neun Litern hin, legt man es drauf an, kann man auch eine fünf vor dem Komma schaffen – und damit den Normwert von 5,9 Litern einfahren.

Nicht nur der Antrieb des RX L ist identisch mit dem der Kurzversion, sondern auch das Fahrverhalten. Schließlich ist der Radstand unverändert und auch der L ist mehr Gleiter denn Sport-SUV. Und natürlich gibt es auch bei der Ausstattung keine Differenzen zwischen den Versionen: Head-up-Display, das große Infotainment-System mit dem etwas umständlichen Joystick auf dem Mitteltunnel, High-End-Soundystem, LED-Licht oder Rund-um-Assistenten gibt’s auch im RX L.

    

 

Lexus RX 450hL – Technische Daten
 
Fünftüriges, siebensitziges SUV der oberen Mittelklasse, Länge: 5,00 Meter, Breite: 1,90 Meter, Höhe: 1,70 Meter, Radstand: 2,79 Meter, Kofferraumvolumen: 211 bis 1.656 Liter
3,5-Liter-Sechszylinder-Benziner, 193 kW/262 PS, maximales Drehmoment: 335 Nm bei 4.600 U/min, E-Maschine vorn: 123 kW/167 PS, max. Drehmoment 335 Nm, E-Maschine hinten: 50 kW/68 PS, max. Drehmoment 139 Nm, Systemleistung: 230 kW/ 313 PS, 0-100 km/h: 8,0 s, Vmax: 180 km/h, Durchschnittsverbrauch: 5,9 Liter, CO2-Ausstoß: 136 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: A+
Preis: ab 67.000 Euro
 



Kurzcharakteristik:

Warum: Weil man damit auch die Kinder der Nachbarn noch mitnehmen kann.
Warum nicht: Weil die Kinder schnell größer werden, und Erwachsene in Reihe drei nicht wirklich sitzen können.
Was sonst: Audi Q7, Volvo XC90, Tesla Model X, BMW X5

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