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Bundesliga verliert den Anschluss

11.12.2017 - Nach dem Aus des Trainers Peter Stöger beim 1.FC Köln am vergangenen Sonntag ist nun auch endlich das „Missverständnis“ zwischen Borussia Dortmund und Peter Bosz geklärt. Denn der BVB zog gestern nach der Heimschlappe am Samstag gegen Bremen die Option „vorzeitige Trainerentlassung“. Damit ist Bosz nach den Kollegen Stöger, Alexander Nouri (Bremen), Carlo Ancelotti (Bayern) und Andries Jonker (Wolfsburg) bereits der fünfte Coach, der in Liga 1 noch vor der Winterpause seinen Hut nehmen musste. Aber zumindest Peter Stöger ist ja gleich wieder da...

  • Auf Wiedersehen: Marcel Schmelzer (l.), Pierre-Emerick Aubameyang und Co. verabschieden sich nach dem 2:3 in Madrid sang- und klanglos aus der Champions League - Foto: Kirchner/David Inderlied © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH /...

    Auf Wiedersehen: Marcel Schmelzer (l.), Pierre-Emerick Aubameyang und Co. verabschieden sich nach dem 2:3 in Madrid sang- und klanglos aus der Champions League - Foto: Kirchner/David Inderlied © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Niederländische Trainer in der Bundesliga? Es passt einfach nicht! Wie Louis van Gaal (FC Bayern), Rinus Michels (Köln/Leverkusen), Dick Advocaat (M’gladbach), Fred Rutten (Möchengladbach), Aad de Mos (Bremen) oder Bert van...

    Niederländische Trainer in der Bundesliga? Es passt einfach nicht! Wie Louis van Gaal (FC Bayern), Rinus Michels (Köln/Leverkusen), Dick Advocaat (M’gladbach), Fred Rutten (Möchengladbach), Aad de Mos (Bremen) oder Bert van Marwijk (Dortmund/HSV) musste auch Peter Bosz schnell seinen Hut nehmen – Foto: Ina Fassbender © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Sie können’s doch: Dank des Treffers von Sehrou Guirassy (M.) gewann der 1. FC Köln in der Europa League gegen den FC Arsenal aus London. Doch wie die ebenfalls international spielenden Freiburger steht der FC in der Liga auf...

    Sie können’s doch: Dank des Treffers von Sehrou Guirassy (M.) gewann der 1. FC Köln in der Europa League gegen den FC Arsenal aus London. Doch wie die ebenfalls international spielenden Freiburger steht der FC in der Liga auf einem Abstiegsplatz. Der Fluch der guten Tat... – Foto: Mika Volkmann © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Leipzigs Timo Werner (r.) hat mit seinem Team neue Ziele. Auch sein Klub musste erfahren, dass das internationale Parkett doch ziemlich rutschig ist.  - Foto: Jan Woitas © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche...

    Leipzigs Timo Werner (r.) hat mit seinem Team neue Ziele. Auch sein Klub musste erfahren, dass das internationale Parkett doch ziemlich rutschig ist. - Foto: Jan Woitas © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

Überhaupt „vorzeitiges Ausscheiden“ – ein Trend, der sich zumindest für die Bundesliga-Klubs, die auf europäischer Ebene aktiv sind (oder besser: waren) durchzusetzen scheint. Und zwar mit verheerenden Folgen und Auswirkungen. Zwar können die Bayern durch den Achtelfinal-Einzug in der Champions-League ihre wirtschaftliche (und damit auch sportliche)  Vormachtstellung durch die erfolgsbasiert gezahlten UEFA-Gelder weiter ausbauen, doch dahinter wird es dann schnell ziemlich dunkel…

 

Deutsches Finale

Es ist gerade einmal viereinhalb Jahre her, dass mit den Münchnern und den Dortmundern zwei deutsche Teams im Wembleystadion das Champions-League-Finale spielten. Das Niveau halten konnte lediglich der FCB, steht nun als einziger Bundesligist im Achtelfinale - muss allerdings auch zunächst zu Hause antreten. Der BVB holte gerade mal zwei Punkte und spielte bei der Vergabe der Achtelfinalplätze nie wirklich eine Rolle. Und RB Leipzig war eben ein Neuling - aber sieben Punkte dürfen für einen DFL-Vizemeister auf Dauer auch nicht der Anspruch sein. Nun geht es für beide Mannschaften darum, in der Europa League Schadensbegrenzung zu betreiben – für das eigene Ego und für die Bundesliga!


Erdrutsch in der UEFA-Fünfjahreswertung

Viel schlimmer ist das, was in der Europa League passierte. Was haben wir uns in der vergangenen Saison gefreut, dass endlich mal frischer Wind in die oberen Ränge kam. Statt der ewig-langweiligen Schalker und Leverkusener qualifizierten sich die erfrischend aufspielenden Freiburger, Kölner und Hoffenheimer. Doch auf internationalem Parkett ticken die Uhren eben anders. Der SC Freiburg schied schon in der Sommerpause aus, Hertha BSC, Hoffenheim und Köln können sich nun auch ganz auf die Bundesliga konzentrieren. Durch diese Misserfolge ist die Bundesliga in der Fünfjahreswertung der UEFA vom zweiten auf den vierten Rang  zurückgefallen, was einem Erdrutsch gleichkommt. In der aktuellen Saison-Wertung 2017/18 steht die Bundesliga  mit 6,714 Punkten sogar nur noch auf Platz elf! Sogar Zypern (7) und Österreich (6,75) liegen noch vor der deutschen Eliteklasse. Und der Abstand zum Führungstrio England, Spanien und Italien wird immer größer.

Schadensbegrenzung in der Europa League

Ein weiteres Abrutschen ist leider schon programmiert: Für den Einzug ins Achtelfinale der Champions League bekommt jeder Verein und damit Verband fünf Bonuspunkte. Zudem werden die auf dem grünen Rasen erkämpften Punkte für den Quotienten hinzugezogen. Da England noch satte sechs Vereine (davon fünf in der Königsklasse!) im Rennen hat, die führenden Spanier bereits jetzt die magische 100-Punkte-Marke geknackt haben und auch die Italiener noch entsprechend punkten werden, droht der Abstand (und damit die Anzahl der Startplätze) für die Bundesliga unverträglich anzuwachsen. Da bleibt nur die Hoffnung, dass der sportliche Abstand für Leipzig und Dortmund in der Euro League deutlich kleiner ist als bei den „Champions“.

20 Jahre ohne „Uefa-Pokal“

In dem kleineren europäischen Wettbewerb ist es 20 Jahre her, dass es mit dem FC Schalke 04 einen deutschen Gewinner auf europäischer Ebene gab. Eine Ebene, die in den 1970er-Jahren einmal zur Phalanx des deutschen Fußballs gehörte: Borussia Mönchengladbach (2) und Eintracht Frankfurt, später auch noch Bayer Leverkusen lauteten damals die Cup-Gewinner. Den Europacup der Pokalsieger - ja, lieber Kinder: so etwas gab es mal - gewannen damals sogar der 1. FC Magdeburg und der Hamburger SV (nicht lachen, Kinder...!). Ich finde 20 Jahre sind genug. Insbesondere der BVB könnte sich dort, nun mit neuem Coach (der ja schon fünf EL-Spiele in dieser Saison hinter sich hat...), international erworbenes und zuletzt verloren gegangenes Ansehen zurückholen. Und dem deutschen Fußball würde es auch nicht schaden!

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