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Gamerdingers Fußball-Kolumne

03.06.2019 - Nach sechs Finalpleiten in Cup-Endspielen, darunter 2013 und 2018 gleich zwei Champions-League-Final-Niederlagen, hat er es endlich geschafft. Nach dem 1:0 gegen die Tottenham Hotspurs hat Coach Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool erstmalig die Königsklasse und damit ein Cup-Finale (das zweite nach dem DFB-Pokalsieg 2012 mit Borussia Dortmund) gewinnen können. Für die Fans der „Reds“, die die wichtigste Vereinstrophäe der Welt bereits das sechste Mal gewinnen konnten, ist der 51-Jährige nun endgültig zum Trainer-Gott aufgestiegen. Viel wichtiger aber ist, dass „the german one“ immer seiner Linie treu geblieben, Bodenhaftung vorlebt und für den FC Liverpool ein wahrer Goldgriff ist. Denn nicht nur im größten Erfolg ist „Kloppo“ ein Sympathieträger von unermesslichem Wert für den Club von der Anfield Road. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Trainer und herzlichen Glückwunsch zu diesem großartigen Erfolg!

  • Nicht nur die Fans, sondern selbst seine eigenen Spieler tragen Jürgen Klopp auf Händen. Als er 2015 zum FC Liverpool kam, standen die Reds in der Premier League auf dem zehnten Tabellenplatz  © picture alliance / dpa /...

    Nicht nur die Fans, sondern selbst seine eigenen Spieler tragen Jürgen Klopp auf Händen. Als er 2015 zum FC Liverpool kam, standen die Reds in der Premier League auf dem zehnten Tabellenplatz © picture alliance / dpa / Pressebildagentur ULMER

Ähnliche Sympathiewerte erreichte auch der deutsche Bundestrainer Joachim Löw vor und bis kurz nach dem WM-Titel 2014. Mittlerweile würden viele Fußballanhänger lieber heute als morgen eine Ablösung durch vorgenannten Jürgen Klopp befürworten. Aber Fußball ist ja kein Wunschkonzert. Das merkt Löw aktuell mehr denn je, denn viele Personal- und Taktik-Entscheidungen für die anstehenden EM-Qualifikationsspiele am 8. Juni in Borissow gegen Weißrussland sowie am 11. Juni in Mainz gegen Estland muss er vom Krankenbett aus treffen.

Bettruhender Bundestrainer

Der Bundestrainer hatte sich bereits vor Monaten beim Hantel-Training eine Arterienquetschung im Brustbereich zugezogen und sich am Donnerstag mit akuten Schmerzen und einem Blutstau selbst ins Krankenhaus eingewiesen. Die Quintessenz ist nun verordnete strenge Bettruhe, so dass sein „Co“ Markus Sorg und Torwart-Trainer Andreas Köpke erstmalig einspringen müssen und in enger Absprache mit ihrem „Chef“ in der Verantwortung stehen. Dem Bundestrainer wünsche ich natürlich eine schnelle Genesung. Der unverhofft in Verantwortung stehenden Doppelspitze Sorg/Köpke – wie auch dem Kader-Debütanten Sven Ulreich (für den verletzten Torwart Bernd Leno): „herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg!“ Den ersten Blick auf die Form der Nationalspieler dürfen wir ja bereits am Mittwoch werfen, wenn sogar ein internes Trainingsspiel in Aachen live beim Sender Nitro übertragen wird. Ist das nun Transparenz oder Kommerz...? 

WM-Ziel „Olympia-Qualifikation“

Glück, und zwar herzlich, wünsche ich natürlich auch unserer sympathischen und äußerst kompetent daherkommenden Bundestrainerin der Frauen-Nationalmannschaft, Martina Voss-Tecklenburg, die bei der am Freitag in Frankreich beginnenden Frauen-Weltmeisterschaft 2019 als Primärziel die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 ausgerufen hat. Dafür muss das Team unter den besten drei europäischen Länder-Mannschaften landen, was bei der stark aufkommenden Konkurrenz kein leichtes Unterfangen sein wird. Ich jedenfalls drücke dem stark verjüngten Team die Daumen und beglückwünsche jetzt bereits Sie, liebe Leser und Fußball-Zuschauer, denn alle 52 Spiele werden im öffentlich-rechtlichen Bereich von ARD und ZDF entweder als TV-Übertragung oder als Livestream im Internet übertragen. „Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß!“

Die wahren Topverdiener

Dass trotz TV-Übertragungsrechten im Frauenfußball nicht annähernd so  viel „Kohle“ umgesetzt wird – wenn auch nicht berechtigt – wie bei den Herren der Schöpfung, ist ja gemeinhin bekannt. Wenn Sie bis dato aber glaubten, die „Fußball-Millionäre“ auf dem Feld seien die ganz großen Verdiener der Branche, waren Sie ganz schön auf dem Holzweg. Für einzelne Akteure wie die Messis, Salahs und Ronaldos dieser Welt mag das vielleicht noch stimmen, aber für das Gros der im Fußball-Business eben nicht. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) veröffentlichte nämlich in der vergangenen Woche diskrete Zahlen, die belegen, dass im deutsche Profifußball die Provisions-Zahlungen an Spielerberater einen signifikanten Anteil des gesamten Wirtschaftsbereiches übernommen haben. So wurden durch die Erst- und Zweitligisten im vergangenen Jahr 200 Millionen Euro an Spielervermittler ausgezahlt. Das ist mehr als 30 der 36 Klubs an Saisonumsatz machen! Der Spitzenreiter wurde aber in der Liga nur Zweiter: Borussia Dortmund schüttete mit mehr als 40 Millionen Euro allein 25 % der Branchensumme an Berater-Honoraren aus. Da fühlen sich die jeweils knapp über 20 Millionen der Bayern, Wolfsburger und Leverkusener fast schon bescheiden an.

HSV weiter erstklassig

Apropos „Bescheidenheit“. Die kennt man in Sachen Personalkosten beim Ex-Dino der ersten Liga immer noch nicht. Beim Zweitligisten Hamburger SV ist der Ruf zwar ziemlich ramponiert, es lebt sich dort jedoch auch weiterhin recht ungeniert (auf großem Fuß)! Mit 75 Millionen Euro Personalkosten befinden sich die stolzen Hanseaten absolut auf Europapokal-Teilnehmer-Kurs (Frankfurt liegt da ungefähr auch), und auch die 5,36 Millionen Beraterkosten könnten sich im unteren Mittelfeld der ersten Bundesliga sehen lassen. Wie es besser geht, zeigten der Nachbar vom FC St. Pauli im Kleinen (530.000 Beraterkosten) und die Fortuna aus Düsseldorf, die mit lediglich 786.000 Euro Beraterkosten souverän den Klassenerhalt schaffte, im Großen: „ Herzlichen Glückwunsch!“

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