Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Hitzerekord 2018 für Deutschland geknackt: 39,5 Grad

31.07.2018 - Backofen Deutschland: Der Juli endet mit einem Hitzerekord 2018. Das aktuelle Supersommer-Tief «Juli» bringt weiterhin subtropische Temperaturen mit sich, aber auch Turbulenzen.

  • Badegäste tummeln sich im Schwimmbad "Mainzer Schwimmverein". Das langanhaltende, gleichbleibend warme Wetter sorgt für einen kontinuierlichen Besucherandrang. Foto: Andreas Arnold © dpa - Deutsche Presse-Agentur...

    Badegäste tummeln sich im Schwimmbad "Mainzer Schwimmverein". Das langanhaltende, gleichbleibend warme Wetter sorgt für einen kontinuierlichen Besucherandrang. Foto: Andreas Arnold © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • So lässt es sich aushalten: Kinder unter den Wasserfontänen der Rasensprenger im Berliner Regierungsviertel. Foto: Paul Zinken © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    So lässt es sich aushalten: Kinder unter den Wasserfontänen der Rasensprenger im Berliner Regierungsviertel. Foto: Paul Zinken © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Wenn's zu heiß wird, hilft auch das: Rodelspaß im Hochsommer auf der Zugspitze. Foto: Sven Hoppe © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wenn's zu heiß wird, hilft auch das: Rodelspaß im Hochsommer auf der Zugspitze. Foto: Sven Hoppe © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Ein Tiger läßt sich im Tierpark Berlin eine Eisbombe schmecken. Foto: Paul Zinken © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Tiger läßt sich im Tierpark Berlin eine Eisbombe schmecken. Foto: Paul Zinken © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Sonnenanbeter am Strand von Laboe bei Kiel. Foto: Frank Molter © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sonnenanbeter am Strand von Laboe bei Kiel. Foto: Frank Molter © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Kühltürme des Kernkraftwerks Grohnde: Wegen der anhaltenden Hitze haben einzelne Atomkraftwerke in Deutschland ihre Leistung heruntergefahren. Foto: Julian Stratenschulte © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kühltürme des Kernkraftwerks Grohnde: Wegen der anhaltenden Hitze haben einzelne Atomkraftwerke in Deutschland ihre Leistung heruntergefahren. Foto: Julian Stratenschulte © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Vertrocknete Halme auf einem abgeernteten Feld in der Nähe von Köln: Die anhaltende Trockenheit bereitet den Bauern erhebliche Probleme. Foto: Oliver Berg © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Vertrocknete Halme auf einem abgeernteten Feld in der Nähe von Köln: Die anhaltende Trockenheit bereitet den Bauern erhebliche Probleme. Foto: Oliver Berg © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • In Zürich werden Polizeihunde mit speziellen Schuhen vor der Hitze geschützt. Foto: Stadtpolizei Zürich © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    In Zürich werden Polizeihunde mit speziellen Schuhen vor der Hitze geschützt. Foto: Stadtpolizei Zürich © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Die Fahrrinne wird immer enger: Frachter und Ausflugsschiffe begegnen sich auf dem Mittelrhein bei Oberwesel. Foto: Peter Zschunke © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Fahrrinne wird immer enger: Frachter und Ausflugsschiffe begegnen sich auf dem Mittelrhein bei Oberwesel. Foto: Peter Zschunke © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Die Temperaturen nähern sich der 40-Grad-Marke. Foto: Patrick Seeger © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Temperaturen nähern sich der 40-Grad-Marke. Foto: Patrick Seeger © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Im kühlem Nass: Einer der wenigen Orte, an denen Mann die aktuellen Temperaturen noch genießen kann. Hier ein See in Bayern. Foto: Lino Mirgeler © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Im kühlem Nass: Einer der wenigen Orte, an denen Mann die aktuellen Temperaturen noch genießen kann. Hier ein See in Bayern. Foto: Lino Mirgeler © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Deutschland hat am Dienstag den bisher heißesten Tag dieses Sommers erlebt. Bereits um 14.00 Uhr waren es in Bernburg in Sachsen-Anhalt 39,2 Grad. Das sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach.

Zwei Stunden später registrierte der Dienst Kachelmannwetter in dem Ort sogar 39,5 Grad.

Bundesweit herrschte Gluthitze, Millionen Menschen suchten Schatten oder Abkühlung. Vor manchen Berliner Schwimmbädern bildeten sich wegen drohender Überlastung lange Warteschlangen. Der Pegelstand in der Elbe ist bei Dresden inzwischen so niedrig, dass er unter der Mess-Skala liegt. In Lehnin in Brandenburg bewässerte die Feuerwehr Straßenbäume. In Bochum versuchte sie, ein Fischsterben abzuwenden.

Der Juli wird als einer der heißesten seit Beginn der Messungen in die deutsche Wettergeschichte eingehen. Bisher hatte der Rekord laut DWD bei 38,0 Grad gelegen, aufgestellt am 26. Juli in Duisburg-Baerl.

Es sei auch nicht auszuschließen, dass am Dienstag bei noch steigender Hitze in Bernburg oder an einer anderen Messstelle in Deutschland sogar der absolute Hitzerekord ins Wanken gerate. Die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881 liegt laut DWD bei 40,3 Grad. Dieser Wert wurde am 5. Juli und am 7. August 2015 im fränkischen Kitzingen gemessen. Die Stadt am Main mit etwa 21 000 Einwohnern hält den Rekord als heißeste Stadt Deutschlands.

Der Juli 2018 wird voraussichtlich der fünftwärmste Juli seit Beginn der Messungen - nach 2006, 1994, 1983 und 2010. Außerdem wird er vermutlich nach 2006 der zweitsonnigste seit 1951. Die Sonne schien im Schnitt schon mehr als 300 Stunden, das Soll beträgt 212 Stunden.

Auch im August ist vorerst kein Ende der sommerlicher Hitze in Sicht. Das aktuelle Supersommer-Tief «Juli» bringt weiter von Süd- und Südwesteuropa heiße subtropische Luft nach Mitteleuropa. Allerdings startet der neue Monat am Mittwoch in einigen Regionen eher turbulent, kündigte der DWD am Dienstag an. Von Südwesten bis nach Nordosten werde ein Gewitterstreifen über Deutschland erwartet. Dabei können örtlich Starkregen, Hagel und Sturmböen auftreten.

Landesweit bringt die Hitze auch auf Feldern, in Wäldern und in Gewässern verstärkt Probleme. So pumpt die freiwillige Feuerwehr in Bochum seit mehreren Tagen Frischwasser in Teiche, damit die Fische nicht durch zu hohe Temperaturen und Sauerstoffmangel eingehen. Ein Fischsterben lasse sich auch durch die Einsätze nicht immer vermeiden, hieß es bei der Bochumer Feuerwehr. In Hamburg ist am Dienstag erneut eine Tonne toter Fisch abgeschöpft worden. Schon am Wochenende holte die Hamburger Umweltbehörde zwischen vier und fünf Tonnen toten Fisch aus den Gewässern der Hansestadt.

Bei den Menschen macht die Hitzewelle laut einer Umfrage der Krankenkasse DAK Gesundheit Frauen eher zu schaffen als Männern. 54 Prozent der Frauen sagten, ihnen gehe es derzeit schlechter als an normalen Sommertagen. Bei den Männern sprachen 36 Prozent von einem schlechteren Befinden. Insgesamt gaben 45 Prozent der Befragten an, dass es ihnen in diesen Hitzetagen schlechter geht als sonst im Sommer. Keinen Unterschied machen 47 Prozent aus. Sieben Prozent fühlen sich sogar besser.

Weitere News

Das könnte Sie auch interessieren

SessionId: d490ac35-fda3-4049-a00d-ea3a529d4725 Device-Id: -1 Authentication: