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Kaffee Verkostungen liegen im Trend: Martin Schranz macht es vor

09.04.2018

  • Der beliebteste Wachmacher weltweit heißt eindeutig Kaffee. © pixabay.com / pixel2013 (CC0 Creative

    Der beliebteste Wachmacher weltweit heißt eindeutig Kaffee. © pixabay.com / pixel2013 (CC0 Creative Commons)

  • Martin Schranz testete auf Bali Katzenkaffee. © Martin-Schranz-Coffee-Luwak-Bild / Martin

    Martin Schranz testete auf Bali Katzenkaffee. © Martin-Schranz-Coffee-Luwak-Bild / Martin Schranz

  • Ähnlich wie bei einer Weinverkostung trinken Teilnehmer bei einer Kaffee Verkostung nicht den ganzen Inhalt, sondern schmecken ihn. © pixabay.com / kavekostolo (CC0 Creative

    Ähnlich wie bei einer Weinverkostung trinken Teilnehmer bei einer Kaffee Verkostung nicht den ganzen Inhalt, sondern schmecken ihn. © pixabay.com / kavekostolo (CC0 Creative Commons)

Kaffee gehört nicht nur international zu den beliebtesten Heißgetränken, sondern auch zu den gesellschaftlichen Bereichen mit jährlich wechselnden Trend-Updates. Der Filterkaffee hat beispielsweise im Jahr 2017 ein großartiges Comeback hingelegt und zeigte sich in vielseitigen Zubereitungsmöglichkeiten, sodass Kaffee-Liebhaber von einzigartigen Röstprofilen und qualitativen Bohnen mit facettenreichen Geschmacksrichtungen profitierten. In diesem Zusammenhang haben auch Kaffee Verkostungen zugenommen und sind aktuell ein trendiges Unterfangen, um verschiedene Kaffeesorten aus aller Welt kennenzulernen. Auch Unternehmer Martin Schranz sprang auf und verkostete auf Bali eine der kostspieligsten Kaffeesorten des Marktes.

Der teuerste Kaffee: Martin Schranz entdeckt das Geheimnis des Coffee Luwak

Es gibt zahlreiche Gründe für eine Kaffee Verkostung. Martin Schranz hat sich während seiner letzten Bali-Reise einem ganz besonderen Kaffee gewidmet, der nicht nur als eine der teuersten Sorten der Welt zelebriert, sondern auch auf sehr ungewöhnliche Weise produziert wird. In Fachkreisen heißt der Luwak Kaffee nämlich „Katzenkaffee“, was schon sehr viel über das besondere Herstellungsverfahren verrät. Wer den Film „Das Beste kommt zum Schluss“ gesehen hat, dem wird dieser Name nicht fremd sein. Jack Nicholson spielt im Film den egozentrischen und kranken Milliardär Edward Cole, der im Krankenhaus nicht auf seinen Kaffee verzichten möchte. Und als Mann von Welt mit Geld kann sich Edward Cole das Beste vom Besten leisten. In diesem Fall den Katzenkaffee.

Die Besonderheit des Kaffees liegt in der Produktion, wie auch Martin Schranz bei einem Besuch auf einer Plantage in Bali feststellte. Im Gegensatz zur klassischen Kaffeeherstellung besteht der echte Coffee Luwak nicht aus Kaffeebohnen, die vom Feld geerntet und anschließend geröstet werden. Zunächst haben die Bohnen dieser teuren Kaffeesorte einen anderen Weg vor sich und dieser führt durch den Verdauungstrakt einer Schleichkatzenart. Es handelt sich hier um ein nachaktives Tier, welches als Fleckenmusang bezeichnet wird, nur das Fruchtfleisch der Kaffeepflanzen verdaut und die Bohne wieder ausscheidet. Dadurch setzt die Schleichkatze die Bohne einem einzigartigen Fermentierungsprozess aus, wodurch der Luwak Coffee sein unvergleichliches Aroma erhält. Martin Schranz machte bei seiner Verkostung auf Bali die Erfahrung, dass man hier für eine Tasse Luwak Coffee ungefähr zwischen drei und fünf Dollar bezahlt. Wohingegen die Preise in Westeuropa mit 25 Dollar pro Tasse wesentlich höher liegen. 

