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Kirk Douglas im Alter von 103 Jahren gestorben

06.02.2020 - Kirk Douglas war eine der letzten Legenden der goldenen Ära Hollywoods und feierte im Dezember seinen 103. Geburtstag. Zwei Monate später ist der Schauspieler tot, wie sein Sohn Michael auf Instagram bestätigte.

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		Schauspieler Kirk Douglas ist mit 103 gestorben. ©

    Schauspieler Kirk Douglas ist mit 103 gestorben. © dpa

 Michael Douglas lobte seinen Vater als “Wohltäter, dessen Einsatz für Gerechtigkeit für uns alle die Messlatte gelegt hat, an der man sich orientiert”. Mit seinen Worten hat der 75-Jährige nicht übertrieben. Kirk Douglas Großzügigkeit setzte in der Tat Maßstäbe.

 

Über 50 Millionen Dollar seines Vermögens gingen an den „Motion Picture Television Fund“. Ein Hilfswerk, dass sich um ältere, kranke Schauspieler kümmert. Seine aus Hannover stammende Frau Anne Buydens (100), mit der er in zweiter Ehe 66 Jahre verheiratet war („meine wahre Seelengefährtin“), gehörte zu den Pionierinnen, die an Los Angeles’ berüchtigter Obdachlosen-Meile „Skid Row“ ein Haus für gestrandete Frauen und Mädchen finanzierte. Als Kirk Douglas das 99. Lebensjahr vollendete, stellte er der Alzheimer-Klinik „Harry’s Haven“ bei Los Angeles einen Scheck über sage und schreibe 15 Millionen Dollar aus. „Wer zu Lebzeiten gibt, hat mehr davon”, lautete sein Motto.

 

Kirk Douglas, einziger Sohn (neben sechs Schwestern) jüdisch-russischer Einwanderer, wurde am 9. Dezember 1916 in Amsterdam/New York als Issur Danielovitch Demsky geboren. Armut war in jungen Jahren für ihn Alltag. Gestählt durch Gelegenheitsjobs, Ringer-Training und Box-Abenteuer bahnte sich Douglas, der sich bei der Einschulung „Izzy“ nannte, den Weg durch die „American Academy of Dramatic Arts“, wo schon Spencer Tracy und Katherine Hepburn ihre ersten künstlerischen Gehversuche machten.

Ein "Hengst" auf zwei Beinen

Douglas schaffte es bald an die Theater am Broadway. Vor der Kamera trug der nur 1,75 Meter große Mann seine Wehrhaftigkeit wie eine Rüstung am Körper, die man man in Meisterwerken wie „Odysseus“, „Spartacus“ oder „Vincent van Gogh“ bewundern konnte. Kirk Douglas war nie an ein Film-Studio gekettet. Er suchte sich mit einer nach seiner Mutter Bryna benannten Produktionsfirma Regisseure und Drehbuchschreiber aus und galt auf dem Zenit seines Könnens als verschroben, unleidlich und spätestens seit seinen vor Sex-Protzereien strotzenden Memoiren („Wege zum Ruhm“) als Hengst auf zwei Beinen.

Trotzdem bewahrte er sich einen Blick für Unrecht und Willkür, setzte sich in der McCarthy-Ära für politisch verfolgte Kollegen ein, nahm Ronald Reagans Gattin Nancy gegen die Attacken der Linken in Schutz und kritisierte zuletzt immer wieder Donald Trump wegen dessen unbarmherziger Einwanderungspolitik.

 

Auch dramatische Schicksalsschläge konnten Douglas nicht bremsen. Mit 75 Jahren überlebte er als einziger Passagier einen Hubschrauber-Absturz. Mit 80 warf ihn ein schwerer Schlaganfall aus der Bahn. Er musste das Sprechen neu lernen und verlegte sich vom Schauspiel aufs Bücherschreiben.  Dreimal war Douglas für den "Oscar" nominiert (1949, 1953 und 1956) und dreimal ging er leer aus. Erst im Alter von 80 erhielt er den "Oscar" für sein Lebenswerk, für das er 1988 auch mit der GOLDENEN KAMERA im damals noch geteilten Berlin geehrt wurde.

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