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Vernetzte Autos im Test

17.02.2017 - Die Technologie LTE-V2X soll den Weg zum vollvernetzten Straßenverkehr ebnen, in dem Autos, Ampeln und die Verkehrsinfrastruktur miteinander kommunizieren werden. Vodafone, Bosch und Huawei haben nun einen LTE-V2X-Feldversuch auf der Autobahn A9 bei Allershausen gestartet.

  • Mit Hilfe von LTE-V2X sollen die Unfallzahlen in Zukunft sinken ©

    Mit Hilfe von LTE-V2X sollen die Unfallzahlen in Zukunft sinken © Vodafone

LTE-V2X ermöglicht laut Vodafone den direkten und verzögerungsfreien Austausch von Information zwischen Fahrzeugen. Vernetzte Autos senden dabei beispielsweise Informationen zur Geschwindigkeit, zur Position und zum Spurwechsel direkt an alle Fahrzeuge im Umkreis von 320 Metern. Die schnelle und direkte Kommunikation zwischen den Autos soll den Verkehrsfluss optimieren und helfen Unfallzahlen zu senken.

Weniger Unfälle dank LTE-V2X

Vodafone installiert auf der LTE-V2X-Teststrecke ein Mobilfunknetz für die Datenübertragung. Huawei erstellt die Mobilfunk-Module für die Autos und installiert die benötigte Kommunikationstechnik in den Basisstationen. Bosch integriert die Mobilfunk-Module und entsprechende Software in den Fahrzeugen und führt die Messungen vor Ort durch.

Im Testbetrieb wollen die Partner unter Live-Bedingungen zeigen, dass die Direkt-Kommunikation zwischen den Autos per Mobilfunk mit sehr geringer Latenz funktioniert und wie sie sich von WLAN-basierten Alternativen unterscheidet. Die Unterstützung durch das übergreifende Mobilfunknetz soll außerdem für maximale Zuverlässigkeit sorgen und die Koordination der Kommunikation zwischen den Autos erleichtern.

LTE-V2X wird derzeit in internationalen Gremien spezifiziert. Vodafone, Bosch und Huawei setzen mit ihren Tests erstmals in Europa überhaupt auf dem neuesten Stand der Spezifikation auf.

Zunächst wird LTE-V2X als Echtzeit-Warnsystem beim Spurenwechsel auf der Autobahn getestet. Nähert sich beim Spurenwechsel ein Auto mit hoher Geschwindigkeit von hinten, so dass es zum Unfall kommen kann, erhält der Fahrer eine Warnung.

Später wird die Technologie bei weiteren Szenarien getestet, um zu untersuchen, welche Funktionen neben der Frühwarnung bei Spurenwechsel vorrangig von der schnellen Datenübermittlung profitieren können. Dazu zählt beispielsweise die Warnung beim unvorhersehbaren Bremsvorgang des vorausfahrenden Fahrzeugs.

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