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Bill Murray auf entspannter Zombiejagd in "The Dead Don't Die"

14.06.2019 - Im Horrorspaß "The Dead Don't Die" von Indie-Ikone Jim Jarmusch ("Broken Flowers") lässt sich Bill Murray als Kleinstadt-Polizeichef auch von einer Zombie-Epidemie nicht aus der Ruhe bringen. Wir trafen den Kultkomiker zum Gespräch.

Als Bill Murray mit Indie-Ikone Jim Jarmusch 2005 ihre in Cannes ausgezeichnete Tragikomödie "Broken Flowers" präsentierten, konnte der Kultkomiker noch nicht ahnen, dass ihn Jarmusch 14 Jahre später zum Helden eines Zombiefilms machen würde!

Bill Murrays Besetzung als unaufgeregter Kleinstadt-Polizeichef inmitten der Apokalypse macht aber Sinn, denn "The Dead Don't Die" (Kinostart: 13. Juni) schlägt wie schon zuvor Jarmuschs Vampirfilm "Only Lovers Left Alive" (2013) gehörig aus der Genre-Art.

Darum geht's in "The Dead Don't Die"

Im beschaulichen Städtchen Centerville schieben Polizeichef Robertson (Bill Murray) und seine beiden Officer Peterson (Adam Driver) und Morrison (Chloe Sevigny) eine ruhige Kugel. Bis durch eine Verschiebung der Erdachse die Sonne im Ort nicht mehr untergeht und die Verstorbenen aus ihren Gräbern steigen.

Unterstützt von der exzentrischen Leichenbestatterin Zelda (Tilda Swinton) nehmen sich Robertson & Co. der außergewöhnlich außergewöhnlichen Sache an, denn die Zombies in Centerville haben nicht nur die Lebenden zum Fressen gern, sondern auch ein unstillbares Verlangen nach ihren Lieblingsdingen zu Lebzeiten...

"The Dead Don't Die": Bill Murray im Interview

 

GOLDENE KAMERA: "The Dead Don't Die" ist nach "Coffee and Cigarettes" (2003) und "Broken Flowers" (2005) das dritte Mal, dass Sie mit Jim Jarmusch zusammen arbeiten. Was unterscheidet ihn von anderen Regisseuren?

BILL MURRAY: Jim ist eher ein stiller Typ. Und er besitzt eine falsche Bescheidenheit, die ich sehr charmant finde. Er selbst glaubt, dass das, was er tut, nicht gut genug sei, aber gleichzeitig hat man schnell den Eindruck, dass er hundertprozentig weiß, was er tut. Seine Filmpalette ist so bunt. Er hat mit Schauspielern, Nicht-Schauspielern und Musikern gearbeitet und er hat jedes Genre ausprobiert. Er ist so flexibel und vielseitig, dass es kein Problem am Set gibt, dass er nicht lösen kann. Aber er ist vor allem ein netter Mensch, was die harten Drehtage erträglich macht.

 

Dieser Film ist ein etwas anderer Zombiefilm. Welche Beziehung haben Sie zum Horror-Genre?

Mein erster Horrorfilm, den ich je gesehen habe, war "Frankenstein". In meiner Kindheit wurden Horrorfilme um Mitternacht ausgestrahlt. Ich schlich mich also heimlich ins Wohnzimmer, wo mein Vater sich den Film ansah. Nach den ersten 15 Minuten hatte ich so viel Angst, dass ich zurück ins Bett rannte. (lacht)

 

Was flößt Ihnen heute Angst ein?

Gewisse Insekten, vor allem wenn sie sich in der Nähe meines Kopfes befinden, wenn ich aufwache. Und ich bin kein Fan von Schlangen. Oder Limabohnen! (lacht) Aber eine meiner größten Ängste sind – und das ist politisch sehr unkorrekt – betrunkene Frauen. Ich weiß einfach nie, wie ich auf sie reagieren soll. Sie haben mich zum Narren gemacht, schikaniert und mir sogar Dinge an den Kopf geworfen. Wenn ein Mann betrunken ist, drehe ich mich einfach um und gehe weg. Aber bei einer Frau bin ich ratlos. Meine Mutter war keine Trinkerin, ich habe also nie gelernt, damit umzugehen. (lacht)

 

Im Film fühlen sich die Zombies zu den Dingen hingezogen, die ihnen im Leben wichtig waren, wie zum Beispiel Kaffee, Chardonnay oder Werkzeuge. Wie würde Ihre Zombie-Existenz aussehen?

Ich bin kein Suchtmensch, ich hätte als Zombie also keine besondere Leidenschaft. Wahrscheinlich wäre ich ein Zombie-Einzelgänger. (lacht)

Wie politisch ist "The Dead Don't Die"?

Der Film ist nicht politisch gemeint. Ich glaube, dass Jim eher zeigen wollte, was wir Menschen gemeinsam haben und nicht, was uns voneinander trennt. Denn wir müssen alle gemeinsam diese Welt durchstehen. Was uns miteinander verbindet ist Humor. Und die schlauen Leute heutzutage denken nicht oppositionell, sondern inklusiv.

Interview: Anke Hofmann

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