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Von Mode über Technik bis Essen – Kommende Trends im Jahr 2020

27.02.2020 - Trends kommen und gehen jedes Jahr aufs Neue. Manche kommen so plötzlich, dass niemand mit ihnen rechnen kann. Andere wiederum lassen sich mit Blick auf das Vorjahr und das Verhalten der Konsumenten meist schon zu Beginn jedes neuen Jahres recht zuverlässig voraussagen. Auch 2020 wird wieder ein Jahr spannender Trends und zwar in diversen Bereichen.

  • Der neue Mobilfunkstandard 5G gilt als einer der größten Tech-Trends des Jahres. © stock.adobe.com /

    Der neue Mobilfunkstandard 5G gilt als einer der größten Tech-Trends des Jahres. © stock.adobe.com / naka

Sei es die Mode, die Essenskultur oder die Technikwelt – überall erwarten uns neue Entwicklungen; wenn natürlich auch viele Trends aus den Vorjahren fortgesetzt werden oder in veränderter Weise weiterhin auftauchen. Welche Trends sich bereits jetzt, Anfang des Jahres, schon abzeichnen und mit welchen vermutlich spätestens gegen Ende 2020 zu rechnen ist, haben wir in diesem Beitrag zusammengetragen.

Stylecheck – Was wird 2020 wie getragen?

Diese Farben machen das Rennen

Wenn es um Farben in der Mode, aber durchaus auch in Design und Kultur geht, gilt die Aufmerksamkeit jedes Jahr wieder dem amerikanischen Pantone-Institut. Es ist vor allem für sein international verbreitetes Farbsystem bekannt, das vor allem in der Grafik- und Druckindustrie eingesetzt wird. Experten von Pantone küren jedoch jedes Jahr auch eine Farbe zur Trendfarbe des Jahres. 2019 etwa war die Trendfarbe "Living Coral", 2020 ist es "Classic Blue". Farbtöne, die uns an die Natur erinnern und an einen bewussten Umgang mit dieser, sollen nach Pantone dieses Jahr dominieren.

Weiterhin stehen die Popkultur und die Mode immer noch im Zeichen der 80er Jahre. Leuchtende Neonfarben gehören zu dieser Ästhetik ganz einfach dazu. Auch ein Retro-Futurismus ist Teil dieses anhaltenden Trends. Ein sattes Blau, passend zu Pantones Trendfarbe, aber auch schrille Pinktöne oder kräftige Violetttöne können sich an den Styles 2020 widerfinden.

Die Modehighlights für Frauen…

• Weite Hosen

Eng und zugeschnürt war gestern, oder besser gesagt vorgestern. Momentan geht es in der Mode wieder entspannt und lässig zu. Gerade was die Hosen betrifft: Ob Schlaghose oder Culotte – ganz egal, wichtig ist nur, dass die Hosenbeine 2020 weit sind. Skinny-Jeans bleiben vorerst eher mal im Schrank.

• Blazer in Übergrößen

Auch am Oberkörper geht es locker zu. Oversized-Blazer kommen immer mehr in Trend. Praktisch ist, dass der Look mit großem Blazer zwar cool aussieht, dennoch aber elegant wirkt und sich auch als Business-Look etabliert. Figurbetonte Kleidungsstücke, wie Crop-Tops oder gar Sport-BHs als Top-Ersatz wird man diesen Sommer wohl ebenso deutlich seltener sehen, als noch vor einem oder zwei Jahren.

Blazer in Übergrößen sind 2020 bei vielen Frauen ganz besonders angesagt.  © unsplash.com / Laura ChouetteBlazer in Übergrößen sind 2020 bei vielen Frauen ganz besonders angesagt. © unsplash.com / Laura Chouette

• Abstrakte und wilde Muster

Ob es Hosen, Tops oder Jacken sind – 2020 darf es wild gemustert zugehen. Auffällige Farben bilden abstrakte Formen auf den Kollektionen vieler Designer und werden Einzug in die Kleiderschränke der ein oder anderen Modebewussten halten. Gut so, denn an expliziten Blumen- und Tierprints sowie an Pünktchen und Streifen haben wir uns spätestens letztes Jahr sattgesehen.

…und die für Männer

• Hemden mit Cuban Collar

Der Sommer wird kubanisch – zumindest was die Hemdkrägen angeht. Denn Cuban Collar Shirts tendieren dazu, die einzig akzeptablen Kurzarmhemden überhaupt zu werden. Wer im Sommer also gerne etwas weitere Hemden trägt und auf Luft an den Unterarmen nicht verzichten möchte, darf zu kubanischen Kragen mit auffälligen Hawaiiprints oder abstrakten Formendrucken greifen. Dazu eine lässige Chinohose und der Sommerlook ist perfekt!

Cuban Collar Hemden, gerne auch mit wildem Muster, ist bei stilbewussten Männern die bevorzugte Oberteilwahl für den Sommer.  © unsplash.com / Priscilla Du PreezCuban Collar Hemden, gerne auch mit wildem Muster, ist bei stilbewussten Männern die bevorzugte Oberteilwahl für den Sommer. © unsplash.com / Priscilla Du Preez

• Lange kurze Hosen

Die Zeit knapper und enger Shorts ist genauso vorbei, wie die Zeit der Skinny Jeans. Männer tragen in diesem Jahr kurze Hosen, die nicht etwa schon in der Mitte des Oberschenkels aufhören. Kurze Hosen gehen, wenn sie richtig stylisch sein sollen vielmehr übers Knie. Ob in auffälligen Farben oder mit coolen Prints – kombiniert mit Sneakers machen die Shorts einiges her.

• Taschen für um die Schulter

Auch ein bestimmtes Accessoire darf bei den Männer-Modetrends 2020 nicht vergessen werden: Die kleine Umhängetasche, auch Cross-Body Bag genannt. Was sich schon 2019 angedeutet hat, wird dieses Jahr definitiv weiter zur Entfaltung kommen: Männer tragen ihre Sachen ab jetzt ohne Charme in einem kleinen Täschchen um den Körper. Und das ist eben nicht nur praktisch, sondern vor allem auch extrem stylisch.

Schuhe, Schuhe, Schuhe

Der Schuhtrend schlechthin für die Damen im Jahr 2020 lautet: Bunte Stiefel, am besten sogar im Cowboy-Style. Passend zu Vintage-Looks oder ausgefallenen Modeexperimenten mit knalligen Farben und wilden Prints darf es mit Absatzschuhen dieses Jahr auffällig zugehen. Das gilt auch für Schnürsandalen oder minimalistische Riemchensandalen. Gerne bunt und mehrfarbig tragen und sich etwas trauen!

Was Sneaker anbelangt, geht es dagegen eher schlicht zu. Im Vergleich zu den Trends und Style-Highlights des letzten Jahres hat sich gerade hier einiges getan. Dieses Jahr werden wir wohl auch von größeren Sportmarken, die in den Vorjahren viele extravagante Sneaker auf den Markt gebracht haben, ein wenig Mäßigung erwarten können.

Die sogenannten "Ugly Sneaker" oder "Dad Sneaker" sind zwar nicht ganz aus der Mode, zurückhaltendere Farben und Formen kämpfen sich aber wieder nach vorne. Passend zum Vintage-Trend geht es auch bei freizeittauglichen Sportschuhen im Jahr 2020 zu. Weiße, schwarze oder graue Sneaker altbekannter Hersteller sollten auf Modeschauen und Influencer-Kanälen dieses Jahr in Vielzahl zu begutachten sein.

Entwicklungen im Technikbereich

5G – Neuer Turbo für den Mobilfunk

Das Mobilfunknetz der nächsten Generation, 5G, steht in den Startlöchern. 1958 war mit dem Mobilfunkstandard 1G das erste Mal mobiles Telefonieren mit analoger Sprachübertragung möglich, erst 1992 stand mit 2G die nächste Generation bereit – mit der digitalen GSM-Technik. Über sechzig Jahre nach der Einführung des mobilen Telefonierens soll nun dieses Jahr mit 5G intelligente Echtzeit- und Massenkommunikation ermöglicht werden.

In den größeren Städten rüsten die Provider ihre Funkmasten bereits mit der entsprechenden Technik aus, sodass Nutzer lediglich noch die passenden Smartphones zur Verfügung haben müssen. Da die Zahl von Android-Smartphones mit Chip für 5G stetig steigt und Apple in diesem Jahr vermutlich auch sein erstes 5G-iPhone vorstellen dürfte, sollte sich der Trend frühestens Ende des Jahres etwas entfaltet haben. Wer sich zum neuen Mobilfunkstandard weitergehend informieren möchte, kann sich etwa auf der Website des Informationszentrums-Mobilfunk tiefer in die Materie einlesen.

KI: Die künstliche Intelligenz wird intelligenter

Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz ist moderne Technik in der Lage kognitive Leistungen zu vollbringen – das heißt, eine KI lernt und handelt auf Grundlage ihres Wissens, dass sie stetig verfeinern und vergrößern kann.

Dass wir im Zeitalter der großen Entwicklung künstlicher Intelligenz leben, dürfte alleine durch zahlreiche Filme, Bücher und andere kulturelle Beschäftigungen mit der Thematik klargeworden sein. Regisseure und Schriftsteller entwerfen gerne dystopische Szenarien, in welchen die Menschen von den zu intelligent gewordenen Maschinen regiert werden. Journalisten stellen verschiedene Thesen zur KI auf, Forscher sammeln stetig mehr Daten, um mit Methoden wie Deep Learning etwa die Gesichts-, Objekt- oder Spracherkennung intelligenter Maschinen zu verbessern.

Eine Regierung durch die KI dürfen wir in naher Zukunft und bestenfalls in jeglicher Zukunft zum Glück nicht erwarten. Durch das Deep Learning jedoch werden gerade Sprach- und Personenerkennung 2020 voraussichtlich so verbessert, dass etwa in Callcentern KIs dabei helfen, Kunden mit bestimmten Sprachmustern bestimmten Mitarbeitern zuzuweisen. In manchen Einkaufsmärkten wiederum könnte sich die Bezahlung mit Gesichtserkennung – etwa Smile to pay – durchsetzen. In China beispielsweise wird diese Technologie als Bezahlmethode in etlichen Geschäften und Restaurants schon getestet.

Der Wettbewerb um die Videostreaming-Krone

Netflix, Amazon Prime Video, Sky und ab Ende März zum Beispiel auch Disney+: Die Auswahl an Streamingdiensten wächst. Allerdings ist hier kein endloses Wachstum zu erwarten. Das Gegenteil ist der Fall – der Wettbewerb wird vielleicht sogar in diesem Jahr noch seinen Höhepunkt erreichen und in einem Ausstechen schwächerer Mitbewerber enden.

Wer wird die Krone im Bereich des Videostreamings erobern? © stock.adobe.com / terovesalainenWer wird die Krone im Bereich des Videostreamings erobern? © stock.adobe.com / terovesalainen

Die Preise bei Netflix haben weltweit schon zu abspringenden Kunden geführt. Hier wird schon mit Jahres-Abo-Modelle zu vergünstigten Preisen, statt monatlicher Kündbarkeit experimentiert. Der Druck steigt also merklich, zumal große US-Studios, wie eben Disney oder auch Warner das Geschäft gewittert haben und selbst in der Streaming-Branche mitmischen.

Sollte die Lizenzware der großen Studios vom Markt verschwinden, könnte unabhängigen Diensten das Aus drohen. Schließlich sind Eigenproduktionen teuer und nicht jedem Streaming-Anbieter stehen diese finanziellen Mittel zur Verfügung. Ende 2016 musste beispielsweise schon der deutsche Streaminganbieter Watchever seine Tore schließen. Netflix oder Amazon könnten wiederum eine Ausnahme bilden und sich auf dem Markt halten – ganz sicher ist das aber auch nicht.

Weitere mögliche Tech-Trends

• Auch in der Gaming-Branche könnte das Streaming zu großen Veränderungen im Jahr 2020 führen. Der Trend geht zu Spiele-Abos und zeigt: Wer Spiele streamt, spielt auch mehr. Gerade Googles Stadia und Microsofts xCloud dürften den Trend mit Zukunft weiter vorantreiben.

• Die Kombination aus dezentraler und zentraler Datenverarbeitung sollte sich 2020 außerdem als Trend weiterentwickeln. Das sogenannte Edge Computing wird immer relevanter, je mehr Daten durch das Internet der Dinge erzeugt werden. Neben traditionellen und öffentlichen Cloud-Strukturen könnte sich die Technologie in diesem Jahr zu einer dritten Option der Datenspeicherung entwickeln.

