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Gamerdingers Fußball-Kolumne

24.12.2018 - Zu Abschluss der Bundesliga-Hinrunde haben uns die hochdotierten Profis aus Dortmund, Mönchengladbach, München und Frankfurt, aber auch die Leipziger und Bremer, noch einmal richtig verwöhnt. Wie ein entzückend verpacktes Weihnachtsgeschenk kamen die spielerischen Leistungen daher. Und die Tore schienen die fehlenden Schneeflocken zu ersetzen, denn mit durchschnittlich mehr als drei Treffern fehlte auch das berühmte Salz in der Suppe nicht. Na denn mal „Frohe Weihnachten!“

  • Der Mann der Hinrunde: Marco Reus wurde bei Borussia Dortmund überraschend zum Kapitän bestimmt und dankte es seinem Trainer Lucian Favre mit elf Saisontreffern. © picture alliance / dpa / Xinhua News

    Der Mann der Hinrunde: Marco Reus wurde bei Borussia Dortmund überraschend zum Kapitän bestimmt und dankte es seinem Trainer Lucian Favre mit elf Saisontreffern. © picture alliance / dpa / Xinhua News Agency

Fortunas Höhenflug

Schon in der Vorwoche hatte ich ja lobende Worte für Fortuna Düsseldorfs Coach Friedhelm Funkel in petto. Völlig zu Recht, wie sich im Laufe der Woche bis hin zum Samstag herausstellte, denn Friedhelm machte mit seinen zwischenzeitlich bereits als bundesligauntauglich abgestempelten Mannen seinem Namen alle Ehre. Denn die Fortuna fuhr in der Hinrunde abschließenden „Englischen Woche“ gleich neun Punkte (Freiburg, Dortmund, Hannover) ein, verabschiedete sich damit von den Abstiegsrängen und sorgte mit dieser schönen Bescherung für funkelnde Augen bei den Anhängern. Na denn mal „Frohe Weihnachten!“

Hannovers Sinkflug

Leidtragende des Düsseldorfers Höhenflugs waren vor allem die Akteure von Hannover 96, die sich eigentlich kurz vor Heiligabend selbst mit drei Punkten bescheren wollten, sich aber als gute Gastgeber erwiesen und der Fortuna die Punkte auf den Gabentisch packten. 96 hat ein echtes Qualitätsproblem und steuert aktuell im Sinkflug auf Kurs Liga 2. Das ist eigentlich auch wenig verwunderlich, wenn man berücksichtigt, dass mit dem Brasilianer Walace (gehört noch zu den Besseren) und Bobby Wood zwei Absteiger der Vorsaison (kamen vom HSV) für eine sportlich bessere Zukunft sorgen soll(t)en.

Turbulenzen im „Cockpit“

Doch neben den sportlichen Sorgen hat man in Hannover ein noch viel größeres Problem. Nämlich den im „Cockpit“ sitzenden Präsidenten Martin Kind. Sein autoritärer Führungsstil hat nicht nur für einen Dauerzwist mit großen Teilen der Anhängerschaft gesorgt, sondern auf Grund seiner an den Tag gelegten Sturheit im Kampf gegen die 50+1-Regel, die dafür Sorge tragen soll, dass der eingetragene Verein (e. V.) und nicht die Investoren das Sagen haben, verstößt der Klub aktuell nicht nur gegen Lizenzauflagen der Deutschen Fußball-Liga (DFL), sondern riskiert dadurch auch noch Sanktionen, die für die 96er unabsehbare Folgen haben könnten.

Kind vor Abflug

Die von Kind erwirkten Satzungsänderungen lassen nämlich dem Verein als „e. V.“ überhaupt  keine Möglichkeiten mehr, eigenständig über den ausgelagerten Profi-Bereich zu entscheiden. Der ungeliebte Präsi hat die  50+1-Regel also quasi außer Kraft gesetzt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die DFL – wie bereits durchklang - Hannover 96 im März keine neue Lizenz erteilen kann, will sie ihre Glaubwürdigkeit erhalten. Dass die Anhänger und Mitglieder des Traditionsvereins von der Leine da nicht tatenlos zuschauen werden, bedarf nicht allzu viel Phantasie. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung soll dafür sorgen, dass Martin Kind einen Abflug macht. Dem Vernehmen nach sind die dafür notwendigen mehr als 1000 Mitgliedsanträge in noch größerer Anzahl bereits auf dem Weg.  Irgendwie ja auch verständlich. Na denn mal „Frohe Weihnachten!“

Leverkusens Notlandung

Wenn ich eine Rute zu Weihnachten verschenken sollte, ich würde sie nach Leverkusen senden! Die dortigen Verantwortlichen um Rudi Völler und Sportdirektor Simon Rolfes haben sich diesen nämlich mit dem wohl unpassendsten Moment für eine Trainer-Entlassung redlich verdient. Nachdem man im Herbst beziehungsweise vor Saisonbeginn gleich zweimal die Möglichkeit einer Kursänderung in Sachen Trainer hätte wahrnehmen können, musste Heiko Herrlich nun nach zwei Siegen in Folge und deren vier aus den letzten fünf Spielen sowie dem souveränen Gruppensieg in der Europa League seinen Hut nehmen. Den Vorwurf, die Mannschaft würde den internen Ansprüchen nicht gerecht und hochtalentierte Spieler würden nicht weiterentwickelt, gab es nämlich schon seit mindestens einem Jahr immer mal wieder – zu Recht, wie ich finde. Doch die „richtigen“ Zeitpunkte für einen Wechsel auf dem Trainerstuhl wurden verpennt und verpasst. Vor allem deshalb kam es nach dem Sieg am Samstag gegen die Hertha aus Berlin zur unprofessionellsten Notlandung 2018.

Frohe Weihnachten

Deshalb wünsche ich neben Ihnen, liebe Leser, ganz besonders Heiko Herrlich: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein gesundes 2019! Und passen Sie auf, dass Sie beim Silvesterfeuerwerk nicht versehentlich eine Drohne mit Werder-Aufkleber abschießen, denn die benötigt man an der Weser noch...!

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