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Auf was bei E-Motorroller zu achten ist

16.02.2021 - Ob trotz oder wegen Corona, fest steht: Elektro-Roller boomen. Manchem ein Spaßgefährt für die Freizeit, für viele Pendler aber ein veritabler Autoersatz - worauf sollten Sie beim Kauf achten?

  • Rad an Rad an Rad: Elektroroller erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rad an Rad an Rad: Elektroroller erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • «Wechselstrom»: Die Energieversorgung kann aufgestockt und flexibler gestaltet werden, wenn die Akkus herausnehmbar sind. Foto: Henning Kaiser/dpa/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    «Wechselstrom»: Die Energieversorgung kann aufgestockt und flexibler gestaltet werden, wenn die Akkus herausnehmbar sind. Foto: Henning Kaiser/dpa/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Flinke Flitzer mit grünem Flair: Elektrische Motorroller fahren lokal emissionslos und sind im Vergleich zu ihren Brüdern mit Benzinmotor leiser. Foto: Armin Weigel/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Flinke Flitzer mit grünem Flair: Elektrische Motorroller fahren lokal emissionslos und sind im Vergleich zu ihren Brüdern mit Benzinmotor leiser. Foto: Armin Weigel/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zweiräder boomen. Aber nicht nur Fahrräder, sondern auch Motorräder und Motorroller erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Das gilt auch für die Roller unter Strom. «Der Trend zum Elektroroller ist schon seit vier, fünf Jahren zu erkennen», sagt Constantin Hack.

«Das liegt nicht zuletzt daran, dass diese Roller, die meist aus China kommen, immer billiger angeboten werden, da die Technik im Vergleich zu einem konventionellen Motorroller mit Verbrenner deutlich simpler ist». Entsprechend seien Fahrzeuge von Marken wie Niu oder Unu in der Regel auch zuverlässig, so der Technik-Fachmann beim Auto Club Europa (ACE).

Alternative zum Auto

Für Michael Lenzen taugen Elektroroller gar als Alternative zum Auto oder dem Öffentlichen Personennahverkehr. Das zunehmend wachsende Angebot an E-Rollern teile sich in verschiedene Kategorien auf: «Da sind zunächst die E-Roller bis 25 km/h, die ab 15 Jahren mit Mofa-Führerschein gefahren werden dürfen», erklärt der Vorsitzende des Bundesverbandes der Motorradfahrer. E-Roller bis 45 km/h seien mit dem Pkw-Führerschein erlaubt.

«Ansonsten ist ein Moped-Führerschein erforderlich, der ab 16 Jahren gemacht werden kann», sagt Lenzen. Diese kämen vor allem für die Stadt in Frage. E-Roller, die bis zu 80 km/h schnell sind und den Führerschein Klasse A1 erfordern, hält Lenzen auch geeignet für größere Distanzen. «Und für Roller, die 100 km/h und schneller sind, gilt das erst recht. Hier ist aber der Motorradführerschein erforderlich».

Wie weit will ich eigentlich kommen?

Faktoren, die den Kauf bestimmen, sind in erster Linie Reichweite und Zuladung . «Die Reichweite ist von der Größe und Kapazität der Batterie abhängig, bei Rollern bis 45 km/h liegen sie zwischen 40 und 80 Kilometern, was in den meisten Fällen für den Weg zur Arbeit und zurück reichen sollte», sagt Lenzen, der in Sachen Zuladung zudem rät: «Wer mit zwei Personen unterwegs sein will, darf nicht nur auf das Platzangebot schauen, sondern muss auch die erlaubte Zuladung im Auge haben». Die falle wegen des durch den Akku bedingten höheren Grundgewichts geringer aus als bei einem vergleichbaren Roller mit Verbrennungsmotor. Bei den Reichweitenangaben ist darauf zu achten, dass die Angaben im Alltag nicht zwingend erreicht werden.

André Lang rät grundsätzlich zu einem Modell mit herausnehmbaren Akku. «Wenn ich keine Lademöglichkeit in der Garage, am Wohnhaus oder am Arbeitsplatz habe, bin ich bei einem fest verbauten Akku bezüglich der Lademöglichkeiten stark eingeschränkt». Zudem biete ein Plug-and-Play-Akku die Möglichkeit, die Reichweite zu steigern, indem man einen zweiten Akku im gegebenenfalls vorhandenen Batterie- oder im Helm-Fach transportiere, gibt der Sicherheitsexperte vom Institut für Zweiradsicherheit (ifz), zu bedenken.

Die großen «tanken» wie die E-Autos

Die größeren E-Roller dagegen bieten, ähnlich wie beim Elektro-Motorrad, oftmals kein Plug-and-Play. «Zum einen ist hier der Akku entsprechend der höheren Reichweite deutlich schwerer und damit unhandlicher. Zum anderen ist er so verbaut, dass er Teil der Gesamtstruktur des Fahrzeugs ist», so Lenzen.

Während der Akku beim 45 km/h-Roller überspitzt gesagt im Helm-Fach untergebracht sei, spiele sein Sitz im großen, PS-starken Zweirad eine wichtige Rolle für die Fahrdynamik. «Ausgeglichen wird dieser Nachteil aber dadurch, dass große Elektro-Roller wie -Motorräder dank eines höheren Ladestroms und eines anderen Steckers an den Ladesäulen aufgeladen werden können, an denen auch E-Autos tanken», weiß Lenzen. Und das wiederum verkürze die Ladezeit deutlich.

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