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Star der Woche: Amanda Seyfried

19.07.2018 - In der Fortsetzung von "Mamma Mia!" zeigt Amanda Seyfried erneut, dass sie mehr ist als nur eine weitere hübsche Hollywood-Blondine.

Diese Augen! So riesig, dass sie diese Frau fast wie ein Fabelwesen wirken lassen. Wie eine Fee oder Elfe. Oder aber wie Gollum, jene gequälte, großäugige Kreatur aus "Der Herr der Ringe", mit der ihr Aussehen in "Ted 2" (2015) immer wieder verglichen wurde.

 

Amanda Seyfried, die in der zotigen Komödie eine Anwältin spielte, nahm die wenig schmeichelhaften Gags gelassen. Ihre Augen seien ja tatsächlich etwas merkwürdig, sagte sie damals einem US-Magazin – und wahrscheinlich vererbt: "Sie sollten mal die von meinem Vater sehen!"

Mit ihrem derben Humor, der so gar nicht zu ihrem zarten Äußeren zu passen scheint, macht die 32-Jährige Interviewer immer wieder sprachlos. David Letterman etwa fragte sie vor ein paar Jahren nach einem kleinen Tattoo an ihrem Fuß. Der US-Talkshow-Veteran wollte wissen, was denn das tätowierte Wort "minge" bedeute. Das sei ein weiblicher Körperteil, antwortete Seyfried. Als Letterman dämmerte, dass das britische Slangwort die Vagina bezeichnet, wechselte er blitzschnell das Thema.

 

Erfolge in Hollywood

Amanda Seyfried hat schon früh gelernt, wie man sein Publikum unterhält. Bereits mit elf Jahren modelte sie ("Nur für ein lokales Kaufhaus, ich trug viel Flanell."). Als Teenager spielte sie in Seifenopern, dann kam 2004 der Durchbruch mit der Kinokomödie "Girls Club – Vorsicht bissig!", in der sie als strunzdumme Blondine die Lacher auf ihrer Seite hatte. Bevor man sie auf die Rolle festlegen konnte, bestand sie 2008 neben Meryl Streep im Musical "Mamma Mia!", dessen Fortsetzung am 19. Juli startet.

 

In den zehn Jahren, die seit dem ersten "Mamma Mia!"-Film vergangen sind, war Seyfried in großen Produktionen wie "Les Misérables" ebenso zu sehen wie in kleineren, ambitionierten Projekten, etwa dem Drama "Lovelace", der Lebensgeschichte der Pornodarstellerin Linda Lovelace.

 

Eine geradlinige Karriere, so sieht es jedenfalls von außen betrachtet aus. Doch 2016 enthüllte sie in dem US-Frauenmagazin "Allure", dass sie seit vielen Jahren unter Angst- und Zwangsstörungen leidet. "Eine psychische Erkrankung sollte genauso ernst genommen werden wie alle anderen Krankheiten. Man sieht sie nicht, aber sie ist da", sagte sie – und plädierte für den Einsatz von Medikamenten, mit denen sie ihre Ängste inzwischen im Griff habe. Noch immer fühle sie sich in Menschenmengen unwohl.

Privates Glück

Wenn sie nicht dreht, lebt sie mit ihrem Mann, dem Schauspieler Thomas Sadoski, auf einer Farm. Ihre Fans unterhält sie via Instagram-Account mit exakt dosierten Einblicken in ihr Leben: Es gibt viele Bilder von Hund Finn, einige mit ihrem Mann – und kein einziges von der Ende März 2017 geborenen Tochter, deren Namen sie bis heute geheim hält.