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Gamerdingers Jahresausklang

27.12.2017 - Wenn das kein Grund zum Anstoßen ist: Seit dem 2. Mai diesen Jahres durfte ich mich 33 Wochen lang über ernste, lustige, innovative, unnötige, wichtige und unwichtige Themen aus der Welt des Fußballs auslassen, Denkanstöße geben, rummeckern, loben, mahnen oder auch mal freuen. Und soll ich Ihnen etwas sagen: Es hat mir sehr viel Freude bereitet und ich freue mich auf eine Fortsetzung in 2018!

  • Koan Neuer: Sven Ulreich (l.) vertrat den am Fuß operierten Nationaltorwart Manuel Neuer in der Hinrunde hervorragend – und glänzte auch am Mikrofon der Journalisten - Foto: firo Sportphoto/Jürgen Fromme © dpa –...

    Koan Neuer: Sven Ulreich (l.) vertrat den am Fuß operierten Nationaltorwart Manuel Neuer in der Hinrunde hervorragend – und glänzte auch am Mikrofon der Journalisten - Foto: firo Sportphoto/Jürgen Fromme © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Der Fall des Heiko Herrlich: Nach dessen Schwalbe an der Seitenlinie ist sich Denis Zakaria (l.) keiner Schuld bewusst – völlig zu Recht! – Foto: Gladys Chai von der Laage © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche...

    Der Fall des Heiko Herrlich: Nach dessen Schwalbe an der Seitenlinie ist sich Denis Zakaria (l.) keiner Schuld bewusst – völlig zu Recht! – Foto: Gladys Chai von der Laage © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Ein rauschendes Fußballfest vor ausverkauftem Stadion – war der Auftritt von Chinas U20-Auswahl nicht. Das umstrittene Experiment wurde nach dem einzigen Spiel bei Schott Mainz wieder eingestampft – Foto: Elmar Kremser/SVEN SIMON...

    Ein rauschendes Fußballfest vor ausverkauftem Stadion – war der Auftritt von Chinas U20-Auswahl nicht. Das umstrittene Experiment wurde nach dem einzigen Spiel bei Schott Mainz wieder eingestampft – Foto: Elmar Kremser/SVEN SIMON © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Er steht 2018 im Mittelpunkt: der WM-Pokal. Nicht nur Maskottchen Zabivaka fiebert den Titelkämpfen entgegen - Foto: firo Sportphoto/Jürgen Fromme
 © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur

    Er steht 2018 im Mittelpunkt: der WM-Pokal. Nicht nur Maskottchen Zabivaka fiebert den Titelkämpfen entgegen - Foto: firo Sportphoto/Jürgen Fromme © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es war ein spannendes Fußballjahr mit vielen Erkenntnissen, wobei die größte Erleuchtung wohl Leverkusens Coach Heiko Herrlich nach dem Pokalspiel gegen Gladbach gekommen sein dürfte. Auf die Kaum-Berührung durch Borussias Denis Zakaria mit einem theatralischen Sturz, wie er kaum beim Eislaufen besser hätte gelingen können, zu reagieren, war in der Tat so ziemlich das Dämlichste, was er hätte tun können. Den eingestolperten Sturz  dann mit der Erklärung zu entschuldigen, lediglich die schnelle Spielfortsetzung per Einwurf unterbinden zu wollen, ist in meinen Augen nicht mehr als eine billige Ausrede. Fehler machen wir doch alle, aber sorry: Wer keinen A…. in der Hose hat und zugeben kann, in so einem Moment einem völlig bescheuertem Instinkt gefolgt zu sein, der sollte keine Vorbildfunktionen ausüben. Ein ganz, ganz schwacher Moment im Leben eines aufstrebenden Trainers, der im Jahr 2017 so viel anderes richtig gut gemacht hat!

