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Vettel ohne perfekte Runde - Bottas auf Pole Position

27.04.2019 - Valtteri Bottas sichert sich in Baku spektakulär die Pole Position und düpiert die gesamte Konkurrenz. Während Sebastian Vettel keine perfekte Runde gelingt, setzt Charles Leclerc den zweiten Ferrari an die Mauer und muss am Ende in Aserbaidschan zuschauen.

  • Valtteri Bottas wird im Mercedes von der Pole Position starten. Foto: Sergei Grits/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Valtteri Bottas wird im Mercedes von der Pole Position starten. Foto: Sergei Grits/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Charles Leclerc verursachte in Baku einen Unfall. Foto: Sergei Grits/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Charles Leclerc verursachte in Baku einen Unfall. Foto: Sergei Grits/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Nico Hülkenberg wurde nur 18. in der Qualifikation. Foto: Sergei Grits/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Nico Hülkenberg wurde nur 18. in der Qualifikation. Foto: Sergei Grits/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sebastian Vettel ärgerte sich nach der nächsten verpassten Chance im WM-Kampf. «Ich bin nicht glücklich, weil unser Tempo vorher besser ausgesehen hatte und wir gerne zwei Autos da vorne gehabt hätten», sagte der viermalige Formel-1-Weltmeister.

In der chaotischen Qualifikation zum Großen Preis von Aserbaidschan wurde Vettel nur Dritter und musste den Mercedes-Piloten Valtteri Bottas und Lewis Hamilton die erste Startreihe überlassen. Ein folgenschwerer Unfall von Youngster Charles Leclerc machte einen enttäuschenden Nachmittag für Ferrari am Kaspischen Meer perfekt.

«Wir hatten eine bessere Session erwartet», sagte Vettel. In den Trainings zuvor hatte Leclerc die Bestzeiten gesetzt und der Hesse jeweils direkt dahinter gelegen. Doch der 21 Jahre alte Leclerc schied aus, nachdem er sich an der engsten Stelle des Kurses einen Fahrfehler leistete und in die Streckenbegrenzung krachte. Sein schwer beschädigter Wagen war nicht mehr fahrtüchtig. «Es lief eigentlich ganz gut. Dann war es mein Fehler. Ich werde stärker zurückkommen und im Rennen alles versuchen», sagte der Monegasse, der nur als Neunter in den vierten Grand Prix des Jahres geht.

Vettel klagte nach dem Ende des durch Unfälle in die Länge gezogenen Qualifyings über die ungewohnten Bedingungen. Die Strecke sei stark abgekühlt und habe es deutlich komplizierter gemacht. «Es war sehr schwierig für mich, die richtige Balance zu finden», sagte Vettel.

Während die Scuderia erneut bittere Momente erlebte, sind die Silberpfeile obenauf. Es hatte nicht so ausgesehen, als könnte das Weltmeisterteam auf dem kniffligen Stadtkurs mit den langen Geraden mit den Italienern mithalten. Doch der Finne Bottas sicherte sich vor Vorjahressieger Hamilton die beste Startposition. «Es ist perfekt für das Team, beide Autos dort zu haben», sagte Hamilton, der Bottas einen «fantastischen Job» attestierte. Der 29-Jährige setzte seine Bestzeit von 1:42,026 Minuten in letzter Sekunde. Für Bottas ist es die zweite Pole dieser Saison und die achte seiner Laufbahn.

Vettel will sich von seinem Platz in der zweiten Reihe neben dem Niederländer Max Verstappen im Red Bull aber nicht entmutigen lassen. «Wenn wir einen guten Start haben, dann hilft das. Es ist definitiv möglich, das noch umzudrehen», sagte Vettel mit Blick auf das Rennen in Baku, das er bislang noch nie gewinnen konnte: «Wir haben ein gutes Auto und ich denke, wir können uns noch davon erholen.»

In der WM-Gesamtwertung führt der britische Weltmeister Hamilton vor dem Showdown in Baku mit 68 Punkten knapp vor Bottas (62) und Verstappen (39). Vettel (37) ist vor Leclerc (36) nur Vierter.

Nico Hülkenberg hatte in seinem Renault keine Chance und schied als 18. schon im ersten K.o.-Durchgang aus. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts hatte der Pole Robert Kubica seinen Williams an der gleichen Stelle wie Leclerc an die Mauer gesetzt. Die anschließende Bergung des zerstörten Fahrzeugs und die Reparatur der Begrenzung sorgten für mehr als 30 Minuten Verzögerung.

Für Williams war es bereits der zweite schlimme Crash in Baku. Am Freitag hatte ein nicht ausreichend befestigter Gullydeckel den Unterboden des Autos von George Russell völlig zerstört. Der Brite hatte daran keine Schuld und blieb unverletzt.

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