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Australien: Lebensgefährliche Buschbrände auch in Queensland

13.11.2019 - Aus einem Strandort an Australiens Ostküste bleibt nur das Meer als Fluchtweg. Ein Löschhubschrauber stürzt ab. Vor den Toren Sydneys brennt es weiter. Und Kontrolle über die Flammen zu bekommen, könnte Monate dauern.

  • Buschbrände halten die Bundesstaaten New South Wales und Queensland seit Oktober in Atem, beide Regionen haben den Notstand ausgerufen. Foto: Dean Lewins/AAP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Buschbrände halten die Bundesstaaten New South Wales und Queensland seit Oktober in Atem, beide Regionen haben den Notstand ausgerufen. Foto: Dean Lewins/AAP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Dunkle Rauchwolken steigen über einem Gebiet außerhalb von Nana Glen auf. Foto: Dan Peled/AAP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dunkle Rauchwolken steigen über einem Gebiet außerhalb von Nana Glen auf. Foto: Dan Peled/AAP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Feuerwehrleute kämpfen gegen die Buschfeuer in der Nähe von Coffs Harbour an. Foto: Dan Peled/AAP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Feuerwehrleute kämpfen gegen die Buschfeuer in der Nähe von Coffs Harbour an. Foto: Dan Peled/AAP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Überreste von ausgebrannten Autos und eines Hauses außerhalb von Glenreagh zwischen Sydney und Brisbane. Foto: Dan Peled/AAP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Überreste von ausgebrannten Autos und eines Hauses außerhalb von Glenreagh zwischen Sydney und Brisbane. Foto: Dan Peled/AAP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Rauchschleier der verheerenden Buschfeuer liegen über dem Opernhaus von Sydney. Foto: Mette Estep/NTB Scanpix/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rauchschleier der verheerenden Buschfeuer liegen über dem Opernhaus von Sydney. Foto: Mette Estep/NTB Scanpix/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Das Videostandbild zeigt dichten Rauch über einem Waldstück nahe Wollemi. Foto: Uncredited/Australian Broadcasting Corporation/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Videostandbild zeigt dichten Rauch über einem Waldstück nahe Wollemi. Foto: Uncredited/Australian Broadcasting Corporation/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Der beliebte Aussichtspunkt «Three Sisters» in den Blue Mountains bei Sydney ist von Rauch umgeben. Foto: Joel Carrett/AAP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der beliebte Aussichtspunkt «Three Sisters» in den Blue Mountains bei Sydney ist von Rauch umgeben. Foto: Joel Carrett/AAP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Feuerwehrleute beobachten im australischen Bundesstaat New South Wales die aus einem Waldgebiet aufsteigenden Rauchwolken. Foto: Darren Pateman/AAP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Feuerwehrleute beobachten im australischen Bundesstaat New South Wales die aus einem Waldgebiet aufsteigenden Rauchwolken. Foto: Darren Pateman/AAP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wegen der gefährlichen Buschfeuer in Australien haben die Behörden am Mittwoch in vielen Gemeinden an der auch bei Touristen beliebten Ostküste Evakuierungen angeordnet.

Die höchste Warnstufe der Feuerwehrbehörde, die zum sofortigen Verlassen der Gegend auffordert, galt etwa für Noosa North Shore, einem Strandort rund 150 Kilometer nördlich von Brisbane, der Hauptstadt des Bundesstaates Queensland. Das Feuer loderte Behörden zufolge weniger als einen Kilometer entfernt von einem Campingplatz an der Küste. Der einzige Ausweg führt demnach über das Meer - die Menschen dort sollten sich per Fähre in Sicherheit bringen, solange sie noch könnten.

Ebenfalls in Queensland verunglückte ein Löschhubschrauber beim Einsatz gegen Buschbrände in Pechey ab, wie der australische Sender ABC berichtete. Den Angaben nach überlebte der Pilot den Absturz mit leichten Verletzungen. Auch in Pechey galt der Aufruf zur sofortigen Räumung. In ganz Queensland brannten am Mittwoch vier Buschfeuer als Notfall auf höchster Gefahrenstufe, darunter jenes in Noosa.

Buschbrände halten Australiens Bundesstaaten New South Wales und Queensland seit Oktober in Atem, beide Regionen haben den Notstand ausgerufen. Laut Schätzungen der Feuerwehren wurden im Osten des Kontinentstaats bereits über 1,1 Millionen Hektar Land in Mitleidenschaft gezogen. In New South Wales tobten am Mittwoch rund 70 Brände, von denen 50 laut Behörden eingedämmt werden konnten.

Seit vergangener Woche wurden den Behörden zufolge bereits 300 Häuser von Feuern beschädigt oder zerstört. Auch Prominente blieben nicht verschont: Der Hollywood-Schauspieler Russell Crowe twitterte, das Feuer habe einige Gebäude seiner Farm in Nana Glen bei Coffs Harbour beschädigt, den Pferden und anderen Tieren gehe es aber gut.

Bedroht war auch der Großraum Sydney, wo Brände in mehreren Randbezirken der Metropole aufflammten. Am Dienstag hatten Rauchwolken die Stadt eingehüllt. Nachdem der Wind in der Nacht gedreht hatte, war der Himmel am Mittwoch blau. Im Bundesstaat New South Wales blieben wie am Vortag viele Schulen wegen der Brände geschlossen.

Auch im benachbarten Queensland haben die Wetterbedingungen mit heißen und starken Winden in trockener Landschaft eine massive Brandgefahr geschaffen. In Australien ist noch Frühling, in Sydney herrschen aber mitunter bereits hochsommerliche Temperaturen. Man werde Monate brauchen, um alle Brände unter Kontrolle zu bringen, hieß es von der Feuerwehrbehörde - es sei denn, es setze bald ausgiebiger Regen ein. Danach sieht es bislang nicht aus.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Klimawandel das Problem der Buschbrände in Australien verstärkt. Unter Landespolitikern sorgte das Thema für Streit. Diskussionen darüber, inwieweit eine «grünere» Politik den Feuern Einhalt bieten könnte, hatte Premierminister Scott Morrison am Dienstag als «nicht hilfreich» bezeichnet. Das letzte, was die Bevölkerung in der Krise brauche, sei das Geschrei von Politikern gegeneinander.

Zudem sollen Mitarbeiter des Planungs- und Umweltministeriums von New South Wales von der Regierungspressestelle per Mail den Rat erhalten haben, auf einer Konferenz keinen Zusammenhang zwischen Buschfeuern und Klimawandel zu diskutieren, wie die Zeitung «Guardian» am Mittwoch berichtete. Thema des Forums am Dienstag war, wie der Bundesstaat den Folgen des Klimawandels begegnen kann - weshalb die E-Mail bei vielen Empfängern Irritation hinterließ.

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