• Die Virtual und die Augmented Reality dürften spätestens gegen Ende des Jahres Einzug in die Arbeitswelt auch in Deutschland halten. Denn schon jetzt können Mitarbeiter die digitalen Funktionen nutzen, um etwa bestimmte Maschinen zu warten oder reparieren. Gerade was Schulungen, Produktentwicklung und –präsentation oder auch die Immobilienvermarktung betrifft, können VR und AR Unternehmen wichtige Dienste leisten. Durch 3D Visualisierungen werden die Dinge für den Betrachter realer und verständlicher, bzw. greifbarer.

Die Wohntrends des Jahres

Slow Living

Auch rund ums Wohnen lassen sich bereits jetzt einige Trends für das Jahr 2020 erkennen. So steht das ganz Jahr etwa im Zeichen des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit. Slow Living als Pendant zum Slow Food ist angesagt!

Genau wie regionale Lebensmittel und die Einhaltung strengerer ökologischer Standards sich langsam durchsetzen, ist auch beim Thema Einrichtung der bewusste Konsum, bzw. bewusstes Einkaufen auf dem Vormarsch. Hier geht es also weniger um einen bestimmten Einrichtungsstil oder eine Design-Besonderheit. Slow Living ist vielmehr eine Haltung zum Kauf von Möbeln, Farben, Accessoires und allem drumherum.

Im Wohnbereich steht 2020 alles im Zeichen des naturnahen, nachhaltigen Einrichtens. © stock.adobe.com  / Photographee.euIm Wohnbereich steht 2020 alles im Zeichen des naturnahen, nachhaltigen Einrichtens. © stock.adobe.com / Photographee.eu

Es geht dabei um zwei Dinge:

1. Darauf zu achten, Möbel etwa aus recycelten Materialien zu kaufen und sich mit dem Thema nachhaltiges Wohnen zu beschäftigen. Nur, wenn um einen herum kein schlechtes Gewissen steht, wohnt man angenehm.

2. Die Verbindung zur Natur soll auch im Zuhause sichtbar werden. Reduzierte Möbel und Dekorationsobjekte aus natürlichen Materialien und Pflanzen schmücken Wohnung oder Haus. Grüne, beige und braune Farbtöne dominieren dabei ganz automatisch meistens das Farbspektrum.

Warm Nordic

Skandinavische Einrichtung dominiert seit Jahren schon den Wohnmarkt. Das dürften alle wissen, steht doch in beinahe jeder zweiten Wohnung heutzutage mindestens ein Möbelstück der schwedischen Haushaltsmöbelkette mit den vier Buchstaben. Doch der skandinavische Look in den Wohn- und Schlafzimmern soll in diesem Jahr noch einmal etwas aufgepeppt werden.

Zu den bereits erwähnten reduzierten Farben und minimalistischen Möbeln dürfen 2020 nämlich im Sinne des Warm Nordic Styles auch einige kräftigere Farbtupfer – etwa in Form von Kissen, bemaltem Holzspielzeug oder auffälligen Teppichen – kommen.

Es geht dabei darum, der Wohnstimmung eine sommerliche, optimistische Note zu verleihen. Schließlich ist eine natürliche Wohnung schön, sie sollte aber eben nicht zu "unterkühlt" wirken.

Wiener Geflecht

Um noch ein wenig tiefer ins Detail zu gehen und ein konkretes Design-Beispiel zu nennen, dass 2020 sein Revial feiern dürfte: Wiener Geflecht, das altbekannte achteckige Flechtmuster, das insbesondere um die Jahrhundertwende in den Kaffeehäusern Wiens sehr beliebt war, ist wieder im Kommen.

Geflecht mit Tradition: Das Wiener Geflecht liegt voll im Trend! © stock.adobe.com / Joachim HellerGeflecht mit Tradition: Das Wiener Geflecht liegt voll im Trend! © stock.adobe.com / Joachim Heller

Vor allem Sitzfläche und Rückenlehne von Stühlen wurden früher aus diesem Material gefertigt, inzwischen interpretieren diverse Designer den Stil aber nur und entwerfen Lampen, Kommoden, Beistelltische, Schranktüren, Trennwände oder Tabletteinsätze mit dem Korbgeflecht.

Durch den leichten und luftigen Look und Rattan als natürlichem Material lässt sich das Wiener Geflecht auch einfach hervorragend in die natürlich gestalteten Wohnräume integrieren. Die Wohntrends des Jahres harmonieren also miteinander und spielen sich gegenseitig in die Hände.

Sport und Fitness

Yoga HIIT

Hochintensives Intervalltraining (kurz HIIT) ist schon seit Längerem angesagt. Der Fokus liegt hierbei auf kurzen und besonders intensiven Intervallen von Belastungs- und anschließenden Erholungsphasen. Im Ausdauersport – insbesondere beim Laufen, Schwimmen und Radfahren – wird HIIT schon seit Jahren erfolgreich eingesetzt.

Der neue Trend in diesem Jahr lautet allerdings HIIT-Yoga. Dynamische Yogaposen werden dabei mit dem schnellen Intervalltraining kombiniert. Am Ende der Yogaeinheiten folgen dabei meistens klassische Dehnübungen im Ganzkörper-Yoga-Stil.

Die Teilnehmer an HIIT-Yogakursen erleben dabei sozusagen das Beste aus zwei Welten: Die geförderte und intensive Kalorienverbrennung und gleichzeitig aber auch die Dehnung der Muskeln und Förderung der Flexibilität. Sicherlich wird das ein oder andere Fitnessstudio entsprechende Kurs in naher Zukunft in sein Programm aufnehmen.

Noch mehr Wearables

Schon jetzt sind Wearables, also intelligente elektronische Geräte, die als Zubehör in Kleidung oder am Körper getragen werden können, bei vielen Hobby- sowie Profisportlern angesagt. Doch das Jahr 2020 dürfte das Jahr der smarten Wearables schlechthin werden. Denn immer mehr Unternehmen experimentieren mit intelligenter Fitnessbekleidung und mit direkt in den Kleidungsstücken integrierten smarten Technologien.

Wearables, die auch nachts arbeiten, sollten sich danke besserer Technik und innovativeren Designs in diesem Jahr ebenfalls noch einmal deutlich besser verkaufen © stock.adobe.com / Andrey PopovWearables, die auch nachts arbeiten, sollten sich danke besserer Technik und innovativeren Designs in diesem Jahr ebenfalls noch einmal deutlich besser verkaufen © stock.adobe.com / Andrey Popov

Dieses Jahr dürften sich neben diverser intelligenter Fitnesskleidung vor allem auch neue Funktionen an smarten Uhren in den Fokus der Aufmerksamkeit vieler Sportbegeisterter drängen. Seien es EKGs, die den Trainingsverlauf aufzeichnen können, die exakte Messung der Herzfrequenz, Atemaussetzer im Schlaf, aufwendige Offline-Karten für Jogging- und Radstrecken usw. Wir dürfen einiges erwarten.

Gruppen-Workouts

Alleine Sport zu treiben ist out. Natürlich darf jeder der möchte, auch noch nur für sich Laufen gehen oder Gewichte im Gym stemmen. Doch immer mehr Menschen merken, dass das gemeinsame Sporttreiben leichter fällt und die Motivation und Erfolge steigen. Kleine ergebnisorientierte Trainingsgruppen sowie Fitnesskurse gibt es schon länger, immer mehr Sportler/innen finden sich aber auch über Apps in privatem Rahmen zusammen.

Zu den psychischen Vorzügen der gemeinsamen Motivation kommt gerade bei jüngeren, aber auch bei älteren Menschen der Aspekt des sozialen Miteinanders dazu. In Zeiten der digitalen Kommunikation sehnen sich viele wieder nach realem zwischenmenschlichen Austausch. Und der kommt beim gemeinsamen Sport ganz automatisch zustande.

Zuckerarm und Umweltschonend: Die Lebensmittel des Jahres

Immer mehr Pflanzliches auf dem Speiseplan

Nicht nur Bio ist derzeit einer der größten Wachstumsträger im Lebensmittelhandel. Auch vegetarische und vegane Produkte sind immer mehr im Kommen. Man muss keine Statistiken bemühen, um festzustellen, dass die Anzahl an Vegetariern oder Veganern in unserer Gesellschaft zunimmt. Doch immer häufiger und besonders auch in diesem Jahr dürfte sich eine dritte Gruppe herauskristallisieren: Die Flexitarier.

Als solche werden jene Menschen bezeichnet, die zwar ab und an noch Fleisch essen möchten, sich aber hauptsächlich von pflanzlichen Zutaten ernähren. Mit ihrer Zunahme sollten 2020 zumindest hierzulande noch mehr pflanzliche Produkte verkauft werden und der Umsatz in der traditionellen Fleischindustrie sinken. Bleibt abzuwarten, wie deren Bilanz Ende des Jahres sein wird.

Sieht aus wie ein Burger-Patty aus Fleisch, ist aber ein rein pflanzliches Produkt. Immer mehr solcher Fleischalternativen setzen sich durch.  © stock.adobe.com / Moving MomentSieht aus wie ein Burger-Patty aus Fleisch, ist aber ein rein pflanzliches Produkt. Immer mehr solcher Fleischalternativen setzen sich durch. © stock.adobe.com / Moving Moment

Vegane Snacks und Fleischersatzprodukte

Da immer mehr Fortschritte auch im Bereich der Fleischersatzprodukte und des "künstlichen" Fleisches (in diesem Falle künstlich = pflanzliche Basis, aber durchaus in Laboren entwickelt) gemacht werden, entfernen sich immer mehr Menschen aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen von tierischen Lebensmitteln. Und weil rein Pflanzliches immer häufiger nachgefragt wird, dürften spätestens in diesem Jahr auch einige Restaurants ganz auf Pflanzennahrung und Fleischersatz umstellen oder von vornherein erst gar nichts Tierisches anbieten.

Vegane Snacks und hier vor allem Proteinriegel ohne tierische Proteine liegen ebenfalls im Trend. Ob Erbsenprotein, Reisprotein oder Sojaprotein, die angesagten Riegel gibt es ja nach Geschmack mit pflanzlichem Protein aller Art und etwa auch veganer Schokolade.

Zuckerarme Leckereien

Zuckerarme Leckereien aller Art werden 2020 ebenfalls den Lebensmittel- und vor allem den Süßwarenmarkt stürmen. Selbst große Marken haben die Nachfrage nach weniger Zucker, bei ähnlich leckerem Geschmack bereits erkannt und produzieren vermehrt Schokotafeln und andere Süßigkeiten mit weniger Zucker oder Zuckerersatzstoffen. Man wird sehen, was sich große Konzerne ausdenken, um kleineren und neuen Unternehmen Konkurrenz in diesem Bereich zu machen.

Unverpackt ist im Kommen

Die Welt hat ein Plastikproblem. Auch das Bundesministerium klärt inzwischen mit zahlreichen Projekten und Informationsveranstaltungen darüber auf, dass und wie etwas gegen die Menge an Plastikverpackungen getan werden muss, um die Umwelt zu schützen.

Im Jahr 2020 dürfte nun der endgültige Durchbruch an Unverpackt-Läden zu feiern sein. In vielen Städten finden sich bereits solche Angebote, wo Kunden die unverpackten Lebensmittel in selbstmitgebrachte Tüten, Körbe oder Gläser füllen können. Immer mehr solcher Geschäfte werden dieses Jahr eröffnen. Der herkömmliche Großhandel wird das früher oder später zu spüren bekommen und eventuell ebenfalls schon dieses Jahr nachziehen.

In Unverpackt-Läden werden Nudeln, Reis & Co. einfach in selbst mitgebrachte Dosen oder Gläser gefüllt. Damit soll vor allem dem Plastikmüll der Garaus gemacht werden. © stock.adobe.com / js-photoIn Unverpackt-Läden werden Nudeln, Reis & Co. einfach in selbst mitgebrachte Dosen oder Gläser gefüllt. Damit soll vor allem dem Plastikmüll der Garaus gemacht werden. © stock.adobe.com / js-photo

Zumindest biologische Verpackungen, statt Plastiktüten oder eingeschweißten Lebensmitteln sollten dieses Jahr vermehrt in die Regale Einzug halten. Tüten aus Papier oder gar aus Pilzgeflecht oder Pflanzenfasern werden dabei immer häufiger zu sehen sein. Man darf auf weitere nachhaltige Innovationen und Ideen gespannt sein!

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