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Vorteile eines externen Geldwäschebeauftragten

25.11.2020 - Geldwäscheprävention gewinnt seit einigen Jahren immer mehr an Bedeutung. Tatsächlich konnte Deutschland im Vorjahr einen signifikanten Anstieg an verdächtigen Transaktionen verzeichnen. So wurden laut Jahresbericht 2019 der Anti-Geldwäsche-Einheit des Bundes insgesamt 355.000 Verdachtsmeldungen erstattet. Das liegt daran, dass einerseits Kriminelle immer erfinderischer in ihren Tatkonstruktionen werden. Andererseits verpflichtet aber auch das Geldwäschegesetz (GwG) zu umfassenden Maßnahmen, um die Einschleusung illegaler Geldmittel zu unterbinden.

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    © pixabay.com / Ulrike Leone

Bestimmte Institutionen sind ex lege verpflichtet, einen Geldwäschebeauftragten zu bestellen. Dazu zählen neben Banken und Versicherungen auch Finanzunternehmen, Kunst-, Schmuck- und Autohändler, Glücksspielanbieter und Immobilienunternehmen. Unternehmen dieser Branchen stehen daher vor der Entscheidung, einen entsprechend sachkundigen Mitarbeiter (samt Stellvertreter) einzustellen oder aber einen externen Geldwäschebeauftragen beizuziehen.

Der nachstehende Überblick soll aufzeigen, warum es sich in der Regel lohnt, die Geldwäsche-Compliance aus dem Unternehmen auszugliedern. Außerdem erfahren Sie mehr über das umfangreiche Aufgabenfeld eines externen Geldwäschebeauftragten.

Geldwäscheprävention: Unternehmensintern organisiert oder doch ausgelagert?

Das Profil eines Geldwäschebeauftragten erfordert höchste Ansprüche an fachlicher Expertise. Damit verbunden sind kostenintensive Schulungen und Weiterbildungen ebenso wie ein entsprechend hohes Gehalt, das der Mitarbeiter (samt Stellvertreter) erwarten kann. Diese Ausgaben sind daher entsprechend zu kalkulieren. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang, dass auch die gesamtorganisatorische und technische Umsetzung eines Geldwäschekonzeptes weitere nicht zu unterschätzende Ausgaben mit sich bringt. Bei großen Konzernen mit eigenen Rechtsabteilungen kann eine eigene Geldwäsche-Compliance durchaus sinnvoll sein. Kleinere und mittelständische Unternehmen sind jedoch mit einem externen Spezialisten wahrscheinlich besser beraten.

Bei einem Dienstverhältnis besteht überdies gemäß § 7 Abs. 7 GwG ein besonderer Kündigungsschutz zugunsten des internen Geldwäschebeauftragten. Eine Kündigung des Mitarbeiters stellt sich daher äußerst schwierig dar. Bei Fehlern in der Umsetzung des GwG bleibt das Risiko außerdem vollumfänglich beim Unternehmen. Dazu soll gesagt sein, dass das GwG hohe Bußgelder vorsieht, die bei Verstößen des Gesetzes zum Tragen kommen können.

Aufgabenbeschreibung kurzgefasst

Der Geldwäschebeauftragte ist dafür verantwortlich, dass im Unternehmen die geldwäscherechtlichen Vorgaben eingehalten werden. Dazu gehört ein umfassendes Compliance-Konzept, das genau auf das individuelle Geschäftsfeld und insbesondere auf die Kundenstruktur zugeschnitten ist. Dadurch kann sichergestellt werden, dass allfällige Gefahrenquellen rasch erkannt und Anweisungen und Verfahren unmittelbar in Gang gesetzt werden. Ebenso wichtig ist es, die Prozesse regelmäßig zu evaluieren und den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Oftmals ändert bzw. erweitert sich das Portfolio oder auch die Zielgruppe der Kundschaft. Auch Veränderungen, die in äußeren Umständen wie der derzeitig herrschenden Covid-19-Pandemie liegen, sollten Beachtung finden.

Konkrete Aufgaben im Bereich der Geldwäscheprävention sind insbesondere umfassende Dokumentationspflichten zu Kundenbeziehungen und abzuschließenden Geschäften sowie die Erstellung von Richtlinien. Besonders der genauen Prüfung der Geschäftspartner sollte verstärktes Augenmerk zukommen. Der Geldwäschebeauftragte ist der erste Ansprechpartner für die gesamte Belegschaft einschließlich der Führungsebene. Regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter gehören ebenso zu seinen Aufgaben. Weiters ist der Geldwäschebeauftragte das Sprachrohr zu den Ermittlungsbehörden.

Ob nun im Aufbau einer eigenen Inhouse-Compliance oder bei der Wahl des passenden externen Geldwäscheexperten: Jedes Unternehmen sollte sich der weitreichenden Bedeutung der Präventionsmaßnahmen im Klaren sein. Nur so kann den wachsenden kriminellen Machenschaften Einhalt geboten werden. Zudem verpflichtet das GwG viele Unternehmen einen Geldwäschebeauftragten zu bestellen. Es ist außerdem Ihre rechtliche Verpflichtung.

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