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Brasilien nun das Land mit den zweitmeisten Corona-Toten

13.06.2020 - Die offiziellen Corona-Zahlen im größten Land in Lateinamerika steigen rasant - und die tatsächlichen dürften noch weitaus höher liegen. Dennoch werden vielerorts die Maßnahmen gelocker. Wissenschaftler sind besorgt.

  • Protestaktion am berühmten Copacabana-Strand in Rio de Janeiro: Eine NGO hat Grabkreuze und brasilianische Flaggen aufgestellt. Foto: Ellan Lustosa/ZUMA Wire/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Protestaktion am berühmten Copacabana-Strand in Rio de Janeiro: Eine NGO hat Grabkreuze und brasilianische Flaggen aufgestellt. Foto: Ellan Lustosa/ZUMA Wire/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Brasilien ist nun das Land mit den zweitmeisten Corona-Toten weltweit. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, sind in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas weitere 909 Patienten innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Damit stieg die Zahl der Corona-Toten in Brasilien bis zum Freitagabend (Ortszeit) auf 41.828. Das Land überholte damit Großbritannien. 828.810 Menschen haben sich in Brasilien mit dem Virus infiziert.

Laut der Johns-Hopkins-Universität verzeichnet nur die USA mehr Tote im Zusammenhang mit Sars-CoV-2. Dort starben 114.600 Menschen. In Großbritannien gab es laut Johns-Hopkins-Universität 41.566 mit Sars-CoV-2 infizierte Todesopfer. Die tatsächliche Zahl in Brasilien dürfte weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass mindestens siebenmal so viele Menschen infiziert sind wie bislang bekannt. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 mal so groß wie Deutschland. Die Zahl der Corona-Toten in Brasilien ist zuletzt so schnell gestiegen, dass das Land innerhalb von zwei Wochen von Platz fünf auf Platz zwei der am meisten betroffenen Länder sprang. Zuletzt wurden jeweils rund 1000 neue Todesopfer am Tag registriert. Dennoch werden vielerorts Maßnahmen gelockert, Geschäfte und Strände sind inzwischen wieder geöffnet. Vor Einkaufszentren in São Paulo bildeten sich lange Schlangen. In Rio de Janeiro erinnerte der Alltag schon fast wieder an die Zeiten vor der Pandemie. Viele Menschen sind als Schuhputzer, Müllsammler, fliegende Händler und Tagelöhner beschäftigt und können es sich oft nicht leisten, zu Hause zu bleiben. Präsident Jair Bolsonaro stiftete zudem Chaos und Verwirrung über die Auswirkungen des Coronavirus, weil er die Krankheit Covid-19 zu Beginn als «kleine Grippe» verharmloste. Viele Menschen nahmen die Pandemie daher nicht sonderlich ernst - und strömten auch am ersten Tag des Lockdowns in Belém auf den traditionellen Markt.

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