China-Koop kam mir spanisch vor

Ähnlich gefloppt hat aber auch das von Beginn an zweifelhafte DFB-Kooperationsprojekt mit dem chinesischen Fußballverband. Zwar hatten immerhin 16 von 19 Süd-West-Regionalligisten zugestimmt, in der Rückrunde freiwillig je ein Testspiel gegen die chinesische U20, die sich so auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorbereiten wollte, austragen zu wollen. Doch zeigte gleich beim ersten Spiel gegen den TSV Schott Mainz eine Gruppe von Zuschauern eine tibetische Fahne, woraufhin sich die Chinesen weigerten, weiterzuspielen und den Platz verließen. Nach einer etwa 25-minütigen Unterbrechung rollten die Protestler die Fahne des annektierten und völkerrechtlich umstrittenen Gebietes zwar freiwillig wieder ein, doch aufgrund befürchteter weiterer Proteste wurde nur noch das Spiel in Mainz beendet und das Gesamtprojekt kurzerhand eingestampft, weil die Chinesen nur noch in Zuschauer-freien Stadien antreten wollten. Die Krux: Nun klagen die Süd-West-Viertligisten die vom DFB zugesicherten 15.000 € Antrittsprämie sowie kurzfristige Ausfallkosten völlig zu Recht ein, denn immerhin hatten diese eh finanziell nicht auf Rosen gebetteten Klubs das Geld in die Budgets aufgenommen. Wohlwollende Verbandsunterstützung geht anders!

Alles Neuer mit Ulreich

Dass manchmal des einen Leid, des anderen Freud sein kann, dürfte auch Ihnen geläufig sein. Und dass der FC Bayern schon fast traditionell in zweiter Torhüter-Reihe keine „großen“ Namen, sondern eher solide Torhüter im Kader hat, ebenso. Müssen die ja auch nicht, haben ja im Regelfall eine Abwehr, die auch durchschnittliche Bundesliga-Keeper vor vielen Gegentoren schützt. Und – mal ganz ehrlich – hatten Sie diesen Sven Ulreich so richtig auf dem Zettel? Also, ich nicht! Beginnend mit der überragenden Partie beim 3:1 gegen Paris St. Germain ließ er quasi den verletzten und um seine WM-Teilnahme kämpfenden Welt-Torhüter Manuel Neuer vergessen. Einen solchen Quantensprung hat es hinter einer Nummer 1 des FCB noch nicht gegeben, umso sympathischer ist es, wie der 29-jährige Ulreich mit der Situation umgeht – nämlich total realistisch und sich selbst den Druck nehmend und gänzlich ohne fachchinesisch: „Ich spiele jetzt. Und wenn es nicht gut genug ist, müsst Ihr mich wieder raus nehmen. In der Nähe der Nationalmannschaft sehe ich mich nicht. Das wäre auch unfair, einen mitzunehmen, der gar nicht spielt, denn in München werde ich in 1-2 Monaten wieder auf der Bank sitzen,“  lassen es menscheln bei mir. Das sind Gefühle völlig neuer(er) Art – zumindest im Zusammenhang mit dem FC Bayern!

Back to the roots

Soviel Bodenständigkeit und gesunde Eigeneinschätzung von Gesamtsituation und eigenem Leistungsvermögen würde vielen der jungen Reichen (nicht nur) in der Bundesliga gut zu Gesicht stehen. Schön, dass es solche Typen wie Sven Ulreich noch gibt, doch sie werden immer weniger. So wäre einer meiner Wünsche für 2018, dass gerade die Jungs, die vielleicht nicht so ganz in das Raster des „geradlinigen Profis“ passen, so gefördert werden, dass sie nicht zwingend angepasster, sondern vielmehr individuell besser werden. Denn genau diese Spieler sind es, die Spiele entscheiden oder zumindest den Unterschied ausmachen können.

Ihnen hingegen wünsche ich nun einen guten Rutsch ins WM-Jahr 2018. Bleiben Sie gesund, und wenn Ihnen mein kleiner wöchentlicher Blogbeitrag genau so viel Spaß macht wie mir, empfehlen oder teilen Sie den Link zur Seite gern weiter. Wir lesen uns wieder im nächsten Jahr! Alles Gute und vielen Dank für Ihr Vertrauen,
Ihr Wolfgang Gamerdinger

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