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Wenn’s dem Motor zu heiß wird

13.08.2020 - Die Autobahnen sind zurzeit aufgrund des Sommerurlaub-Rückreiseverkehrs wieder voll, inklusive der dazugehörigen Staus. Für manche Autos sind aber Hitze und Staus zu viel: Dem Motor ist zu heiß.

  • Johannes Kautenburger, Prüfingenieur der Sachverständigen-Organisation KÜS ©

    Johannes Kautenburger, Prüfingenieur der Sachverständigen-Organisation KÜS © KÜS

SP-X/Köln. Frage: Auf meiner Heimreise aus dem Urlaub sind mir viele liegen gebliebene Autos aufgefallen, die überhitzt mit offener Haube auf dem Standstreifen standen. Worauf muss ich als Autofahrer achten, wenn mir dies passiert?  

Antwort von Johannes Kautenburger, Prüfingenieur der Sachverständigen-Organisation KÜS: „Motoren produzieren viel Hitze. Normalerweise sorgt die Kühlung dafür, dass es den Triebwerken nicht zu heiß wird. Doch im Sommer, vor allem bei Urlaubs-Staus oder im städtischen Stop-and-go-Verkehr gerät die Kühlung schnell an ihre Grenzen. An einem heißen Tag staut sich die Hitze, der Fahrtwind kann nicht mehr für Abkühlung sorgen und schon kann es brenzlig werden. Sinnvoll ist es daher in jedem Fall den Motor im Stau abzustellen. Wenn es trotzdem zu einer Überhitzung kommt, erkennt man dies an der Wassertemperaturanzeige im Fahrzeug. Leuchtet sie in der Instrumentenanzeige plötzlich rot auf, müssen Autofahrer schnell reagieren. Ansonsten riskieren sie einen Motorschaden.  
Kurzfristige Abhilfe bei zu hoher Motortemperatur schafft kräftiges Heizen. Am besten man stellt Heizung auf volle Leistung. Die Heizung leitet die Motorabwärme ins Autoinnere und senkt so die Temperatur des Kühlwassers. Für die Insassen ist dies alles nicht angenehm. Auch wenn es jetzt heiß im Fahrzeuginneren wird: Auch die Klimaanlage sollte ausgeschaltet werden, sie belastet den Motor zusätzlich.  
Man sollte versuchen, so schnell wie möglich eine Tankstelle oder Raststätte zu erreichen. Dort können Fahrzeug und Insassen zunächst abkühlen. Hat man den Motor abgestellt, so aktiviert man die Zündung, damit die Lüftung und Kühlkreisläufe weiterhin aktiv sind. Außerdem hilft es, die Motorhaube zu öffnen, damit sich die Wärme darunter nicht staut. Danach hält man aber Abstand, so dass man, keine Verbrennungen erleidet, falls Schläuche platzen sollten. Keinesfalls darf man sofort den Verschluss des Kühlwasserbehälters öffnen: Weil verdampfendes Wasser herausspitzen kann, drohen auch hier Verbrennungen.
Man braucht Geduld, bis der Motor abgekühlt ist. Das kann mehrere Stunden dauern. Im Hau-Ruck-Verfahren den heißen Motor mit kaltem Wasser zu übergießen, um die Abkühlung zu beschleunigen, ist keine gute Idee. Durch den plötzlichen Temperaturunterschied drohen schlimmstenfalls Risse. Erkennt man keine offensichtliche Undichtigkeiten - der Boden unter dem Auto ist trocken – kann man nach einer Weile, Kühlflüssigkeit nachfüllen. Im Notfall eignet sich Leitungswasser, besser ist spezielles Kühlmittel mit Korrosions- und Frostschutz. Nachdem man die Fahrt fortsetzt, beobachtet man genau die Wassertemperaturanzeige. Bleibt sie nun konstant, kann man weiterfahren. Steigt die Temperatur aber schnell wieder an, liegt offensichtlich ein größeres Problem vor. Die Kühlwasserpumpe oder eine Dichtung könnten defekt sein. In diesem Fall ist es ratsam, eine Werkstatt aufzusuchen oder gleich einen Pannendienst zu ordern.“ 

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