Bei seiner Coffee Luwak Verkostung auf Bali hat Martin Schranz als Tierfreund auch Informationen über die Haltung der Schleichkatzen gesammelt. Leider ist nicht auf allen Plantagen selbstverständlich, dass die Tiere in einer geeigneten Umgebung sowohl Freilauf haben als auch in geräumigen Gehegen leben. Um mehr finanziellen Profit aus dem Luwak Coffee zu erhalten, gibt es auch Farmen, wo die Fleckenmusangs in sehr engen Käfigen eingepfercht gehalten werden. Dadurch leiden die Schleichkatzen nicht nur an mangelndem Platz und einem engen Lebensraum, sondern auch an einer schlechten Ernährung. Normalerweise haben die Tiere einen relativ großen Speiseplan, auf dem die Kaffeefrüchte nur einen Bestandteil bilden. Die Käfighaltung verwehrt diese abwechslungsreiche Nahrungsaufnahme, wodurch die Tiere nur mit den Kaffeefrüchten gefüttert werden. In der Regel wirkt sich diese einseitige Ernährung auch auf die Qualität der Kaffeebohnen aus. Außerdem ist die Schleichkatze, wie bereits erwähnt, nachtaktiv. Die Käfighaltung macht auch diesen Umstand unmöglich, sodass sich die Tiere bei hellem Tageslicht nicht zurückziehen können.

Den Lifestyle des Martin Schranz mit Kaffee Verkostungen zuhause entdecken

Wer ähnlich wie Martin Schranz das Geheimnis von gehypten Kaffeesorten entdecken möchte, der ist mit einer Kaffee Verkostung gut beraten. Bei einer professionellen Verkostung werden verschiedene Kaffeesorten auf einem Tisch platziert. Im ersten Schritt riechen die Teilnehmer an den Bohnen oder am Pulver. Hierbei lassen sich bereits erste Aromen und Geschmacksnoten erkennen. Anschließend wird der Kaffee aufgebrüht, erhält eine kurze Zieh- beziehungsweise Ruhepause, um im zweiten Schritt verkostet zu werden. Auch bei diesem Schritt kommt es zunächst auf den Geruchssinn an, ehe tatsächlich getrunken wird. Im Gegensatz zur Unart des Kaffeeschlürfens am gut gedeckten Kaffeetisch, ist das Schlürfen bei einer Kaffee Verkostung erwünscht. Nach dem die jeweilige Sorte eine Weile geschmeckt wurde, spucken die Teilnehmer das Heißgetränk in einen dafür vorgesehenen Behälter. Final neutralisiert ein Wasser den Geschmack, um den nächsten Kaffee zu probieren. Eine Liste mit Geschmacksnuancen, Röstprofilen und Stärkegraden liegt zum Vergleich vor und wird während der Verkostung individuell ausgefüllt.

Ähnlich wie bei einer Weinverkostung trinken Teilnehmer bei einer Kaffee Verkostung nicht den ganzen Inhalt, sondern schmecken ihn.

Übrigens haben Interessierte auch die Möglichkeit, diese Kaffee Verkostungen in den eigenen vier Wänden mit Freunden, Bekannten oder der Familie zu veranstalten. Benötigt werden dafür folgende Utensilien:

• Kaffeesorten in Bohnen- oder Pulverform,

• Messlöffel zum Einfüllen,

• Tassen und

• Behältnisse zum Ausspucken sowie

• ein Glas Wasser pro Portion, um den Mund zwischen den einzelnen Kaffeesorten zu neutralisieren.

Facettenreiche Kaffeekulturen in ganz Europa

Der Kaffeekonsum in Europa zeigt, wie hoch der Stellenwert des schwarzen Wachmachers tatsächlich ist. Dabei haben die Konsumenten facettenreiche Vorlieben, die dank der abwechslungsreichen Kaffeekulturen von Land zu Land in vielseitiger Art und Weise umgesetzt werden. Während die Wiener Kaffeehauskultur beispielsweise in Österreich eine lange Tradition besitzt, zeigen sich die Kaffee-Trends in den anderen Teilen Europas sehr vielfältig. Von Espresso über Cappuccino bis hin zu Filterkaffee ist für jeden Koffein-Liebhaber eine passende Sorte dabei. Aktuell steht vor allem der bewusste Genuss im Zentrum der Kaffeekultur. Hochwertige Bohnen, Aufgüsse per Hand und sorgfältige Zubereitungsmethoden zeichnen die sogenannte „Pour Over“-Aufbrüh-Technik aus. Auch die „Cold Brew“-Zubereitung gewinnt immer mehr Anhänger. Hierbei handelt es sich um einen kalten Aufguss. Die frisch gemahlenen und übergossenen Kaffeebohnen ziehen 12 Stunden ehe das Kaltgetränk mit Eiswürfeln und Sahne veredelt und getrunken wird.

Wer gerne einmal, wie Martin Schranz, den Luwak Coffee probieren möchte, sollte bei einem Plantagen-Besuch auf die Vertrauenswürdigkeit des Kaffeebauern achten. Grund dafür ist, dass beim Verkauf der kostspieligen Kaffee-Delikatessen gerne mal geschummelt wird. Daher ist es ratsam, die Echtheit des Luwak Coffee im Vorfeld sicherzustellen, um nicht für eine Packung Fake-Luwak pro Kilo umgerechnet 400 Euro auszugeben.

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