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Mainzer Forscher studierte neue Manuskripte von Einstein

06.03.2019 - Jerusalem/Mainz (dpa/lrs) - Albert Einstein hat sich trotz seiner Erfolge in der Wissenschaft auch noch wenige Jahre vor seinem Tod selbst hinterfragt. Das ist aus Handschriften herauszulesen, mit denen sich der Mainzer Wissenschaftshistoriker Tilman Sauer beschäftigt hat. Über Umwege gelangten die Dokumente aus den USA an die Hebräische Universität in Jerusalem - am Mittwoch wurden sie der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Experte der Johannnes-Gutenberg-Universität datierte den Großteil der Dokumente auf die Zeit Einsteins in Princeton - 1944 bis 1948.

  • Der Physiker Albert Einstein. Foto: AP/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Physiker Albert Einstein. Foto: AP/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Damals publizierte der Physiker drei Arbeiten mit seinem Assistenten Ernst Gabor Straus. «Es gibt Rechnungen zu gemeinsamen Publikationen», sagte Sauer, der sich das Material bereits vor Jahren angeschaut hat. Einstein und Straus schrieben etwa einen Aufsatz über eine spezifische Frage zu Schwarzen Löchern im Universum.

«Wir sind natürlich froh, dass diese Dokumente jetzt Teil des Archivs sind und damit auch der Forschung zur Verfügung stehen», sagte Sauer der Deutschen Presse-Agentur. Das Einstein-Archiv der Hebräischen Universität sei eine wichtige historische Quelle für die Physikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Einstein gilt als großer Denker und Verfasser bahnbrechender wissenschaftlicher Forschungsarbeiten. Trotzdem stellte er auch eigene Grenzen fest: «Die ganzen 50 Jahre bewusster Grübelei haben mich der Antwort der Frage «Was sind Lichtquanten» nicht näher gebracht», schrieb Einstein 1951 aus Princeton im US-Staat New Jersey an seinen engen Freund Michele Besso. Dieser Brief liegt mit weiteren 109 handschriftlichen Seiten Einsteins nun der Hebräischen Universität in Jerusalem vor: 84 Manuskriptseiten, mathematische Herleitungen, aber auch vier Briefe an Besso und einen an Einsteins Sohn Hans Albert. Ein Großteil des Materials ist damit erstmals der Forschung zugänglich.

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