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Für diese Leute lohnt sich eine Private Krankenversicherung

30.10.2020 - PKV: bedarfsorientiert eingesetzt die optimale Krankenversicherung

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    © pixabay.com / Michael Schwarzenberger

Den Vergleich zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung auf den Beitrag zu reduzieren, ist zu kurz gedacht. Dennoch zeigt ein Vergleich der Beitragseinnahmen beider Systeme im Zeitraum 2010 bis 2020: In der GKV stiegen diese durchschnittlich um 3,8 % jährlich. Die Beiträge in der PKV erhöhten sich lediglich um 2,3 % im Jahresdurchschnitt. Gleichzeitig bildeten die Unternehmen der privaten Versicherungswirtschaft Rücklagen, um Beitragserhöhungen im Alter abzumildern. Im Einzelfall sind die Entwicklungen der Beitragszahlungen unterschiedlich. Hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses entscheiden ebenso die persönlichen Voraussetzungen. Die Frage lautet: Für wen lohnt sich die private Krankenversicherung?

Die Krankenversicherung ist eine Versicherung fürs Leben

In Deutschland ist die Krankenversicherung eine Pflichtversicherung. Knapp 90 % der Bevölkerung sind Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse. Rund 10 % aller Versicherten nutzen die Möglichkeit, sich privat zu versichern. Bei den privat Krankenversicherten ist die Entscheidung eine fürs Leben. Der Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist während des Berufslebens ausschließlich bei Unterschreitung der Beitragsbemessungsgrenze möglich. Nach dem 55. Lebensjahr ist selbst dieser Wechsel in der Regel ausgeschlossen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um in die PKV zu wechseln?

Freiberuflern, Selbstständigen, Studenten sowie Beamten steht der Wechsel ohne weitere Voraussetzungen frei. Bei Angestellten muss das Bruttoeinkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreiten. Für 2020 liegt sie bei 62.550 Euro. Beiträge werden in der PKV individuell nach Risiko kalkuliert. Das bedeutet, gesundheitlich vorbelastete Versicherungsnehmer müssen mit Aufschlägen rechnen. Ebenso wird das Eintrittsalter kalkuliert. Die Entscheidung für die PKV sollte aus diesem Grunde frühzeitig, am besten bis zum 40. Lebensjahr, getroffen werden.

Versicherungsleistungen nach Wunsch im Baukastensystem zusammenstellen

Erfüllen Sie die Voraussetzungen für die private Krankenversicherung, stellen Sie Ihren Versicherungsbedarf individuell zusammen. Die von der privaten Versicherungswirtschaft angebotenen Leistungen sind im Vergleich zu den gesetzlichen Krankenkassen wesentlich umfangreicher. Leistungen des Tarifs sind entgegen der GKV zugesichert. Beispielsweise gehören Chefarztbehandlungen sowie hohe Erstattungen bei Zahnersatz zu den üblichen Angeboten. Ebenso kennt der privat Versicherte weder Rezeptgebühren noch Eigenanteile bei Krankenhausaufenthalten. Und wenn sie die freie Arztwahl gewohnt sind, möchten Sie nicht mehr darauf verzichten. Haben Sie wegen der mäßigen Leistungen der GKV eine Zusatzversicherung abgeschlossen? Vergleichen Sie die Summe mit dem Beitrag sowie den Leistungen einer privaten Vollversicherung!

Wer hat während des Erwerbslebens Vorteile als privat Versicherter?

Für jede Person wird bei der PKV ein Tarif abgeschlossen. Der Vorteil: Der Tarif kann individuell auf jedes Familienmitglied zugeschnitten werden. Der Nachteil: Der monatliche Beitrag steigt mit der Anzahl der versicherten Personen. Wechseln Sie in jungen Jahren als Angestellter in die private Krankenversicherung, erhalten Sie bessere Leistungen zu niedrigeren Beiträgen. Der Vorteil schwindet, umso mehr Familienmitglieder zu versichern sind.

Junge Selbstständige bevorzugen in der PKV häufig Tarife mit abgespeckten Leistungen. Sie erhalten eine Grundversorgung zum günstigen Beitrag. Mit steigendem Einkommen wird dann in höherwertige Tarife gewechselt.

Als Beamter erhalten Sie teilweise Leistungen über die sogenannte Beihilfe. Für den verbleibenden Teil bietet die PKV spezielle Beamtentarife an. Da sich für die Versicherungen das Leistungsrisiko halbiert, sind die Beiträge günstig. Beamte gehören daher zur klassischen Gruppe der privat Versicherten.

Für wen ist die PKV im Rentenalter von Vorteil?

Im Ruhestand sind die Einkünfte in der Regel geringer. Die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung sinken häufig. Da diese bei den privat Versicherten unabhängig vom Einkommen berechnet werden, bleiben sie gleich hoch. Dieser Unterschied kommt privat versicherten Ruheständlern zugute, die über ein Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verfügen. Insbesondere, wenn diese Einkünfte aus verschiedenen Einkommensarten kommen. Der gesetzlich versicherte Rentner hat Beiträge prozentual auf alle Einkommen zu entrichten. Er erhält jedoch für Einkommen neben der gesetzlichen Rente keinen Beitragszuschuss. Für den privat Versicherten bleibt der Beitrag gleich, unabhängig vom Einkommen. Sind Sie rechtzeitig in die PKV gewechselt? Dann erhalten Sie in solchen Fällen oft im Ruhestand mehr Leistung für den gleichen oder einen niedrigeren Beitrag.

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