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Morbus Bechterew – wenn sich hinter Rückenschmerzen Rheuma verbirgt

04.12.2019 - Rückenschmerz ist die Volkskrankheit Nummer eins, er kann viele Ursachen haben. Da stellt sich die Frage, wann ein Wärmepflaster reicht und bei welchen Symptome Betroffene einen Arzt aufsuchen sollten.

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    © unsplash.com / Patrick Malleret

Wieder eine schlaflose Nacht. Kaum kommt der Körper zur Ruhe, fangen die Schmerzen im unteren Rücken an. Der Morgen beginnt mit steifen Knochen. „Hexenschuss“ lautet da oft die Selbstdiagnose. Aber das muss nicht stimmen. Rheuma-Erkrankungen können ähnliche Beschwerden hervorrufen.

Der rheumatische Rückenschmerz Morbus Bechterew

Rheumatische Erkrankungen sind weit verbreitet. In Deutschland leiden allein 350.000 Menschen an der häufigen Rheuma-Form Morbus Bechterew. Die schwerwiegende Erkrankung, auch Spondylitis ankylosans oder ankylosierende Spondylitis (AS) genannt, beginnt meist mit Schmerzen im unteren Rücken und im Gesäß. Verantwortlich sind Entzündungen des Iliosakralgelenks, das unser Kreuzbein mit dem Becken verbindet. Im weiteren Krankheitsverlauf wandern die Schmerzen die gesamte Wirbelsäule hoch.

Betroffene leiden an schubhaften Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit. Symptome, die viele ältere Menschen kennen – und die sie oftmals für altersbedingte Einschränkungen halten, die keinen Gang zum Arzt rechtfertigen. Doch bei Morbus Bechterew ist ein möglichst früher Behandlungsbeginn entscheidend, um bleibende Schädigungen zu verhindern.

Arzt oder nicht – das ist nicht die Frage

Dauern die Beschwerden länger als drei Monate an, kann das ein Indiz für Rheuma sein. Die typischen Symptome von Morbus Bechterew im Überblick:

• tiefsitzender Rückenschmerz, besonders in den Morgenstunden

• in Gesäß und Oberschenkel ausstrahlende Schmerzen

• Schmerzen, die sich bei Ruhe verschlimmern

• Morgensteifigkeit des Rückens

• Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Wer solche Symptome bei sich registriert, dem liefert der Bechterew-Check der Rheumatologie an der Berliner Charité eine erste schnelle Einschätzung. Der Online-Fragebogen ist kurz, die Antwort kommt prompt: Weisen die Angaben auf eine entzündliche Wirbelsäulenerkrankung hin, empfehlen die Experten einen Besuch beim Rheumatologen. Andernfalls raten sie, den Hausarzt oder Orthopäden aufzusuchen.

Die Behandlung von Morbus Bechterew

Sobald die Diagnose feststeht, kann die Behandlung von Morbus Bechterew beginnen. Morbus Bechterew ist zwar nicht heilbar, lässt sich bei frühzeitiger Diagnose aber gut therapieren. Bewegungstherapie bildet eine wichtige Basis. Krankengymnastik hilft den Patienten, ihre Beweglichkeit zu erhalten und Fehlstellungen der Wirbelsäule zu verhindern. Regelmäßige Bewegung im Alltag vervollständigt das Körpertraining.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die medikamentöse Behandlung. Zunächst verschreibt der Rheumatologe in der Regel ein kortisonfreies Antirheumatika, das gegen die Schmerzen und Entzündungen wirkt. Reicht das nicht aus, treten neuartige Biologika auf den Plan, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Secukinumab. Diese biotechnologisch hergestellten Eiweiße schalten gezielt bestimmte entzündungsfördernde Botenstoffe des Körpers aus.

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