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Demonstration der Stärke: BVB entzaubert Leverkusen

14.09.2019 - Borussia Dortmund hat die Niederlage bei Aufsteiger Union Berlin gut weggesteckt. Gegen Bayer Leverkusen gelingt eine sehenswerte Wiedergutmachung. Das macht Mut für das Champions-League-Highlight gegen Barcelona.

  • Dortmunds Spieler jubeln über den Treffer von Paco Alcacer zum 1:0. Foto: Bernd Thissen © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dortmunds Spieler jubeln über den Treffer von Paco Alcacer zum 1:0. Foto: Bernd Thissen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aus heftiger Kritik wurde überschwängliches Lob. Beim 4:0 (1:0)-Kantersieg über Bayer Leverkusen gelang Borussia Dortmund eine beeindruckende Antwort auf die Diskussion der vergangenen Tage über mangelnde Mentalität im Team.

Das Spitzenspiel gegen die zuvor saisonübergreifend neunmal ungeschlagene Werkself geriet zur Demonstration der Stärke und erhöhte bei allen Beteiligten die Vorfreude auf das Champions-League-Highlight am Dienstag gegen den FC Barcelona. «Das war genau die richtige Reaktion auf die letzten zwei Wochen», schwärmte der ehemalige Leverkusener Julian Brandt.

Anders als beim unerwarteten 1:3 gegen Aufsteiger Union Berlin präsentierte sich der BVB in der Form eines Titelaspiranten. Tore von Paco Alcácer (28. Minute), Marco Reus (50./90.) und Raphael Guerreiro (83.) vertrieben vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park den Frust. «Wir haben es heute super gemacht, es war ein echt geiles Spiel», schwärmte Mittelfeldspieler Thomas Delaney.

Ähnlich erleichtert wie die Dortmunder Profis wirkte Michael Zorc. «Es war schon Druck da», bekannte der BVB-Sportdirektor, «die Situation war so, dass wir ein gutes Ergebnis brauchten.» Kapitän Reus pflichtete bei: «Es war klar, dass wir eine Reaktion zeigen mussten. Und das haben wir getan. Nach dem 1:0 kam das Vertrauen zurück.»

Besondere Genugtuung dürfte Lucien Favre empfunden haben. Denn gerade der BVB-Trainer war aufgrund seiner oft risikoarmen Taktik zuletzt in die Kritik geraten. Doch für das Duell mit seinem für mutigeren Offensivfußball bekannten ehemaligen BVB- und heutigen Bayer-Trainer Peter Bosz entwarf der Schweizer die richtige Strategie.

Zwar lag der Gegner beim Ballbesitz mit gut 66 Prozent deutlich vorn, verlor aber verdient. «So viel Ballbesitz für Leverkusen war eigentlich nicht geplant», bekannte Favre, «aber meine Mannschaft ist ruhig geblieben und hat keine großen Fehler gemacht.» Auch Zorc konnte mit dem optischen Übergewicht des Gegners gut leben: «Bayer hatte den Ballbesitz zu 90 Prozent in nicht gefährlichen Zonen. Das gibt unserer Mannschaft Stabilität. Darauf können wir aufbauen.»

Das Plus der Leverkusener wertete der starke Delaney gar als perfekten Test für das Spiel gegen Barcelona. «Es war eine gute Probe, auch gegen Barça wird es für uns lange Perioden ohne Ball geben.»

Dagegen mussten die Leverkusener vor dem Champions-League-Start am Mittwoch gegen Lokomotive Moskau einen Dämpfer hinnehmen. Nach einer langen Erfolgsserie und zuletzt viel Lob für Bosz sorgte das deutliche Ergebnis für Ernüchterung. «Wir können es eigentlich besser», klagte Kapitän Lars Bender. Trainer Bosz sprach Klartext: «Wenn man so viele Fehler macht, verliert man ein Spitzenspiel. Wir waren am Ende keine Mannschaft mehr und viel zu offen.»

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