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Hugh Jackman ist "Der Spitzenkandidat"

16.01.2019 - Im Biopic-Drama "Der Spitzenkandidat" schlüpft Hugh Jackman in die Haut des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Gary Hart, dem 1988 eine Sexaffäre zum Verhängnis wurde. Wir trafen Australiens Schauspiel-Exportschlager zum Gespräch.

Im Zentrum des lehrreichen Biopic-Dramas "Der Spitzenkandidat" (Kinostart: 17. Januar) stehen Aufstieg und Fall des demokratischen Präsidentschaftkandidaten Gary Hart, an dessen Beispiel Regisseur Jason Reitman ("Up in the Air") dem Einbruch des Boulevardesken in den US-Wahlkampf ein filmisches Denkmal setzt.

Für die Hauptrolle verpflichtete Reitman mit Hugh Jackman ("Logan: The Wolverine", "Greatest Showman") einen echten Spitzenkandidaten im Blockbuster-Geschäft, für den nach dieser Dreherfahrung aber eine eigene Politikerkarriere nicht in Frage kommt...

 

Darum geht's in "Der Spitzenkandidat"

Als der demokratische Politiker Gary Hart (Hugh Jackman) beschließt, ins Rennen um die US-Präsidentschaft 1988 einzusteigen, zeigen gute Umfragewerte, dass der charismatische Senator aus Colorado die besten Chancen gegen den Republikaner George Bush hat.

Während er mit Wahlkampfmanager Bill Dixon (J. K. Simmons) und seiner "Lee" genannten Frau Oletha (Vera Farmiga) an der perfekten Kampagne bastelt, tauchen kompromittierende Fotos mit der Journalistin Donna Rice (Sara Paxton) auf. Und plötzlich steht nicht mehr Harts politische Kompetenz, sondern sein angeblich lotterhaftes Privatleben im Rampenlicht.

Hugh Jackman im Interview

 

GOLDENE KAMERA: Welche Erinnerungen hatten Sie an den Gary-Hart-Skandal?

HUGH JACKMAN: Nicht sehr viele, denn ich habe 1987 überwiegend betrunken in Europa mit 10 Pfund in der Tasche verbracht. (lacht) Das einzige, was von dem Skandal bei mir hängen geblieben war, waren die Worte Monkey Business und der Name Donna Rice. Und anscheinend ging es nicht nur mir so. Selbst Politik-Studenten, mit denen ich in den USA gesprochen habe, hatten kaum Ahnung von diesem scheinbar kleinen Abschnitt der amerikanischen Geschichte, der zur Blaupause unserer heutigen Zeit wurde.

 

Haben Sie Gary Hart für diese Rolle persönlich kennen gelernt?

Ja. Ich habe ihn kontaktiert und er war so nett, mich in sein Haus nach Colorado einzuladen. Ich hatte mich natürlich schon vorher über ihn und den Skandal schlau gemacht und mit vielen gesprochen, die mit ihm an der Präsidentschaftkampagne gearbeitet hatten. Alle haben betont, wie unheimlich klug Gary ist, und dass er einer der besten US-Politiker der letzten 50 Jahre sei.

 

Es war also eine Ehre für mich, ihn zu spielen – obwohl ich zum ersten Mal war eine reale und noch lebende Person dargestellt habe, was mich doch ziemlich nervös gemacht hat. Ich habe sehr viel Respekt für das Leben und Vermächtnis anderer, und es war mir sehr wichtig, dass Gary wusste, dass ich Rücksicht auf ihn und seine Familie nehmen würde. Er ist 82 Jahre alt und hat gerade den 60. Hochzeitstag mit seiner Frau gefeiert. Ich bin froh, dass die Welt durch diesen Film eine neue Seite von Gary Hart kennen lernen wird.

 

War Donna Rice auch involviert?

Donna war die erste Person, die "Der Spitzenkandidat" sehen durfte. Es war Regisseur Jason Reitman sehr wichtig, was Donna über den Film dachte. Und ich glaube, sie war erleichtert, denn dieser Skandal hat auch ihr Leben gestohlen und dieser Film hat ihr wieder eine Stimme gegeben.

 

Wie haben Sie gelernt mit ihrem Ruhm und der Presse umzugehen?

Das Leben von Schauspieler liegt genau wie das Leben von Politikern immer unter dem Mikroskop. Das kann sehr erstickend und zuweilen schwer erträglich sein. Zum Glück bin ich erst im Alter von 30 Jahren mit den "X-Men" wirklich berühmt geworden. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich schon, wer ich bin und was wichtig in meinem Leben ist. Was meine Kinder angeht, bin ich allerdings der Presse gegenüber sehr reserviert. Sie haben sich dieses Leben schließlich nicht ausgesucht.

 

 

Interview: Anke Hofmann

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