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«Made in Dortmund»: BVB-Trainer als England-Exportschlager

22.01.2019 - Der BVB steht schon lange im Ruf, ein ideales Sprungbrett für junge Profis zu sein. Doch auch bei der Entwicklung von Trainer-Talenten gilt der Revierclub mittlerweile als gute Adresse - insbesondere im Mutterland des Fußballs.

  • Übernimmt bei Huddersfield Town: Jan Siewert. Foto: Mike Egerton/PA Wire © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Übernimmt bei Huddersfield Town: Jan Siewert. Foto: Mike Egerton/PA Wire © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Nächste, bitte! Die Trainer von Borussia Dortmund bleiben Exportschlager und stehen vor allem in England hoch im Kurs. Nach Jürgen Klopp, David Wagner und Daniel Farke wechselt in Jan Siewert der bereits vierte Fußball-Lehrer des BVB binnen gut drei Jahren auf die Insel.

Der 36-Jährige, der seit Sommer 2017 die Dortmunder U23-Mannschaft in der Regionalliga West betreut hatte, tritt beim Premier-League-Schlusslicht Huddersfield Town die Nachfolge von Wagner an. «Seine Philosophie und seine Vorstellungen passen zu uns», kommentierte Hudderfields Vorstandsvorsitzender Dean Hoyle die Einigung.

Die hohe Wertschätzung für Trainer aus der Revierstadt kommt nicht von ungefähr. Schließlich steht der BVB im Mutterland des Fußballs für viel Leidenschaft, Modernität und gelungenes Talente-Scouting. Das korrespondiert mit den Ansprüchen und Zielsetzungen vieler heimischer Clubs. «Auch in der U23 oder im Jugendbereich prägt es dich, wenn du für diesen Verein arbeitest. Du lernst unheimlich viele Facetten kennen und bekommst einen Einblick, wie es ist, auf allerhöchstem Niveau zu arbeiten», sagte Farke den «Ruhr Nachrichten» in Anspielung auf seine Zeit beim BVB, «dieser hohe Anspruch prägt dich als Trainer und bringt dich weiter voran.»

Vor allem Klopp trug zur hohen Wertschätzung für Fachkräfte aus Dortmund bei. Ähnlich wie zuvor den BVB erweckte er auch den FC Liverpool seit seinem Amtsantritt im Oktober 2015 zu neuem Leben, führte den Traditionsclub 2018 in das Champions-League-Finale und führt mit den Reds derzeit die Tabelle der Premier League an. Längst genießt Klopp in der Stadt am Mersey-River einen ähnlichen Kultstatus wie in Dortmund. «Er war der Türöffner für nachfolgende Trainer», sagte BVB-Nachwuchskoordinator Lars Ricken.

Auch die Bilanz seiner «Nachfolger» mit schwarz-gelber Vergangenheit kann sich sehen lassen. Dem nur einen Monat später nach England gewechselten Wagner gelang mit dem Aufstieg des Provinzclubs Huddersfield Town (2017) in die Premier League ein Fußball-Wunder. Den Klassenverbleib in der folgenden Saison werteten viele Beobachter als noch größeres Kunststück. Dass sich beide Seiten nach zuletzt acht Niederlagen einvernehmlich trennten, konnte dem guten Ruf von Wagner nur wenig anhaben.

Wie Wagner nutzte auch Farke seine Zeit bei der Dortmunder U23 zum Sprung in den englischen Profifußball. Seit seinem Wechsel im Sommer 2017 geht es mit dem Zweitligisten Norwich City aufwärts. Der Club darf sich als Tabellenzweiter der Championship bei nur einem Punkt Rückstand zu Spitzenreiter Leeds United Hoffnungen auf den Aufstieg machen.

Nicht von langer Dauer war dagegen das Engagement von Sven Mislintat in England. Nur knapp 14 Monate nach seinem Wechsel in die englische Hauptstadt gab der FC Arsenal am Montag die Trennung von dem einstigen BVB-Scout bekannt. Grund für das Aus des 46 Jahre alten Chef-Kaderplaners soll ein unterkühltes Verhältnis zu Arsenal-Cheftrainer Unai Emery sein.

Nun versucht Siewert sein Glück. Anders als noch im Sommer, als er ein Angebot des Zweitligisten Queens Park Rangers ablehnte, konnte der einstige Trainer von Rot Weiss Essen dem Ruf aus England diesmal nicht widerstehen. «Natürlich planen wir mit unseren Trainern längerfristig. Aber wenn solche Angebote kommen, wird es schwierig, dem Wechselwunsch zu widersprechen», kommentierte Ricken.

Dem Vernehmen nach kassiert der BVB für Siewert eine Ablöse in Höhe von 300.000 Euro. Sein Nachfolger beim BVB wird der 38 Jahre alte Alen Terzic. Der Bruder des Dortmunder Co-Trainers Edin Terzic und bisherige Coach des Oberligisten FC Brünninghausen gilt als nächstes Talent. Sein Englisch soll ganz passabel sein...

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