Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Augsburg entreißt Bayern Derbysieg - Süle am Knie verletzt

19.10.2019 - Mit einem klaren Sieg wollte sich der FC Bayern auf die wichtige Herbst-Phase in Bundesliga und Champions League einstimmen. Im Derby beim FC Augsburg aber ging vieles schief, den Sieg vergaben die Favoriten und verloren auch noch ihren Abwehrchef.

  • Augsburgs Florian Niederlechner (l) und Bayerns Lucas Hernandez liefern sich einen harten Schlagabtausch. Foto: Matthias Balk/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Augsburgs Florian Niederlechner (l) und Bayerns Lucas Hernandez liefern sich einen harten Schlagabtausch. Foto: Matthias Balk/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Als Thomas Müller nach dem Derby-Schock in Augsburg frustriert beim Auslaufen über den Rasen trabte, hatte Niklas Süle mit dick bandagiertem Knie das Stadion auf Krücken längst verlassen.

Nach diesem vermaledeiten Tag mit einem völlig unnötigen 2:2 (1:1) beim FC Augsburg war der FC Bayern restlos bedient. «Wir sind enttäuscht», sagte Trainer Niko Kovac zu der Partie, fügte aber sofort an, dass «das Schlimmste» nicht der verpasste Sieg sei. Viel härter wurde der Fußball-Rekordmeister von der schweren Verletzung von Abwehrchef Niklas Süle getroffen, der lange auszufallen droht.

«Das, was ich jetzt schon gehört habe, ist, dass das Kreuzband beschädigt ist», berichtete Kovac und ergänzte: «Jetzt müssen wir schauen, inwieweit noch andere Bereiche im Knie in Mitleidenschaft gezogen wurden.» Kreuzbandrisse im Fußball ziehen gewöhnlich Zwangspausen von mindestens einem halben Jahr nach sich. Zunächst war deshalb offen, ob gar Süles Teilnahme an der EM in Gefahr ist.

Dass neben der personellen Schreckensnachricht auch ein sportlicher Dämpfer eintrat, verdirbt den Münchnern zum Beginn eines intensiven Herbstes endgültig die Stimmung. Anstatt sich mit einem möglichen hohen Sieg für die Champions-League-Partie in Athen warmzuschießen, zeigten die Bayern eine Partie der vergebenen Chancen und wurden mit einem Last-Minute-Gegentreffer bestraft. In der Nachspielzeit traf der Augsburger Alfred Finnbogason zum Endstand.

Dabei hatte das Match für die Gäste schon schlecht begonnen, nach nur 27 Sekunden sorgte Marco Richter mit dem 1:0 vor 30.660 Zuschauern für ausgelassenen FCA-Jubel. Bayerns Torrekordler Robert Lewandowski, der als zweiter Bundesliga-Spieler nach Pierre-Emerick Aubameyang in jedem der ersten acht Saisonspiele mindestens ein Tor erzielte, glich per Kopf aus (14. Minute). Nationalspieler Serge Gnabry schoss den überlegenen, aber nicht überzeugenden Favoriten in Führung (49.).

«Das größte Problem ist die Chancenverwertung. Wir haben 15 Torchancen gehabt, aber wir machen die Tore nicht», haderte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic. «Die Art und Weise, wie wir vor dem Tor agieren, das ist einfach nicht gut und da müssen wir uns verbessern.» Dass just in der ersten Minute und kurz vor Schluss durch Unkonzentriertheiten die Gegentore fallen, das sei «nicht bayern-like», sagten sowohl Salihamidzic als auch Manuel Neuer. Der Torwart ergänzte, dass das «natürlich auch ein Kopfproblem ist.»

Ein weiterer Aufreger rückte nach der Partie fast ein wenig in den Hintergrund. Ur-Bayer Müller stand nämlich zum sechsten Mal in Serie nicht in der Startelf, kam erst in der Schlussphase aufs Feld und vergab in der Nachspielzeit eine große Chance zum entscheidenden 3:1. Öffentlich reden wollte der Weltmeister von 2014 danach nicht.

Dass ihm einmal mehr der Brasilianer Philippe Coutinho vorgezogen wurde, begründete Kovac vor Anpfiff bei Sky mit den Worten: «Wir leben in einer Leistungsgesellschaft.» Die Leistung auf dem Platz passte danach nur phasenweise. Bayern hatte zwar klar die Ballkontrolle, machte aber auch viele Fehler und vergab wichtige Chancen: Kurz vor der Pause traf Gnabry (39.) den Pfosten. «Wir hatten am Ende zwei fast hundertprozentige Chancen, wenn wir die machen, ist der Sack zu. So haben wir es vergeigt», sagte Gnabry.

Augsburg indes konnte nach zwei deprimierenden Niederlagen gegen Leverkusen (0:3) und Mönchengladbach (1:5) aufatmen, auch wenn Trainer Martin Schmidt klar resümierte: «Wir waren heute die glücklichere Mannschaft.» Der Punktgewinn bewahrte die Schwaben zumindest für eine Nacht vor dem Absturz in die Abstiegszone.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren