Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Ein bisschen mehr Power

04.02.2019 - Nissan schärft seinen kleinsten Modellvertreter Micra nach. Es gibt mehr Leistung und etwas weniger Verbrauch plus Automatik auf Wunsch.

  • Nissan hat den Micra überarbeitet ©

    Nissan hat den Micra überarbeitet © Nissan

  • Auch ein CVT ist zu haben ©

    Auch ein CVT ist zu haben © Nissan

  • Innen tritt der Nissan frisch auf ©

    Innen tritt der Nissan frisch auf © Nissan

  • Der Kofferraum ist klassentypisch klein ©

    Der Kofferraum ist klassentypisch klein © Nissan

  • Zwei Turbos gibt es für den Kleinwagen ©

    Zwei Turbos gibt es für den Kleinwagen © Nissan

SP-X/Lissabon. Diesel beim Kleinwagen? Da wird es künftig eng – nicht mehr zu finden in der Micra-Preisliste. Stattdessen starten jene Nissan Micra mit den aufgeladenen 0,9-Liter-Dreizylinder-Benzinern jetzt mit 74 kW/100 PS (statt vormals 90 PS), auf Wunsch lassen sich auch 86 kW/117 PS generieren, wenn es der Direkteinspritzer sein soll – damit satteln die Japaner propere 27 Pferdchen drauf beim Topmodell. Sparfüchse, die ohnehin wenig fahren, bekommen für 11.990 Euro noch immer den 52 kW/71 PS starken Saugmotor. Für den Turbo-Saugrohreinspritzer IG-T 100 werden mindestens 15.390 Euro fällig, während der DIG-T 117 schon wenigstens 18.190 Euro erfordert.18.390 Euro werden fällig, wenn der 100 PS starke Turbo sein Drehmoment an ein stufenloses Automatikgetriebe weiterreicht. Wofür man sich auch entscheiden mag – die Verbräuche (NEFZ) rangieren zwischen 4,5 und 5 Litern, am Kraftstoffkonsum dürfte die Micra-Wahl also kaum entschieden werden.

Wer keine Lust auf manuelles Schalten hat, ist quasi auf die 100 PS-Variante abonniert – und die reicht völlig aus. Beim CVT gibt es jetzt fest programmierte Übersetzungswerte, von denen der Automat in der Regel nicht abweicht. Drückt man das Pedal also nieder, verharrt der durchaus charakteristisch sirrende Dreizylinder nicht wie von diesem System sonst bekannt vor dem Drehzahlende, sondern geht mit den Touren herunter, wenn das Getriebe gleich einen Sprung im Übersetzungswert macht.

Ob der Aufpreis für die 17 Pferde mehr lohnt, entscheidet womöglich der optische oder haptische Geschmack. Wer beispielsweise die mindestens 19.900 Euro teure „N-Sport“-Ausführung haben will, kommt nicht um den stärkeren Direkteinspritzer herum, der mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe kombiniert wird. Das in diesem Fall mit Alcantara bezogene Armaturenbrett verleiht dem Stadtflitzer einen gewissen Chic. Ein bisschen Carbon hier, das unten flache Lenkrad dort – zusammen mit dem schwarzen Dachhimmel macht der sportliche Micra Appetit. Eine Ausfahrt mit dem ohnehin schon keck gezeichneten Japaner bringt durchaus Fahrspaß. Der aufgeladene Otto zerrt kräftig an den Vorderrädern, sobald die Abgasturbinen ihre Arbeit aufgenommen haben, um das Viermeter-Vehikel antriebstechnisch zum Vollwerter zu machen. Und dank direkter Lenkung erscheint der Kleine zudem auch in Kehren recht fahraktiv.

Selbstverständlich muss man in heutigen Vertretern des so genannten B-Segments platztechnisch nicht mehr darben. Vorn kommen sich zwei durchschnittlich gewachsene Passagiere keineswegs in die Quere, und sofern kein Zweimeter-Riese platzgenommen hat, sind selbst längere Strecken im Fond kein Problem.

Als kleiner Hinweis an die jüngere Generation sei versichert, dass der Nissan zumindest die wesentlichen Merkmale einer digitalen Grundversorgung beherrscht. Auf dem hinreichend großen und ordentlich aufgelösten Bordmonitor laufen sowohl diverse Smartphone-Integrationen wie Apple CarPlay und Android Auto plus eine etwas teurere werksinterne Lösung, die zwar ähnlich gut navigiert, es aber auch dann tut, wenn die Handyversionen wegen der mangelnden Serviceabdeckung ihren Dienst quittieren.

Als Schlusswort sei gesagt, dass die jetzt etwas bissigeren Motoren natürlich die derzeit bestmögliche Abgasnorm Euro 6d-Temp erfüllen, das geht ja auch nicht anders. Allerlei Assistenten inklusive Spurhaltekontrolle und Autonombremsung gibt es gegen 500 Euro Aufpreis. Insofern kann man mit dem Nissan Micra beruhigt, komfortabel wie sicher und dank schickem Design (Zweifarblackierungen sind möglich) gut angezogen in die Zukunft fahren.

Nissan Micra – Technische Daten:
Kleinwagen, Länge: 4,00 Meter, Breite: 1,73 Meter, Höhe: 1,46 Meter, Radstand: 2,53 Meter, Kofferraumvolumen: 300 bis 1.004 Liter.

Nissan Micra IG-T 100 Xtronic: 0,9-Liter-Dreizylinder-Turbomotor, stufenloses Automatikgetriebe, 74 kW/100 PS, maximales Drehmoment: 144 Nm bei 2.000 U/min, 0-100 km/h: 13 s, Vmax: 177 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,9 Liter, CO2-Ausstoß: 111 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-TEMP, Effizienzklasse: B, Preis: ab 18.390 Euro

Nissan Micra DIG-T 117: 0,9-Liter-Dreizylinder-Turbomotor mit Direkteinspritzung, Sechsgang-Schaltgetriebe, 86 kW/117 PS, maximales Drehmoment: 200 Nm bei 1.750 bis 3.750 U/min, 0-100 km/h: 9.9 s, Vmax: 195 km/h, Durchschnittsverbrauch: 5,0 Liter, CO2-Ausstoß: 114 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-TEMP, Effizienzklasse: B, Preis: ab 18.190 Euro

Nissan Micra – Kurzcharakteristik:
Warum: Mit den neuen Motoren rollt der ohnehin schon keck gezeichnete Kleinwagen nachgeschärft an den Start, der N-Sport ist cool
Warum nicht: Für Fans echter Hot-Hatches findet sich derzeit kein passender Motor
Was sonst: Ford Fiesta, Volkswagen Polo, Renault Clio, Peugeot 208, Kia Rio, Seat Ibiza, Toyota Yaris
Wann: sofort, Automat kommt mit wenigen Wochen Verzögerung

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren