Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Weit transportierte Pollen verstärken Allergie-Probleme

26.02.2021 - Wenn Birkenpollen-Allergiker niesen, obwohl die Birken in der Region noch gar nicht blühen, kann das an Pollen aus weit entfernten Regionen liegen. Forscher haben das nun deutlich belegt.

  • Pollen können einen Weg von mehreren Hundert Kilometern zurücklegen. So können Allergien auch in Regionen auftreten, in denen die Bäume noch gar nicht blühen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa © dpa - Deutsche...

    Pollen können einen Weg von mehreren Hundert Kilometern zurücklegen. So können Allergien auch in Regionen auftreten, in denen die Bäume noch gar nicht blühen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wer gegen Pollen allergisch ist, bekommt immer öfter wegen des Klimawandels Probleme. Die regionale Allergie-Saison kann aber auch durch Pollen von mehreren Hundert Kilometer entfernt blühenden Pflanzen verlängert werden, wie Forscher der Technischen Universität München (TUM) belegt haben.

So seien an bayerischen Messstationen oft Pollen von Pflanzen aufgefangen worden, bevor diese in der Region blühten, berichtet das Team im Fachjournal «Frontiers in Allergy».

«Das Phänomen an sich ist bekannt, aber bisher hatte noch niemand systematisch untersucht, wie häufig dies vorkommt», sagte Annette Menzel, Professorin für Ökoklimatologie an der TUM. Für ihre Studie werteten die Forscher die Daten von drei bayerischen Pollen-Messstationen über 30 Jahre für sieben Pollenarten aus. In einer Detailstudie zu fünf der sieben Arten stellten die Forscher in 63 Prozent der Fälle weit transportierte Pollen fest - teils in einer klinisch relevanten Menge.

Zum Beispiel wurden Birken-Pollen an einer Teststation aufgefangen, obwohl Birken in der Region erst mindestens zehn Tage später zu blühen begannen. Dadurch könnten Allergiker unter zusätzlichen Belastungen leiden und die Saison länger dauern, als anhand der Blühzeiten vor Ort anzunehmen sei, betonte Menzel. Zudem wurden Pollen von Pflanzen in der Luft gemessen, die in der jeweiligen Region eigentlich gar nicht vorkommen.

Pollen-Allergiker leiden wegen des Klimawandels ohnehin immer öfter unter Beschwerden. Wärmere Temperaturen lassen Pflanzen früher blühen, höhere Kohlendioxid-Konzentrationen erhöhen zudem die Pollenproduktion.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren