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Kindern nicht nur ungeliebte Jobs geben

21.08.2019 - Kinder haben ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl. Aus diesem Grund sind sie im Grunde gerne bereit regelmäßig kleinere Aufgaben im Haushalt zu erledigen. Ihnen ist jedoch wichtig, dass unbeliebte Jobs nicht immer nur an ihnen hängen bleiben.

  • Geschirr liegt in einer Küche zum Abwasch bereit. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Geschirr liegt in einer Küche zum Abwasch bereit. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eltern können Kinder dazu bewegen, im Haushalt kleine und große Aufgaben zu übernehmen. Sie sollten aber nicht ausgerechnet die unbeliebtesten Jobs delegieren, heißt es in der Zeitschrift «Eltern family» (Ausgabe 9/2019).

Wer immer das Kind schickt, die triefende Biomülltüte wegzubringen, hört irgendwann: «Du tust das nur nicht, weil es stinkt.»

Kinder merken, wenn man ungeliebte Arbeiten abwälzt, so die Zeitschrift. Und das trifft sie in ihrem Gerechtigkeitsgefühl. Bei Aufgaben, die keiner mag, helfe das Rotationsprinzip am besten: Dann müsse sich jeden Tag ein anderer mit dem Biomüll quälen.

Haushaltsaufgaben als Erziehungsmaßnahme zu verordnen, sei ebenfalls nicht hilfreich - etwa wenn Kinder für eine Fünf im Diktat eine Woche Wäsche falten müssen. Strafarbeiten lassen Hausarbeit wie etwas Grausames aussehen.

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