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Wie funktioniert eine Kläranlage?

18.07.2019 - Tagtäglich nutzen wir Menschen ganz selbstverständlich sauberes Trinkwasser für die verschiedensten Zwecke: Duschen, Zähneputzen und Wäschewaschen, um nur Einige zu nennen. Alles zusammen genommen verbraucht ein Mensch in Deutschland etwa 100 Liter Wasser am Tag. Doch was passiert eigentlich mit diesem Wasser, wenn es das Haus verlässt?

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Mechanische Reinigung

Alles, was die Toilettenspülung oder das Waschbecken passiert, gelangt in an das zentrale Netz angeschlossenen Haushalten über die hausinterne Installation direkt in die Kanalisation. Dort fließt also Abwasser aller umliegenden Haushalte zusammen und gelangt so in die nächste Kläranlage. Dort durchläuft das Abwasser zunächst eine sogenannte mechanische Reinigung als erste von drei Stufen zur Klärung. Hierzu durchfließt es einen Rechen, an dem grobe Schmutzstoffe hängen bleiben. Das können kuriose Dinge sein wie Tampons, Binden oder gar kleineres Spielzeug. Vieles, das sich hier abfindet, hat eigentlich nichts in dem Abwasser zu suchen und müsste von den Menschen anderweitig entsorgt werden. Die nächste Station stellt der Sandfang dar. Hier werden mineralische Partikel wie Sand oder kleinere Steine abgefangen. Im Vorklärbecken durchläuft das Wasser dann eine Phase der Sedimentation, in der verschiedenste Schwebstoffe langsam absinken und eine Art Sediment bilden, das leichter vom eigentlichen Wasser getrennt werden kann.

Biologische Reinigung

Schritt zwei in der Kläranlage ist infolge der mechanischen Reinigung die Biologische. Hier geht es zunächst in das Belebungsbecken, wo die bereits im Abwasser enthaltenen Bakterien durch Luftzugabe dazu animiert werden, Verunreinigungen abzubauen. Die Luftzugabe erfolgt über spezielle Luftgebläse. Weitere Informationen zu Gebläsetechnologien finden Sie hier. Im sogenannten Nachklärbecken wird der durch den biologischen Abbau entstehende Schlamm noch einmal vom Wasser getrennt und einem Faulturm zugeführt, in welchem es zu einem weiteren Abbauprozess unter Luftabschluss kommt. Hierbei entsteht unter anderem Methangas.

Chemische Reinigung

Bei der letzten Reinigungsstufe einer Kläranlage, der chemischen Reinigung, wird durch chemische Prozesse Phosphat ausgefällt. Dies nennt man auch "Phosphatfalle". Salze und andere mineralische Stoffe werden hier ebenfalls aus dem Wasser gelöst. Dieses gilt nach Abschluss des Prozesses als vollständig geklärt und kann dem Wasserkreislauf wieder bedenkenlos zugeführt werden. Der übrige Schlamm, und das ist nicht wenig, kann nun als Dünger auf den Feldern verwendet werden oder muss in eine Verbrennungsanlage transportiert werden.

Was dennoch im Wasser verbleibt

Durch diese drei Stufen der Reinigung in einer Kläranlage wird also aus dem Abwasser wieder sauberes Wasser. Es gelangt in Flüsse oder Bäche und auf diesem Wege wieder in den natürlichen Wasserkreislauf, bevor es erneut auf verschiedensten, unter anderem auch ganz natürlichen Wegen zu Trinkwasser aufbereitet wird. Ein Wehrmutstropfen bleibt bei alledem jedoch: es gibt tatsächlich Stoffe, die wir Menschen ausscheiden und die somit ins Abwasser gelangen, die eine Kläranlage noch nicht herausfiltern kann. Hierzu zählen verschiedene, vor allem hormonhaltige Bestandteile aus beispielsweise Arzneimitteln. Hier ist man stetig dabei, ideale Lösungen zu finden, um künftig auch solche Stoffe aus dem Abwasser heraus zu bekommen.

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