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Nach gescheitertem Gipfel: Auch Kim verlässt Vietnam

02.03.2019 - Nach dem ergebnislosen Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump und einem anschließenden Freundschaftsbesuch in Hanoi hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un Vietnam wieder verlassen.

  • Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am Bahnhof Dong Dang an der Grenze zwischen Vietnam und China. Foto: Minh Hoang/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am Bahnhof Dong Dang an der Grenze zwischen Vietnam und China. Foto: Minh Hoang/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kim bestieg am Samstag nach Berichten südkoreanischer Sender in Dong Dang an der Grenze zu China den grünen, gepanzerten Spezialzug, mit dem er schon 66 Stunden lang nach Vietnam gereist war Eine Gruppe von Vietnamesen, unter ihnen Regierungsbeamte sowie Schüler die nordkoreanische und vietnamesische Fahnen schwenkten, verabschiedete Kim und seine Entourage am Bahnhof. Kim war zuvor mit dem Auto nach Dong Dang gebracht worden.

Nordkoreas Machthaber war nach seinem Gipfel mit Trump am Mittwoch und Donnerstag noch in Hanoi geblieben, wo er Gespräche mit Staatspräsident Ngyuen Phu Trong führte. Am letzten Tag seines Aufenthalts legte er noch Kränze an einem Kriegerdenkmal und einem Mausoleum, wo die einbalsamierte Leiche des kommunistischen Revolutionsführers Ho Chi Minh (1890-1969) liegt, nieder.

Der mit Spannung erwartete Gipfel zwischen Trump und Kim ging überraschend ohne Abschlusserklärung zu Ende. Beide Seiten kamen sich in der zentralen Frage des Abbaus der nordkoreanischen Atomwaffen nicht näher und widersprachen sich später gegenseitig über die Gründe dafür.

Trump sagte, Nordkorea habe die Aufhebung aller Sanktionen gegen verlangt, und die geplanten Abrüstungsschritte seien nicht weit genug gegangen. Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho erwiderte, sein Land habe nur eine teilweise Aufhebung der Sanktionen gefordert.

Bei dem als historisch gewerteten ersten Gipfel mit Trump im vergangenen Juni in Singapur hatte sich Kim zu einer «kompletten Denuklearisierung» bereit erklärt. Es fehlten aber konkrete Zusagen, bis wann das Land sein Atomwaffenarsenal abrüsten will.

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