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Hessens Tiere und Pflanzen in Frühlingsstimmung

22.03.2020 - Das Land ist wegen der Corona-Krise im Ausnahmezustand, in der Natur nimmt dagegen alles seinen jahreszeittypischen Verlauf. Die Bienen sammeln Pollen und auf den Feldern wird ausgesät. Die Landwirte hoffen auf stabile Temperaturen.

  • Eine Biene kehrt im Sonnenschein zurück in ihren Stock. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Biene kehrt im Sonnenschein zurück in ihren Stock. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Tier- und Pflanzenwelt in Hessen schaltet in den Frühlings-Modus. Vögel beginnen mit der Brut, Bienen steuern erste Blüten an, im Wald regt sich das Wild und auf den Feldern steht vielfach die Aussaat an. Anders als in den vergangenen Jahren sei die Vegetation auf ihrem für diese Zeit normalen Niveau, sagt der Sprecher des hessischen Bauernverbandes, Bernd Weber. «2018 und 2019 war durch die Bank alles etwa zwei Wochen früher.» Ein Überblick:

BIENEN AUF POLLENSUCHE

Für Imker und Honigbienen sieht es nach einem guten Jahr aus, wie Manfred Ritz berichtet, der Vorsitzende des Landesverbands Hessischer Imker. Die Bienen haben bereits ihren Reinigungsflug hinter sich, bei dem sie ihre Kotblase entleeren, wie der Fachmann erklärt. Nun sammeln die Insekten erste Pollen. Derzeit fliegen sie demnach auf Weiden oder Haselnusssträucher, in den nächsten 14 Tagen auch auf Löwenzahn und in drei bis vier Wochen auf den Raps.

Wie gut die Völker insgesamt den Winter überstanden haben, steht Ritz zufolge noch nicht endgültig fest. Einige Imker hätten - auch wegen Behandlungen gegen die schädliche Varroa-Milbe - sehr viele Tiere verloren, andere meldeten keinerlei Verluste. Gewisse Verluste über den Winter sind normal.

VÖGEL IM HOCHZEITSFIEBER

Die Vogelwelt ist bereits mit den ersten Schritten ihres Brutgeschäfts beschäftigt. Das ist auch morgens zu hören: Mit ihren Gesängen werben die Männchen derzeit um Weibchen und stecken ihre Reviere ab, wie Martin Hormann von der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland in Frankfurt erzählt. Es zwitschern etwa Blaumeise, Girlitz oder Mönchsgrasmücke, Amseln sind mit dem Nestbau beschäftigt. Wann es mit der Brut so richtig losgeht, hängt auch vom Wetter und Nahrungsangebot ab. Die Menschen können die Vögel unterstützen, indem sie naturnahe Gärten anlegen, in denen die Tiere reichlich Insekten finden, wie Hormann betont.

WILD IM WALD

Die Rehe warten derzeit auf neues Grün auf Wiesen und im Wald. «Der März ist der Hungermonat für das Wild», sagt Markus Stifter vom Landesjagdverband Hessen. Die Tiere finden sich daher derzeit zu Gruppen zusammen, um gemeinsam insbesondere attraktive Futterplätze zu finden. Das sei zu dieser Jahreszeit normal, weil mit den längeren und wärmeren Tagen auch der Organismus der Tiere anspringt. Sprießt das Grün, trennen sich die Rehe wieder und verteilen sich auf einem größeren Gebiet.

Dann geht es auch schon los mit dem Konkurrenzkampf zwischen Jung und Alt: Die wilden Jung-Rehböcke gehen bald auf Reviersuche und werden dann «regelmäßig von den Alten verjagt», sagt Stifter. Das bedeute auch eine höhere Gefahr für Wildunfälle gerade im April und Mai, weswegen Autofahrer in dieser «Jagdzeit» besonders aufmerksam unterwegs sein sollten. Auch Hundebesitzer sollten Rücksicht auf Wildtiere nehmen, betont der Jagdverband-Sprecher. Die Rehgeißen seien hochträchtig und etwas behäbig unterwegs - und könnten nicht mehr so schnell davonlaufen. Die Kitze kommen ab Mitte Mai zur Welt. Schon da sei der Hasennachwuchs.

ARBEIT AUF DEN FELDERN

Hessens Landwirte bereiten nun viele ihrer Felder auf die Saison vor. Jetzt gehe es vor allem ums Düngen, berichtet Bauernverbandssprecher Weber. Die Sommergerste werde gesät und Kartoffeln gesetzt. Die Landwirte seien mit der Aussaat «ein bisschen hinterher», weil es in den vergangenen Wochen wegen des vielen Regens zu nass auf den Feldern gewesen sei. Wichtig sei, dass es nicht zu großen Temperaturschwankungen komme, sagt Weber. «Wir hoffe, dass es jetzt nicht zu kalt wird und wir keine Frostschäden bekommen.»

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