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Ordnung ist das halbe Leben: Verbessert Struktur unseren Alltag?

27.08.2019 - “Ordnung ist das halbe Leben” – ein Spruch, den wahrscheinlich jeder schon einmal gehört oder sogar selbst gesagt hat. Wenn man als 14-jähriges Mädchen von den Eltern gesagt bekommt, dass das Zimmer mal wieder aufgeräumt werden könnte. Wenn die Vorgesetzte ins Büro kommt und sich wundert, warum erneut ein Termin nicht eingehalten wurde. Oder, wenn man den eigenen Impfausweis in der 2-Meter-langen Holzkisten erst nach einer Stunde suchen zwischen alten Kinderfotos und Restaurantbelegen findet. Ordnung ist das halbe Leben, heißt es dann. Aber stimmt das? Verbessert Struktur unseren Alltag oder lebt es sich auf der anderen Seite vielleicht nicht doch auch genauso gut?

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    © Unsplash / Samuel Zeller

“Ordnung ist das halbe Leben” – ein Spruch, den wahrscheinlich jeder schon einmal gehört oder sogar selbst gesagt hat. Wenn man als 14-jähriges Mädchen von den Eltern gesagt bekommt, dass das Zimmer mal wieder aufgeräumt werden könnte. Wenn die Vorgesetzte ins Büro kommt und sich wundert, warum erneut ein Termin nicht eingehalten wurde. Oder, wenn man den eigenen Impfausweis in der 2-Meter-langen Holzkisten erst nach einer Stunde suchen zwischen alten Kinderfotos und Restaurantbelegen findet. Ordnung ist das halbe Leben, heißt es dann. Aber stimmt das? Verbessert Struktur unseren Alltag oder lebt es sich auf der anderen Seite vielleicht nicht doch auch genauso gut?

So wichtig ist Ordnung in unserem Alltag tatsächlich

Ordnung ist wichtig und das verfolgt uns unser gesamtes Leben. Durch Strukturen und Systeme können wir uns besser in der Welt, die schnell zu viel und chaotisch werden kann, zurechtfinden. Das geschieht oft ganz automatisch. Wenn wir ein abstraktes Bild sehen, versuchen wir sofort etwas zu erkennen. Ist das dort ein Gesicht? Das sind doch die Umrisse eines Menschen! Ordnung hilft uns dabei nicht überfordert zu sein von all den Eindrücken, die wir jeden Tag erhalten. Wenn man dann Strukturen über diesen natürlichen Vorgang hinausgehend produziert, spricht man allgemein von Ordnung. Etwas schön sauber und ordentlich halten. Sei es der Küchenboden oder der Aktenschrank auf Arbeit. Es hilft uns und beruhigt uns, denn es gibt uns das Gefühl Herr und Herrin der Lage zu sein. Oftmals ist es nur ein kurzes Gefühl oder ein oberflächlicher Eindruck, aber ohne würden wir uns im Alltag schlechter zurechtfinden.

Wichtig ist zudem nicht nur unsere Sicht auf die Welt, auch die Perspektive auf uns von anderen ist nicht zu vernachlässigen. Ordentlichen Menschen vermitteln uns den Eindruck, ihr Leben im Griff zu haben. Sie wirken folglich, sowohl privat als auch beruflich, erwachsener, kompetenter und vor allem zuverlässiger. Stellen Sie sich die Frage: Vertrauen Sie der Buchhalterin mit chronologisch geordneten Aktenschrank oder lieber der Logistik-Chefin, die ihre eigenen Termine verschwitzt, weil die Erinnerung an das nächste Meeting im Zettelstapel untergegangen ist? Beide Menschen können gleichermaßen kompetent und auch verantwortungsbewusst sein – doch unsere erste Wahrnehmung sieht das anders.

Das Genie beherrscht das Chaos

Genauso oft, wenn nicht sogar öfter als “Ordnung ist das halbe Leben”, hört man den Spruch “Das Genie beherrscht das Chaos”. Es ist eine Lebenseinstellung. Das Genie, es steht über der Ordnung, es braucht keine schnöde Struktur, das engt den freien Geist nur ein. Und es ist tatsächlich nicht ganz falsch. Eine Studie aus 2013 belegt, dass Menschen, die sich eher als “chaotisch” bezeichnen würden, kreativere Züge an den Tag legen, als Menschen, die “ordnungsliebend” sind. Letztere neigen eher zu konformen Verhalten, statt zum Denken außerhalb der Box.

Eric Abrahamson von der Columbia Business School ist zudem der Meinung, dass der Wunsch nach Ordnung das Chaos unterstützt. Die vermeintlich hilfreichen Systeme erschweren einem das natürliche Zurechtfinden. Beim Suchen von Sachen fällt es, so Abrahams, dem Menschen natürlicherweise leichter das Chaos vor sich liegen zu haben. Wenn alles wild durcheinander liegt und Zettel und Co. gestapelt sind, dann ähnelt das unserem Gehirn, denn auch dort stapeln sich Informationen und sind oft nicht ganz nachvollziehbar miteinander verknüpft. Intuition ist für 36 % der Menschen natürlicher als ein eigens angefertigtes System. Wie viel das nun mit Genie-Sein zu tun hat oder nicht, kann jeder selbst entscheiden.

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Das sagt dein Schreibtisch über dich aus

Menschen lieben es zu individualisieren. Allem, was wir anfassen, wollen wir unseren eigenen Stempel aufdrücken. Handyhüllen schützen nicht nur unseren Display, sie zeigen auch unsere Lieblingsfarben und -muster. Die neuen Schuhe halten nicht nur unsere Füße warm, sie unterstreichen unseren einzigartigen Style. Das Shampoo wäscht nicht nur die Haare, es zeigt, ob wir lieber nach Moschus riechen oder nach Erdbeere, Vanille und Zuckerguss. Und so sieht es auch beim Schreibtisch aus, ob Sie wollen oder nicht: Ein leerer Arbeitsplatz signalisiert Unzufriedenheit mit Ihrem Job. Sie fühlen sich dort nicht verbunden, nicht “heimisch” - warum also gemütlich und persönlich einrichten? Persönliche Fotos dagegen spiegeln zusätzlich den hohen Stellenwert von Freunden, Familien oder dem Haustier wider. Süßigkeiten deuten auf soziale und kommunikative Menschen - sofern sie einladend präsentiert werden. Bei vielen Post-Its dagegen ist Achtung geboten, denn hier ist wohl jemand mit der Menge an Aufgaben überfordert.

Einfache Tipps, die dir schnell Struktur ins Leben bringen

Eine ordentliche Umgebung wirkt sich unweigerlich auf die eigene Wahrnehmung und Einstellung aus. Ordnung gibt uns eine Übersicht und den Eindruck eines geregelten Lebens. Sowohl privat als auch beruflich kann das von Vorteil sein. Einfache Tricks sind ganz klassisch Aktenordner, Kisten, Schachteln, Klemmbretter und Co., wie es sie es z.b. bei easyordner.de gibt. Wenn alles ordentlich und zusammengehörig abgeheftet oder verstaut ist, ist der Großteil des Chaos bereits beseitigt. Ein Mülleimer in unmittelbarer Nähe kann außerdem schnell Abhilfe schaffen – simpel, aber effektiv. Im Büro helfen zudem Flipcharts und Whiteboards, um einen einfachen Überblick für alle Kollegen und Kolleginnen zu schaffen. Dabei ist es egal, ob es um das nächste große Projekt geht oder darum, wer am Freitag vor Feierabend die Pflanzen gießt.

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