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DFeB-Sportdirektor kritisiert Medien: «Sehr grenzwertig»

21.07.2019 - Der Deutsche Fechter-Bund verteidigt die Bilanz im WM-Einzel. Sportdirektor Sven Ressel kritisiert vor den Gefechten um die Mannschafts-Medaillen die Berichterstattung.

  • Die Fecht-WM findet derzeit in Budapest statt. Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Fecht-WM findet derzeit in Budapest statt. Foto: Marius Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sportdirektor Sven Ressel vom Deutschen Fechter-Bund hat nach Ende der Einzel-Wettkämpfe der WM in Budapest die Berichterstattung über die deutschen Starter deutlich kritisiert.

«Dass nach ein, zwei Tagen der Fechtsport wieder negativ dargestellt wird, ärgert mich maßlos», sagte Ressel der dpa: «Wir haben es hier mit Menschen zu tun, mit Athleten, die alles dafür geben. Und wenn ich nach einem Tag schon lesen muss, dass wir ohne Medaillen geblieben sind, und im Grunde darauf eingeschlagen wird, dann halte ich das für sehr, sehr grenzwertig.»

Wie im vergangenen Jahr im chinesischen Wuxi waren die Einzel-Entscheidungen am Samstag ohne deutsche Beteiligung zu Ende gegangen. Der EM-Dritte Max Hartung hatte mit dem Säbel am Donnerstag Platz sechs und damit das beste deutsche Ergebnis erreicht. Zehn der 24 Athletinnen und Athleten aus Deutschland waren in der Vorrunde gescheitert.

«Es wird von außen immer sehr viel hineingetragen», sagte Ressel. «Das ist nicht förderlich für die Athleten, dass sie permanent von außen diese negative Stimmung bekommen.» Medaillen seien «nicht alles, Top-Platzierungen sind auch sehr gut. Es erreichen von teilweise 250 Teilnehmern nur drei eine Einzel-Medaille, das muss man sich auch mal vor Augen führen. Nicht immer nur die Medaillen zählen. Klar wollen wir auch wieder in die Medaillenränge - aber wenn unsere Athleten regelmäßig negative Schlagzeilen lesen, hilft das auch nicht.»

Die letzte WM-Medaille für den über Jahrzehnte erfolgsverwöhnten  Verband hatte Degenfechter Richard Schmidt 2017 in Leipzig gewonnen (Bronze). Die 2019er-Bilanz verbessern könnten bis Dienstag noch die Mannschaften. Heute kämpfen die Säbelfechter im Team um Medaillen, das deutsche Quartett um Hartung ficht um 11.00 Uhr im Viertelfinale zunächst gegen Russland. Im Halbfinale könnte es zum Gefecht gegen Spitzenreiter und Titelverteidiger Südkorea kommen, der zunächst gegen Rumänien antritt.

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