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«In The Key Of Joy»: Sergio Mendes and Friends

28.02.2020 - Er gilt längst als Klassiker des Brazil Pop, aber Sergio Mendes hat sich in 60 Jahren nie auf seinen Lorbeeren ausgeruht. Auf seinem neuen Album hat er eine illustre Runde versammelt.

  • Sergio Mendes hat den Schlüssel zum Glück. Foto: Katsunari Kawai © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sergio Mendes hat den Schlüssel zum Glück. Foto: Katsunari Kawai © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Er ist eine Legende des Latino-Pops, der brasilianische Pianist und Komponist Sergio Mendes hat längst nicht nur mit seinem Welthit «Mas Que Nada» Geschichte geschrieben. Angefangen hat er mit dem Bossa Nova, dann kam die fantastische Band Brasil 66, aber bei allen Erfolgen hat sich Mendes immer auch für neue Strömungen interessiert. Er hat mit Jazzern wie Cannonball Adderley oder Herbie Mann zusammengespielt, später kamen die Black Eyed Peas und John Legend dazu.

Auch sein neues Album «In The Key Of Joy» (Concord / Universal) ist von kreativer Neugier und großer Spielfreude geprägt: Sergio Mendes hat eine ganze Reihe von jüngeren Musikern eingeladen, mit ihm zusammen zu arbeiten. Und so rappt sich gleich im Opener «Sabor Do Rio» der coole US-Amerikaner Common durch die Latino-Rhythmen, da berühren sich sonnige Copacabana und raue «hood».

Weiter geht die Wahlverwandten-Reise mit der noch jungen Sängerin Sugar Joans und dem Brompton-Rapper Duffy, die trotz ihrer verschiedenen Wurzeln perfekt in das Konzept des Albums passen. Die R&B-Diva Sheléa ist mit zwei Titeln vertreten, und wie ein guter Geist ist auch Sergio Mendes' Ehefrau, die fantastische Sängerin Gracinha Leporace, gleich bei drei Tracks mit dabei. Das macht einfach Spaß. Und ist musikalisch auf hohem Niveau angesiedelt.

Aufgenommen wurde «In The Key Of Joy» in Sergio Mendes' Wahlheimat Los Angeles, aber auch in Brasilien, was unbedingt sein musste: «Es gibt gewisse Töne, die man nur in Brasilien hat, eine unglaubliche Energie, eine starke rhythmische Welle, die man überall durchhört», so Mendes über den Flow in seiner Heimat, den er kongenial in sein neues Album überführt hat.

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