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Der deutsche Aktienmarkt: Gute Investition oder gewagtes Risiko?

16.01.2020 - Am Aktienmarkt fühlen sich Anleger am meisten mit Unternehmen wohl, die sie einschätzen können. Die Unterstützung der eigenen Wirtschaft wird durch Investitionen und den Glauben an deutsche Firmen besonders gern vorgenommen. Deutschland als Wirtschaftsstandort ist schließlich nach wie vor eine echte Größe auf dem globalen Markt.

Der deutsche Aktienmarkt ist gerade für in Deutschland lebende Investoren ein bekanntes Spielfeld. Unternehmen wie BMW, BASF oder Allianz sind jedem Anleger ein Begriff. Doch neben den bekannten und großen DAX-Unternehmen gibt es auch eine Reihe kleinerer und aufstrebender Unternehmen, die vor allem in den kleineren Indizes wie dem MDAX, TecDAX oder SDAX gelistet sind. TeamViewer und Varta zählen hier zu den bekannten Vertretern, die erst kürzlich den Sprung in den MDAX geschafft haben. Hier finden sich teilweise Start-up-Unternehmen mit enormem Potenzial - gleichzeitig aber auch mit erhöhten Risiken.

Dies zeigt auch exemplarisch ein Rückblick auf die Index-Performance von 2019: Während der DAX sich um mehr als 25 Prozentpunkte nach oben entwickelte, schaffte der MDAX circa 30 Prozentpunkte. Eine gute Leistung, die in Krisenzeiten gewürdigt werden sollte. Doch der Aufstieg, der kleine Unternehmen schneller nach vorn treibt, kann auch mit gleichem Effekt negativ ausschlagen: Im Rahmen einer Rezession oder gar eines Crashs können gerade kleinere Unternehmen deutlich stärker getroffen werden. Aber abgesehen von diesem Gedankenspiel kann sich die Entwicklung deutscher Aktien von 2019 im internationalen Vergleich definitiv sehen lassen.

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    © pixabay.com / Markus Spiske

Ideenreichtum ist gefragt: Anstieg der Aktienwerte generieren

Wer als Investor durch die Investition in deutsche Unternehmen eine überdurchschnittliche Rendite einfahren will, kann sich auch mit kleineren Start-up-Unternehmen beschäftigen. Paradebeispiele der letzten Jahre sind etwa der Online-Versand Zalando oder der Lieferdienst HelloFresh. Während Zalando mit dem kostenfreien Rückversand Schlagzeilen macht, wurde HelloFresh durch seine einzigartigen Boxen und Zusammenstellung von frischen Gerichten bekannt. Der große Vorteil solcher noch recht kleinen Unternehmen ist das enorme Wachstumspotenzial, was es auszuschöpfen gilt. Während in den großen Konzernen nicht nur das Wachstum, sondern auch der Erhalt des gegenwärtigen Wertes eine bedeutende Rolle spielt, können kleinere Firmen schnell und unbefangen wachsen. Die Grenze nach oben ist dabei nicht vorhanden. Natürlich gilt das gleiche Prinzip dabei auch für die andere Richtung: Je kleiner ein Unternehmen ist, desto anfälliger ist in der Regel auch die Basis, auf der alles fußt. Die Investitionsrisiken sind somit in gleichem Maße größer.

Auch der Weltkonzern Amazon könnte in der kommenden Zeit eine größere Rolle auf dem hiesigen Aktienmarkt spielen. So ist der Plan der Führungsetage von Amazon, mit dem Einstieg in den deutschen, stationären Einzelhandel zu beginnen. Mit Projekten wie der Einkaufskette „Amazon Go" in den USA oder Großbritannien hat man damit bereits gestartet. Durch diese Expansion könnten auch die Wertpapiere Amazons für deutsche Investoren bekannter und attraktiver werden.

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Bedrohungen für den deutschen Aktienmarkt

Die letzten Jahre an der Börse hinterlassen den Eindruck, der Markt kenne nur eine Richtung. Doch mit aktuellen Problemen, wie der Iran-Krise oder einem daraus möglicherweise resultierenden Öl-Preisanstieg, könnte die deutsche Wirtschaft und der angeschlossene Aktienmarkt deutlich getroffen werden. Der Höhenrausch wäre damit schnell unterbrochen. Auch eine generell eintretende Rezession der Weltwirtschaft, der bevorstehende Brexit oder die wackeligen Handelsdeals mit den USA könnte eine Krise des deutschen Aktienmarktes auslösen. Ob dies passiert, bleibt abzuwarten.

Die Aussichten für 2020 sind nach einem herausragenden Jahr wie 2019 nicht unbedingt schlecht. Vieles hängt dabei von der allgemeinen Entwicklung der Wirtschaft ab. Anleger können vorerst jedoch beruhigt sein: Es wird weiterhin aufwärtsgehen. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte vor allem die Technologie-Branche im Auge behalten werden. Mit der jüngsten Vorstellung von autonomen Fahrzeugen sind die Autohersteller auf neue Entwicklungen im Elektrobereich angewiesen.

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