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Peter Jacksons neuer Streich: "Mortal Engines: Krieg der Städte"

10.12.2018 - In Peter Jacksons 100-Millionen-Dollar-Verfilmung des Steampunk-Romans "Mortal Engines" kämpft eine junge Heldin gegen eine motorisierte Killerstadt. Wir trafen den Herren der phantastischen Blockbuster zum Gespräch.

Da kommt Großes auf uns zu! Nach "Der Herr der Ringe", "King Kong" und "Der Hobbit" setzt Peter Jackson als Produzent der Steampunk-Romanverfilmung "Mortal Engines: Krieg der Städte" (Kinostart: 13. Dezember) in Sachen Bombast noch einen drauf...

 

Darum geht's in "Mortal Engines: Krieg der Städte"

In einer Zukunft, in der die Ressourcen der Erde fast aufgebraucht sind: Riesenstädte wie London wurden durch Motoren mobil gemacht, sie kämpfen gegen­ einander um die letzten Rohstoffe. In London ver­sucht das Mädchen Hester Shaw (Hera Hilmar), den Obersten Historiker Thaddeus Valentine (Hugo Weaving) zu töten, da er ihre Mutter auf dem Gewissen hat. Ihr Anschlag wird aber von Valentines jungem Gehilfen Tom Natsworthy (Robert Sheehan) verhindert. Hester entkommt durch einen Entsorgungsschacht in die Außenlande – und Valentine stößt seinen Retter gleich hinterher. Für die jungen Leute beginnt eine abenteuerliche Odyssee, die sie zur Widerstandsanführerin Anna Fang (Jihae) führt.

Mit den Kinoversionen von J. R. R. Tolkiens "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" schrieb Peter Jackson Filmge­schichte, nun steht er als Mas­termind hinter der Verfilmung eines in Deutschland fast unbekannten vierbän­digen Werks: Der Neuseeländer schrieb das Drehbuch und produzierte Teil 1 der "Mortal Engines"-Reihe nach Philip Reeve. Im Interview erklärt der 57­-jährige Filmemacher, was ihn an den Büchern faszinierte...

 

"Mortal Engines": Peter Jackson im Interview

GOLDENE KAMERA: "Mortal Engines"-Autor Philip Reeve wollte an sich eine Fabel für Erwachsene schreiben, wurde aber mit einem Jugendbuch beauftragt. Welche Zielgruppe wird der Film ansprechen?

PETER JACKSON: Wir wollten keinen Jugendfilm drehen. Im Buch sind Hester und Tom 17 oder 18 Jahre alt. Im Film sind sie in ihren 20ern. Aber obwohl in Reeves Romanen die Helden jünger sind, sind die Themen in den Büchern sehr erwachsen. Wir haben also eine Version von "Mortal Engines" ge­dreht, wie Reeve sie gerne geschrieben hätte, bevor seine Verleger ihm einen Strich durch die Rechnung machten. (lacht)

 

Warum hat Sie "Mortal Engines" so begeistert?

Ich liebe Geschichten über Krisen, in denen ein Lebensstil, wie Menschen ihn seit Hunderten von Jahren kennen, bedroht ist. In "Der Herr der Ringe" droht der Verlust der Magie. In "Mortal Engines" hat der Konsumwahn der Gesellschaft fast alle Ressourcen verbraucht, und jetzt verschlingen sich Städte ge­genseitig, um zu überleben. Philip Reeve hat es einen munizipalen Darwinismus genannt, wenn große Städte kleinere Städte ruinieren.

 

Obwohl "Mortal Engines" in der Zukunft spielt, fühlt sich die Handlung politisch sehr aktuell an...

Es ist nicht so, dass wir absichtlich Refe­renzen zur momentanen Politik in die Handlung eingebaut haben. Aber da un­ser Antagonist ein Mann mit zügellosem Ehrgeiz ist, der den Schlüssel zur Bombe in den Händen hält, wird der Film zu einer Warnung für unsere heutige Zeit. Es gibt genügend verrückte Männer in unserer Welt, die zu extrem dummen Taten in der Lage sind. Frauen sind in dieser Beziehung die Vernünftigeren.

Haben Sie sich deswegen für eine Geschichte mit Heldin entschieden?

Nicht wirklich. Mir ist es nicht wichtig, ob der Held männlich oder weiblich ist, sondern ob die Figur interessant ist. Eine Heldin zu haben war nicht meine Entscheidung, sondern die von Reeve.

 

Warum haben Sie sich für Hera Hilmar als Hester und Robert Sheehan als Tom entschieden?

Hera hat etwas Mysteriöses an sich. Sie erinnert mich sehr an Ingrid Bergman. Sie behält ihre Gefühle für sich, und das war perfekt für diese Rolle, denn Hester hat als Kind zugesehen, wie ihre Mutter ermordet wurde, und wurde von einem Killer­-Roboter großgezogen. Robert ist der quirlige, optimistische, witzige Typ mit vielen Freunden – wie Tom.

 

Hat es Sie nicht doch ab und zu in den Fingern gejuckt zu inszenieren?

Christian Rivers ist kein unerfahrener junger Mann, den ich auf der Straße aufgelesen habe. Er hat die Storyboards für praktisch alle meine Filme gezeich­net. Er hat einen Oscar für die visuellen Effekte in "King Kong" gewonnen. Und ich habe ihn schon viele kleine Szenen in den "Hobbit"-Filmen inszenieren lassen.

Interview: Anke Hofmann

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