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Gamerdingers Fußball-Kolumne

21.01.2019 - Bin ich froh, dass der Ball in der Fußball-Bundesliga seit Freitag wieder rollt. Da muss ich nicht mehr in die Glaskugel schauen, sondern wir können uns gemeinsam an ganz normalen Fakten orientieren, denn die Wahrheit liegt doch immer noch auf dem Platz, und die Tabelle lügt nicht!

  • Er hat noch lange nicht genug: Friedhelm Funkel feierte mit Fortuna Düsseldorf den vierten Sieg hintereinander. Zuvor hatte der Aufsteiger in den 14 Partien gerade mal neun Punkte geholt. © picture alliance / dpa / Elmar...

    Er hat noch lange nicht genug: Friedhelm Funkel feierte mit Fortuna Düsseldorf den vierten Sieg hintereinander. Zuvor hatte der Aufsteiger in den 14 Partien gerade mal neun Punkte geholt. © picture alliance / dpa / Elmar Kremser/SVEN SIMON

Schwindel erregende Bayern

Und weil das so ist, stehen die Dortmund-Jäger aus München auch völlig zu Recht mit 14 Punkten Vorsprung auf Hoffenheim auf Rang zwei der Tabelle. Das musste auch Julian Nagelsmann neidlos anerkennen, denn er konnte froh sein, dass es beim Rückrundenauftakt am Freitagabend zur Pause nur 0:2 stand. Sein Team hatte nämlich bis dahin unter akuten Schwindelanfällen zu leiden, weil die ständigen offensiven Positionswechsel der Bayern (Müller, Goretzka und Lewandowski taten sich da besonders hervor) die Hoffenheimer vor eine schier unlösbare Aufgabe stellten. Erst mit einer System-Umstellung nach der Pause bekamen die Hausherren besseren Zugriff im Mittelfeld und brachten die Partie fast noch zum kippen, auch weil Niko Kovac erst kurz vor Ende der Partie seine taktische Marschroute anpasste, so dass Robert Lewandowski kurz vor Schluss den Deckel drauf packen konnte.

Funkel feiert vierten Sieg in Folge

Kein neues Vertragsangebot, Tränen beim Trainer, Fanaufstand, Rolle rückwärts beim Vorstand, neuer Vertrag, vierter Sieg in Folge und zehn (!!!) Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz: So lautet die bewegende und beeindruckende Kurzgeschichte um Düsseldorfs Trainerveteranen Friedhelm Funkel (65). Es gibt wohl aktuell kaum ein besseres „lebendes“ Beispiel dafür, welche Kräfte ein freundschaftlicher Pakt zwischen Mannschaft und Trainer freisetzen kann. Dass Funkel in einer solchen Situation auch noch das Glück auf seiner Seite hat, ist quasi selbsterklärend, denn der in der 89. Minute eingewechselte Benito Raman sorgte in der gleichen Minute für den 1:2-Siegtreffer gegen allerdings bedenklich schwache Augsburger. Das waren auch die lediglich bemühten Nürnberger (1:3 gegen Hertha), die grottenschlechten Stutgarter (2:3 gegen Mainz) sowie Hannover 93 (s. nachstehend), und deshalb darf man sich in Düsseldorf auch berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen!

Überzeugender Minimalsieg

Sollte bis dato allgemein die Annahme gegolten haben, dass zu einem überzeugenden Sieg in der Regel mindestens zwei Tore Vorsprung gehören: Dem ist nicht so! Beim kleinen Nord-Derby in Hannover tat sich nämlich beim 1:0-Auswärtssieg der ambitionierten Bremer gegen die immer stärker abstiegsbedrohten 96er bereits ein Klassenunterschied auf. Ich kann mich kaum an ein Fußballspiel erinnern, in dem die überlegene Mannschaft (Werder) so, so viele Torchancen ungenutzt ließ. Ein Wunder, dass Max Kruse & Co. überhaupt als Sieger vom Platz gingen. Die Gesetzmäßigkeiten des Fußballs sehen das jedenfalls so nicht vor. Ob ein Ausgleichstreffer von 96-Keeper Michael Esser (wer sonst?) in der Nachspielzeit noch den Jonb von Trainer Andre Breitenreiter gerettet hätte, sei dahingestellt. Letzterer darf sich zumindest dafür auf die Schulter klopfen, eine stattliche Abfindungssumme in seinen Vertrag verhgandelt zu haben...

Bosz versprüht keine Herrlichkeit

Apropos Gesetzmäßigkeiten des Fußballs: Nachdem Heiko Herrlich nach zuletzt zwei Siegen in Folge in Leverkusen dennoch die Segel streichen musste, sollte nun mit dem zuletzt in Dortmund wenig erfolgreichen Peter Bosz der Aufbruch in bessere (Europapokal-)Zeiten in der BayArena starten. Doch trotz optischer Überlegenheit und positivem Auftreten gab es durch das Heim-0:1 für den Niederländer auch im neunten Bundesligaspiel in Folge keine Punkte. Das Bittere: Gegen den Champions-League-Aspiranten aus Gladbach wären das „Big Points“ gewesen. Waren es ja letztlich auch, aber nun eben für die Gladbacher!

Leipzig träumt

Die hätten auch gern die „Rasenballsportler“ aus Leipzig gegen den Spitzenreiter aus Dortmund eingeheimst, waren aber zu (Meisterschafts-) verträumt in die Partie gegen den BVB gegangen, verpennten quasi die erste halbe Stunde, in der Axel Witsel bereits den entscheidenden 1:0-Siegtreffer für die Borussia besorgte, und liefen ihrem Glück danach gegen abgezockte und glückliche Dortmunder vergebens nach. Damit kann RB den ganzen großen (Meisterschafts-)Traum ad acta legen und dürfte nun eher Alpträume haben, in denen der bärenstarke BVB-Keeper Roman Bürki eine Hauptrolle spielt.

Doppel-Schleudersitz

Träumen man darf man auch wieder beim FC Schalke 04 – und zwar von besseren Zeiten. Zumindest in der Bundesliga. Durch einen letztlich verdienten 2:1-Sieg (beide Treffer markierte der Italiener Daniel Caligiuri) gegen VfL Wolfsburg wurde der Anschluss an das untere Mittelfeld wieder hergestellt und der Schleudersitz von Coach Domenico Tedesco weiterhin in der Abschuss-Position gehalten. Könnte durchaus sein, dass es dort im Laufe der Woche einen Platzwechsel gibt, denn die Tage von Manager Christian Heidel dürften nach Dissonanzen und Diskrepanzen über die sportliche Marschroute soiwe die Personalauswahl mit S04-Macher Michael Tönnies ebenfalls gezählt sein.

Ich zähle jetzt auch – und zwar auf Sie, liebe Leser. Kommen Sie gut durch die Woche!

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