Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Eine neue Sternstunde des Animationsfilms: "Der König der Löwen"

12.07.2019 - So entstand Jon Favreaus Remake des Disney-Klassikers "Der König der Löwen": Wir ließen uns in Kenia von Produktionsdesigner James Chinlund in die Geheimnisse der fotorealistisch animierten Neuauflage einweihen.

2016 hat Jon Favreau bereits "Das Dschungelbuch" revitalisiert. Jetzt präsentiert der Hollywood-Regisseur mit "Der König der Löwen" (Kinostart: 17. Juli) das Remake eines weiteren Zeichentrick-Klassikers aus dem Hause Disney, der 1994 allein in Deutschland 11,3 Millionen Zuschauer hatte und zwei Oscars gewann.

 

Darum geht's in "Der König der Löwen"

Der kleine Löwe Simba soll der Nachfolger seines Vaters, des Löwenkönigs Mufasa, werden. Doch Simbas Onkel Scar schmiedet mit den Hyänen finstere Pläne, tötet Mufasa und reißt die Macht an sich. Simba verlässt den Löwenfelsen und führt im Dschungel ein faules Leben mit seinen neuen Freunden, Meerkatze Timon und Warzenschwein Pumbaa. Doch dann taucht die schöne Löwin Nala, Simbas Kindheitsfreundin, auf. Sie überzeugt Simba, um seinen rechtmäßigen Platz zu kämpfen.

 

Hintergrund: Auf den Spuren von "Der König der Löwen" in Kenia

Plötzlich stehen sie vor uns: zwei Löwinnen. Sie schauen unseren Jeep an, entdecken nichts Essbares und schleichen weiter. Wenig später sehen wir fünf weitere Raubkatzen, darunter ein Männchen. Der König der Tiere trottet auf uns zu – und strullt majestätisch.

 

Wir sind mit Produktionsdesigner James Chinlund im südwestkenianischen Naturschutzgebiet Masai Mara, nur wenig nördlich der Serengeti. Er zeigt uns Orte, die die Macher des "Der König der Löwen"-Remakes inspirierten. "Es war sehr wichtig für uns, etwas in der realen Welt zu finden, an das wir uns halten und von dem aus wir unsere Welt erschaffen konnten", sagt er. "Wir haben großen Respekt vor dem Original und nehmen es als Referenz - aber das sind letztendlich nur Illustrationen. Unser Ziel war es, etwas zu kreieren, das absolut lebendig und real aussieht."

 

Nationalparks als fotorealistische Inspiration

Zwei Monate lang sammelte Chinlund dafür in Afrika Daten. "Wir haben nach allem geschaut. Landschaften, Pflanzen, Licht, Tiere. Wir haben jeden Felsen gescannt!" Der Pride Rock, auf dem der junge Simba lebt, der Elefantenfriedhof, hinter dem die fiesen Hyänen hausen, der Regenwald von Timon und Pumbaa, ein Canyon für die tödliche Stampede – die Vorbilder dafür finden sich alle in Kenia.

 

Am Tag darauf durchstreifen wir den Aberdare Nationalpark im Hochland Zentralkenias. "Hier gibt es einige der erstaunlichsten Landschaften, die ich je gesehen habe", so Chinlund. So wird etwa der unglaublich schöne Karuru-Wasserfall die Kulisse für die berühmte Liebesszene von Simba und Nala bilden. Hier singen sie "Can You Feel the Love Tonight", den Elton-John-Song, der 1995 den Oscar gewann. "Im Original fühlte sich der Dschungel sehr neutral an, sehr unspezifisch. Ich bin sehr aufgeregt, weil ich hier etwas mehr Wahrheit hereinbringe und etwas, was die Menschen noch nicht kennen.“

 

Eine neue Art des Filmemachens dank Virtual Reality

Auch der Dreh selbst begeisterte Chinlund: "Das war eine wilde Synergie aus Natur und Computer, eine ganz neue Art des Filmemachens." Es gab keine Schauspieler und keine echten Sets, alles ist komplett animiert, nur eben fotorealistisch. "Wir haben in der Virtual Reality gedreht", so der New Yorker, der zuletzt bei "Planet der Affen: Survival" Produktionsdesigner war.

Mit VR-Brillen konnten er, Regisseur Jon Favreau und Kameramann Caleb Deschanel etwa den zuvor gescannten und von Animatoren bearbeiteten virtuellen Canyon besuchen. "Wir flogen herum und suchten nach interessanten Ecken. Wir konnten einen Löwen auf eine Klippe stellen und mit unserer Steuerung hin- und herbewegen - als wäre man wirklich vor Ort. Und Jon konnte sagen, er möchte die Klippe da etwas steiler, oder, dass da die Sonne durchkommt."

 

Diese bahnbrechende Machart wird das Kino verändern. "Es ist ein Animationsfilm, dennoch haben wir live in der virtuellen Realität gefilmt – ein Hybrid. Es gibt keine Grenzen mehr. Der nächste Schritt wird sein, menschliche Gesichter perfekt zu animieren", sagt Chinlund. Bis es so weit ist, können Fans des neuen "Königs der Löwen" ein kleines Rätsel lösen: "Es gibt im Film eine einzige Szene, die nicht animiert, sondern echt ist." Wer kann sie entdecken?

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren