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«Essentials»: Drei e.s.t.-Meisterwerke im Boxset

08.10.2018 - Der zehnte Todestag des Jazzpianisten Esbjörn Svensson wird dieses Jahr mit einer tollen Live-Ausgrabung von 2006 begangen - und nun mit einem kleinen Wiederveröffentlichungsprogramm. Das ACT-Boxset «Essentials» hebt drei seiner besten Aufnahmen hervor.

  • Der schwedische Jazzpianist Esbjörn Svensson starb vor 10 Jahren. Foto: epa Scanpix Henriksson © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der schwedische Jazzpianist Esbjörn Svensson starb vor 10 Jahren. Foto: epa Scanpix Henriksson © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

2018 war ein Jahr der Euphorie über die nachhallend fantastische Musik von Esbjörn Svensson. Und ein Jahr der Trauer, dass dieser grandiose Jazzpianist schon zehn Jahre verstummt ist.

Nun ist ein neues CD-Boxset mit drei essenziellen Alben des Esbjörn Svensson Trios (e.s.t.) erschienen - passenderweise «Essentials» betitelt. Die zunächst etwas willkürlich anmutende Zusammenstellung des Münchner Jazz-Labels ACT mit «Viaticum» (2005), «Strange Place For Snow» (2002) und «From Gagarin’s Point Of View» (1999) macht dabei durchaus Sinn.

Finden sich hier doch einige der besten, auch beliebtesten Stücke aus der Geschichte dieser bahnbrechenden schwedischen Band. Zudem enthalten die drei Alben Originalkompositionen etlicher Tracks des im Mai erschienenen, nachgelassenen CD/Vinyl-Doppelalbums «e.s.t. Live In London» zu einem phänomenalen Barbican-Auftritt von 2006.

Erstmals im Vinyl-Format kamen Ende September zudem «Strange Place For Snow» und «Seven Days Of Falling» (2003) bei ACT auf den Markt. Unbekanntes Material ist auf den Re-Issues also nicht zu hören, und dennoch lohnt sich die Anschaffung der edel gestalteten Tonträger nicht nur für Svensson-Komplettisten. Vor allem wer neu im Kosmos dieses 2008 mit gerade mal 44 Jahren gestorbenen Jazz-Maestros ist, stößt auf einige der schönsten Aufnahmen seiner Karriere.

Als Svensson vor zehn Jahren am 14. Juni bei einem Tauchunfall nahe Stockholm starb, hinterließ er ein monumentales Werk, das heute sogar noch glänzender strahlt als damals und dessen Einfluss im modernen Piano-Jazz nach wie vor riesig ist. Zusammen mit den kongenialen Begleitern Dan Berglund (Bass) und Magnus Öström (Schlagzeug) bildete er mit e.s.t. «eine Rockband, die Jazz spielt», so das gemeinsame Credo.

«Viaticum» etwa avancierte mit über 100 000 verkauften Tonträgern zu einem der erfolgreichsten Jazz-Alben des Jahrzehnts. Dieses und andere Highlights gibt es nun in kompakter Form.